Newsblog zur EM 2024Niederländer feiern Oranje-Party mit eigener Version von „Viva Colonia“

Lesezeit 107 Minuten
16.06.2024, Hamburg: Fußball: EM, Polen - Niederlande, Vorrunde, Gruppe D, Spieltag 1, Volksparkstadion Hamburg, Fans aus den Niederlanden feiern auf der Tribüne.

Fans aus den Niederlanden feiern auf der Tribüne des Volksparkstadions in Hamburg. Am Nachmittag treffen die Holländer zum Auftakt bei der EM auf Polen.

Die Fußball-EM 2024 hat begonnen. In unserem Newsblog versorgen wir Sie mit Infos, Entwicklungen und auch mal bunten Geschichten vom Turnier.

Die Fußball-Europameisterschaft hat begonnen. 51 Spiele werden im Laufe des Turniers in insgesamt zehn deutschen Stadien ausgetragen. Fünf davon finden im Rhein-Energie-Stadion des 1. FC Köln statt. Das Finale steigt am 14. Juli 2024 im Berliner Olympiastadion.

News, Infos und wichtige Entwicklungen vor dem EM-Turnier gibt es in unserem Newsblog.

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Alles zum Thema Polizei Köln

Mit kölschen Tönen: Niederländer feiern Oranje-Party in Hamburg

Am Nachmittag, Sonntag, 16. Juni, (15 Uhr) startet auch die Niederlande mit einigen bekannten Gesichtern aus der Bundesliga in das Turnier bei der Europameisterschaft. In Hamburg treffen die Holländer auf Polen, das auf seinen verletzten Superstar Robert Lewandowski verzichten muss. Bereits einige Stunden vor dem Anpfiff haben die Fans der Niederlande die Stadt fest in ihrer Hand und tauchen die Straßen in eine orangefarbene Partymeile.

Auf einem Video auf der Plattform X sind tausende Oranje-Fans zu sehen, wie sie feiern und durch die Straßen Hamburgs marschieren. Dabei singen sie ein Lied, das stark an die Melodie von „Viva Colonia“ der Kölner Band Höhner erinnert. Tatsächlich handelt es sich bei der Version der Niederländer um „Viva Hollandia“ offenbar ein Cover der Version.

Polizei verhindert Fan-Attacke in Dortmund

Ein Polizei-Einsatz in der Dortmunder Innenstadt hat am Samstag vor dem EM-Spiel zwischen Italien und Albanien einen Angriff italienischer Anhänger auf albanische Fans verhindert. „Über 50 Personen sind zur Prüfung weiterer Maßnahmen ins Polizeigewahrsam gebracht worden“, teilte die Dortmunder Polizei am Samstagabend mit.

Nach Informationen der „Ruhr Nachrichten“ hatten die Polizisten die einschlägig bekannten „Hoch-Risiko-Fans“ zuvor lange beobachtet und dabei auch gesehen, wie diese sich für den Angriff auf etwa 30 Albaner gezielt vermummten und bewaffneten. „Dank ihres konsequenten Eingreifens verhinderten die anwesenden Polizeikräfte eine direkte Auseinandersetzung“, heißt es in dem Bericht.

Abgesehen von diesem Vorfall sprach die Polizei am Abend von „zehntausenden friedlichen Fußballfans, die den gesamten Tag über für eine internationale Stimmung in der Stadt sorgten“.

EM-Spiel Schweiz gegen Ungarn: Embolo verliert Stulpen und muss sich Spott gefallen lassen

Und die nächste Sockengeschichte bei der Fußball-EM: Der Schweizer Nationalstürmer Breel Embolo war auf dem Weg zu seinem ersten Tor bei der Fußball-Europameisterschaft durch nichts aufzuhalten: Weder von seiner langen Verletzungsgeschichte noch von einem Kompressionsstulpen, den der ehemalige Gladbacher am Samstag bei seinem Treffer zum 3:1 (2:0) gegen Ungarn mitten auf dem Spielfeld verlor.

In der Nachspielzeit dieses EM-Duells in der deutschen Gruppe lief Embolo hinter einem langen Abschlag seines Torwarts Yann Sommer her und bekam den Ball dann unfreiwillig von dem ungarischen Verteidiger Willi Orban vorgelegt. Der Stulpen rutschte ihm auf der Höhe der Strafraumgrenze von den Knien - aber der 27-Jährige von AS Monaco blieb dennoch so gelassen, dass er den Ball einfach über Ungarns Keeper Peter Gulacsi hinweg ins Tor lupfte.

