Auslöser unklarFachwerkhaus in Hennef brennt am Samstagmorgen

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Bei Eintreffen der Feuerwehr stand der Dachstuhl des Hauses in Flammen.

Bei Eintreffen der Feuerwehr stand der Dachstuhl des Hauses in Flammen.

Am Samstagmorgen brannte in Hennef ein Fachwerkhaus. Das Bewohner-Ehepaar konnte das Haus rechtzeitig verlassen.

In Hennef hat am frühen Samstagmorgen ein Fachwerkhaus gebrannt. Die Feuerwehr war in der Straße „In der Aue“ in Stoßdorf im Einsatz. Das Bewohner-Ehepaar konnte das Haus rechtzeitig verlassen.

Hennef schlief noch, als die Feuerwehr um 4.27 Uhr alarmiert wurde. Wie Pressesprecher Thomas Vitiello berichtete, sei die 71-jährige Bewohnerin durch ein Knistern geweckt worden. Sie habe das Feuer entdeckt und ihren 64-jährigen Mann geweckt. In Schlafklamotten retteten sie sich ins Freie und alarmierten die Feuerwehr. „Das Ehepaar hat noch versucht, mit einem Gartenschlauch zu löschen, bis die Feuerwehr kam“, sagte Vitiello.

Feuerwehr Hennef lässt weitere Kräfte hinzu ziehen

Als die ersten Einsatzkräfte in der engen Straße eintrafen, ließen sie direkt Platz, damit die Drehleiter bis zu dem Haus durchziehen konnte. Es liegt in einer Sackgasse. Einsatzleiter Theo Jakobs ließ beim Eintreffen umgehend weitere Kräfte nachalarmieren. 13 Minuten nach dem Erstalarm hallten die Sirenen durch das Stadtgebiet, die Kräfte aus Söven und Happerschoß machten sich auf den Weg, um die Hennefer Löscheinheit zu unterstützen.

Die Einsatzkräfte versuchen am frühen Samstagmorgen den Brand zu löschen.

Die Einsatzkräfte versuchen am frühen Samstagmorgen den Brand zu löschen.

Das Feuer hatte inzwischen große Teile des Dachstuhls erfasst. Eine Seite war vollständig mit Solar-Panels bedeckt. Die Feuerwehr löschte von zwei Seiten, hinzu kam ein Schlauch aus der Drehleiter. „Unter Atemschutz ist ein Trupp ins Haus gegangen, hat dort aber nicht gelöscht, weil nur Rauch zu sehen war“, sagte Vitiello.

Solar-Panele auf dem Dach können nicht abgeschaltet werden

Nach gut einer halben Stunde bekamen die Einsatzkräfte die Flammen unter Kontrolle. Der Feuerwehrmann im Drehleiterkorb bekam einen Einreißhaken in die Hand gedrückt und begann, die Dachschindeln aufzureißen. So konnte er auflodernde Flammen löschen. Währenddessen wurde es hell.

Das wurde zum Problem: „Die Solar-Panele produzieren bei Tagesanbruch weiter Strom und wir wissen nicht, wohin der führt“, erklärte Vitiello. Vier Elektriker von Westnetz erschienen am Brandort, um den Strom abzustellen. Gemeinsam mit der Feuerwehr bauten sie die Panele ab. Die Nachlöscharbeiten zogen sich noch bis in den Morgen hinein. Was das Feuer ausgelöst hat, ist unklar. Brandexperten der Kriminalpolizei werden die Ursache in den nächsten Tagen ermitteln müssen.

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