Ein 47-Jähriger wurde festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, aus dem offenen Vollzug heraus mit Drogen gehandelt zu haben.
RazzienDurchsuchungen in Troisdorf und Sankt Augustin – Polizei nimmt mutmaßlichen Drogenhändler fest

Bonn: Eine Einsatzkraft der Polizei steht im Hausflur. Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) hatte in den frühen Morgenstunden in Bonn eine Wohnung durchsucht. Der Einsatz stehe im Zusammenhang mit Betäubungsmittelkriminalität, teilte das Polizeipräsidium Bonn mit.
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Die Polizei hat am Dienstag in Troisdorf und Sankt Augustin mit Spezialkräften mehrere Wohnungen durchsucht.
Hintergrund ist der organisierte Drogenhandel in Europa. Bereits im März vergangenen Jahres, so die Bonner Polizei, seien 13 Männer festgenommen worden, die beschuldigt wurden, große Mengen Drogen nach Deutschland gebracht zu haben.
Sieben Wohnungen in Troisdorf, Sankt Augustin, Bonn und Rheinland-Pfalz durchsucht
Bei den Durchsuchungen damals wurden 27 Kilo Marihuana, mehrere Schusswaffen und sechsstellige Bargeldsummen sichergestellt. Weitere Ermittlungen und die Auswertung der Beweismittel führten zu sieben weiteren Tatverdächtigen im Alter zwischen 25 und 63 Jahren.
Am Dienstagmorgen, 3. Februar, durchsuchten Polizeieinheiten auf richterlichen Beschluss hin sieben Wohnungen in Bonn, Troisdorf, Sankt Augustin sowie in Rheinland-Pfalz und Brandenburg. Ein 47-Jähriger wurde festgenommen – wo, teilte die Polizei nicht mit. Er soll sich im offenen Vollzug befinden, handelte aber trotzdem mit nicht geringen Mengen Drogen (unter anderem Kokain), so die Polizei.
Sie stellte weitere Beweismittel, insbesondere Datenträger, sicher. Außerdem fand sie Schmuck und 22.000 Euro in Bar. Die Ermittlungen dauern an.
