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Drama bei Australian OpenTennisprofi jubelt zu früh – Gegner verspottet ihn

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Sebastian Ofner wirft einen Ball hoch.

Sebastian Ofner hat in der Qualifikation bei den Australian Open auf denkwürdige Art und Weise verloren.

Ein Tennisprofi glaubte, sein Spiel bei den Australian Open gewonnen zu haben. Er hatte jedoch eine wichtige Regel vergessen.

Bei den Australian Open hat sich eine bemerkenswerte Szene ereignet. Der österreichische Tennisspieler Sebastian Ofner scheiterte in der Qualifikation auf eine besonders unglückliche Art.

Am Mittwoch schien Ofner in der zweiten Qualifikationsrunde gegen Nishesh Basavareddy aus den USA bereits als Gewinner festzustehen. Im entscheidenden dritten Satz lag der Österreicher im Tiebreak mit 6:1 vorne und erzielte auch den Punkt zum 7:1.

Ofner jubelt zu früh und verliert das Match

Daraufhin feierte Ofner den vermeintlichen Sieg. Doch der Schiedsrichter wies ihn darauf hin, dass das Match noch nicht vorbei war. Denn bei Grand-Slam-Wettbewerben wird der Tiebreak im letzten Satz bis zu 10 Punkten ausgespielt, nicht wie sonst bis 7. Diese Regelung, die auch in der Qualifikation Anwendung findet, war Ofner anscheinend in diesem Moment nicht bewusst.

Sein vorzeitiger Jubel schien ihn aus dem Rhythmus gebracht zu haben, den großen Vorsprung verspielte er. Trotz zwei Matchbällen bei den Spielständen 10:9 und 11:10 verlor er schließlich den Match-Tiebreak mit 11:13. Unglaublich.

Bei Instagram haben die Australian Open eine Zusammenfassung des dramatischen Tiebreaks veröffentlicht:

Der US-Amerikaner streute zusätzlich Salz in die Wunde: Basavareddy feierte seinen Sieg mit einer provokanten Geste. Er legte beide Hände an seinen Hals und deutete ein Würgen an. Der englische Begriff „choke“ beschreibt im Sport eine Situation, in der Athleten und Athletinnen oder Mannschaften unter Druck versagen und eine deutliche Führung verspielen.

Die Jubelgeste stieß bei vielen Fans auf Ablehnung. „Ziemlich unfaires Verhalten“, kommentierte ein Nutzer auf der Plattform X. „Hat Ofner ihn während des Matches beleidigt? Das ist unangebracht“, wunderte sich ein anderer. 

Andere wiederum bewerteten die Geste nicht so negativ. „Toller Jubel. So macht Tennis mehr Spaß“, fand ein Fan bei Instagram. „Genug mit der übertriebenen Nettigkeit im Tennis. Ich liebe das!“, schrieb eine weitere Person.

Für seine „choke“-Geste hatte Basavareddy möglicherweise ein bekanntes Vorbild. Der US-Amerikaner verbrachte einen Teil seiner Kindheit im Bundesstaat Indiana und zog im Alter von acht Jahren mit seiner Familie in die Nähe von Indianapolis. In dieser Stadt hat das NBA-Team Indiana Pacers seinen Sitz.

Die Basketball-Legende Reggie Miller machte die Würge-Geste einst bei einem bedeutenden Spiel gegen die New York Knicks, gerichtet an den prominenten Knicks-Fan Spike Lee. Der Regisseur hatte zuvor vom Spielfeldrand aus provoziert. Miller führte daraufhin die Aufholjagd seiner Mannschaft an und feierte entsprechend. Im amerikanischen Sport ist der „Reggie Miller Choke“ bis heute berühmt. Diesen Status wird Basavareddy mit seiner Aktion wohl nicht erlangen, aber das Spiel dürfte beiden Beteiligten lange in Erinnerung bleiben.

Basavareddy trifft in der finalen Qualifikationsrunde auf den Briten George Loffhagen. Ein Sieg würde für ihn die erst vierte Teilnahme am Hauptfeld eines der vier großen Turniere bedeuten. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.