Switzerland's Breel Embolo scores his side's third goal during a Group A match between Hungary and Switzerland at the Euro 2024 soccer tournament in Cologne, Germany, Saturday, June 15, 2024. (AP Photo/Darko Vojinovic)

Links unten im Bild ist er zu sehen: der Kompressionsstrumpf von Breel Embolo

„Wir mussten auf der Bank alle lachen“, sagte Embolos Teamkollege Silvan Widmer vom Bundesligisten Mainz 05. „Zum Glück ist er in der Situation cool geblieben.“

Embolo erlitt im vergangenen August einen Kreuzbandriss und bestritt in der abgelaufenen Saison nur fünf Spiele für seinen neuen Club Monaco. „Wegen meiner Verletzung trug ich die Kompressionstulpen“, sagte der langjährige Bundesliga-Profi über seine Bandage. „Ich bin froh, dass ich auf dem Platz stehen konnte. Der Dank geht an die Ärzte und Physios. Mein Tor ist für die Familie, für die Fans und Mitspieler. Es war ein spezielles Jahr für mich, aber das gehört zum Leben dazu.“

Kathrin Müller-Hohenstein trägt Simpsons-Socken 

Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein hat mit ihrer Sockenwahl für die ZDF-Übertragung des EM-Auftaktspiels für Aufsehen gesorgt. Müller-Hohenstein trug am Freitagabend helle Socken mit der Comic-Figur Bart Simpson auf einem Skateboard, was während der Livesendung vor dem Anstoß der Partie der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in München gegen Schottland immer wieder zu sehen war. In den sozialen Medien wurden Socken und Motiv ausgiebig diskutiert.

Katrin Müller-Hohensteins Socken waren ein vieldiskutiertes Thema.

Katrin Müller-Hohensteins Socken waren ein vieldiskutiertes Thema.

Zum Ende der ZDF-Übertragung merkte Müller-Hohenstein an, sie habe die Aufmerksamkeit, die ihre Socken bekommen hatten, mitbekommen. „Mein kleiner Freund bedankt sich für die Aufmerksamkeit“, sagte sie, zeigte die Socken und verabschiedete sich vom Publikum.

Münchner Fanzone voll: Polizei sperrt Zugang im Olympiapark

Wegen des großen Andrangs von Fußballfans vor dem EM-Eröffnungsspiel in München hat die Polizei die Fanzone am Olympiastadion abgesperrt. „Die Fanzone ist geschlossen. Bitte fahrt aktuell nicht mehr in den Olympiapark!“, schrieben die Polizei und die Stadt München drei Stunden vor Anpfiff bei X.

Polizei und Ordner sperren den Zugang zur offiziellen Fanzone im Olympiapark.

Polizei und Ordner sperren den Zugang zur offiziellen Fanzone im Olympiapark.

Die Fanzone im Olympiapark bietet etwa 30 000 Menschen Platz. „Trotz der gut gefüllten Fanzone ist die Stimmung bei den Besuchern prächtig“, teilte die Polizei wenig später mit. Davon ließen sich auch die Beamten der Einsatzhundertschaft anstecken.

Am Nachmittag hatte die Polizei bereits keine Menschen mehr auf den Marienplatz gelassen. Kurzzeitig hatten dort auch keine U-Bahnen halten können. Die Unterbrechung habe aber den Angaben zufolge „für Entspannung gesorgt“, sodass die Fans wieder vom Marienplatz per U-Bahn zur Arena in Fröttmaning und zum Olympiapark fahren können.

Verdächtiger Rucksack: Polizei gibt nach Räumung einer Berliner Fanzone Entwarnung

Entwarnung in Berlin: Wenige Stunden vor dem Anpfiff des Eröffnungsspiels der Fußball-EM hatte die Berliner Polizei einen Teil der Fanzone am Reichstag wegen eines verdächtigen Gepäckstücks geräumt. Betroffen war der Bereich an der Scheidemannstraße, wie die Polizei am Freitag bei X mitteilte. „Dieser Bereich steht den Fans aktuell nicht zur Verfügung“, schrieben die Beamten,.

Anschließend wurde der Rucksack von den Einsatzkräften überprüft. Gegen 18.30 Uhr wurde Entwarnung gegeben und Fans durften wieder auf das Gelände, wie eine Polizeisprecherin am Freitagabend sagte. Die Polizei hätte „keinen gefährlichen Inhalt“ im Rucksack entdeckt. Ein Mann, dem der Rucksack gehören soll, wurde laut Angaben der Sprecherin zunächst in Gewahrsam genommen und überprüft. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung berichtet.

