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Neunkirchen-SeelscheidPrinzessin Finja I. erobert mit Maus-Gefolge das Rathaus

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Kinderprinzessin Finja 1. (Schulz) verlas ihre elf Gebote und übernahm mit ihrem Maus-Gefolge  die Gemeinde-Regentschaft.

Rathaussturm im Dauerregen: Kinderprinzessin Finja I. (Schulz) verlas ihre elf Gebote und übernahm die Gemeinde-Regentschaft.

An den tollen Tagen tanzen im Rathaus die Mäuse auf dem Tisch: Prinzessin Finja I. stürmte mit Charme, Witz und Gefolge das Verwaltungsbollwerk.

Vor der Rathaustür war eine bunte Papp-Mauer aufbaut, davor postierte sich die Verwaltungsmannschaft - doch Hexen und Teufel, schwarze Schafe und all die anderen Ehrfurcht gebietenden Gestalten konnten nicht standhalten. Denn Kinderprinzessin Finja I. (Schulz) von der Seelscheider KG Für uns Pänz eroberte mit Witz und Charme und ihrem niedlichen Maus-Gefolge den Gemeindetempel.

Die Jeckinnen und Jecken, egal auf welcher Seite, mussten Sonne im Herzen haben, um dem Dauerregen zu trotzen. Das Tambourcorps Pohlhausen sorgte tapfer für schmissige Töne, Nachwuchs-Trommler Louis optimistisch - und cool - mit Sonnenbrille unter der Kapuze.

Kerstin Schuck, Vorzimmerdame im Rathaus Neunkirchen, hielt eine wahrhaft wehrhafte Verteidigungsrede

Bunte Schirme tupften Farbe in den grauen Himmel. Und ein eilends aufgebauter Pavillon bot ebenfalls ein wenig Wetterschutz. Der Kapitän, Bürgermeister Guido Vierkötter, wartete hingegen hoch oben im trockenen Büro und verließ sich auf sein Vorzimmer.

Kerstin Schuck hatte eine wahrhaft wehrhafte Verteidigungsrede vorbereitet, allein mithilfe menschlicher KI, „Kollegenintelligenz“, verriet sie. Da war viel vom eisigen oder frischen Wind die Rede, vom lauen Lüftchen und vom „Wind of Change“, der Dienstherr wurde schließlich durch die Kommunalwahl ins Rathaus geweht.

Unten Hans-Hermann Klein von der KG Für uns Pänz vor dem Bollwerk, oben der neue Rathauschef Guido Vierkötter, letztlich chancenlos.

Unten Hans-Hermann Klein von der KG Für uns Pänz vor dem Bollwerk, oben der neue Rathauschef Guido Vierkötter, letztlich chancenlos.

Egal ob leichte oder schwere Brise, ob Durchzug oder Richtungswechsel, Ordnungsamt und Sozialamt, Finanzmanagement und Personalamt waren bereit, ihre Standhaftigkeit zu beweisen. Mit schmissigen, passenden Songs versuchte Kommandeurin Schuck die Jecken ins Schunkeln zu bringen und so abzulenken vom Ziel.

Doch vergebens: Der wortgewaltige KG-Sitzungspräsident Hans-Hermann Klein, der mit glänzenden Orden lockte, holte die Vorzimmerdame als Erstes auf seine Seite, weitere folgten ihr gaben ohne Gegenwehr auf.

Louis vom Tambourcorps Pohlhausen war auf einen Wetterumschwung vorbereitet.

Louis vom Tambourcorps Pohlhausen hoffte ganz optimistisch auf einen Wetterumschwung.

Den Rest besorgten Finja I. und ihre Jung-Wiever. Die Prinzessin verkündete ihre elf Gebote, Adressat: der Bürgermeister. Darunter: „Du sollst die Frauen feiern, denn ohne sie gäb's keine Weiberfastnacht“ und „Du sollst zuhören, bevor du meckerst - das hilft im Rat wie im Zug“.

Dann zückte das Gefolge die Schwerter, vertrieb den Rest der Verwaltung vor dem Tor, riss die Pappmauer ein und übernahm die Regentschaft über die Amtsstuben. Dort werden sie nun an den tollen Tagen auf den Tischen tanzen, die närrischen Nager.