Die Scheidemannstraße in Berlin ist teilweise gesperrt.

Die Scheidemannstraße in Berlin ist teilweise gesperrt.

Auf Bildern war zu sehen, wie der Zugang zur Wiese vor dem Reichstagsgebäude mit rot-weißem Flatterband abgesperrt ist. Auf den Besuch der Fanmeile vor dem Brandenburger Tor hatte der Vorfall zunächst keinen Einfluss. 

„Wenn am Ende nichts ist, war es lieber einmal zu viel geräumt als zu wenig“, sagte Bundesinnenministerin Nancy Faeser am Abend in München. Die SPD-Politikerin bedankte sich bei der Berliner Polizei für konsequentes Handeln. „Dafür sind wir so stark im Einsatz“, sagte Faeser.

Münchener Marienplatz vor EM-Start fest in schottischer Hand

Der Marienplatz in München ist vor dem Auftaktspiel der Fußball-Europameisterschaft gegen Gastgeber Deutschland fest in schottischer Hand. Mehrere tausend Fans feierten friedlich im Zentrum und stimmten sich auf das Duell an diesem Freitagabend (21.00 Uhr/ZDF/MagentaTV) in der Münchner Arena ein.

14.06.2024, Bayern, München: Fußball: EM, Deutschland - Schottland, Vorrunde, Gruppe A, 1. Spieltag. Fans von Schottland feiern vor dem Spiel in der Innenstadt auf dem Marienplatz. Foto: Sven Hoppe/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Fans von Schottland feiern vor dem Spiel in der Innenstadt auf dem Marienplatz.

Besonders die über den ganzen Marienplatz verteilten Dudelsackspieler, um die sich immer wieder Menschentrauben bildeten, sorgten für ausgelassene Stimmung. Die Anhänger der deutschen Nationalmannschaft waren deutlich in der Unterzahl.

Bereits gestern feierten die schottischen Fans einen ihrer Landsmänner in der bayrischen Landeshauptstadt ganz besonders. Craig Ferguson lief seit Mai von seiner Heimatsstadt Paisley bei Glasgow zu Fuß in Richtung München. Am Donnerstag erreichte er unter tosendem Applaus einen Tag vor dem Eröffnungsspiel den Marienplatz. Auf dem Weg sammelte er laut Botschaft 35.000 Pfund (gut 41.000 Euro) für eine Wohltätigkeitsorganisation, die sich mit der psychischen Gesundheit von Männern befasst.

Rio-Weltmeister Sami Khedira warnt DFB-Team

Der frühere Fußball-Weltmeister Sami Khedira traut der deutschen Nationalmannschaft bei der Heim-EM viel zu - unter einer Bedingung. „Deutschland kann ins Halbfinale oder darüber hinaus kommen, allerdings müssen sie ihre Konteranfälligkeit schnell in den Griff bekommen“, sagte der 37-Jährige dem Portal fussball.news.

Sollte das nicht klappen, „kann es gegen Topfavoriten wie beispielsweise England, Frankreich oder Portugal schnell zu Ende sein“, betonte Khedira und ergänzte: „Für mich ein weiterer heißer Kandidat sind die Österreicher, die neben einem sehr guten Trainer auch eine eingespielte Mannschaft haben.“

Bundestrainer Julian Nagelsmann sieht er als „fachlich einen der besten Trainer, die wir in Deutschland haben, deswegen ist es auch logisch und konsequent, dass er aktuell auch Trainer der deutschen Nationalmannschaft ist“. Zugleich werde Nagelsmann von seinem Staff gut ergänzt. Von Benjamin Glück, „der sehr analytisch arbeitet“, oder von Sandro Wagner, dessen Verpflichtung Khedira als „großen Coup“ lobt. Wagner sei „ein großer Kommunikator mit klarer Meinung, aber auch mit hohem fachlichen Wissen. Daher ist es eine perfekte Ergänzung zu Nagelsmann und Glück.“

Auf dem Weg zum Titel muss es laut Khedira nicht immer nur harmonisch zugehen. „Ich bin der festen Überzeugung, dass durch gewisse Konflikte und Reibungen die Erfolgswahrscheinlichkeiten steigen. Nicht künstlich hervorgerufen, aber im Wettkampf kann nicht immer alles reibungslos ablaufen, weil unterschiedliche Charaktere aufeinandertreffen.“ Grundvoraussetzung bleibe allerdings „stets ein respektvoller Umgang“.

Ilkay Gündogans Appell an Fans: „Helft uns bitte“

DFB-Kapitän Ilkay Gündogan hat kurz vor dem Start in die Heim-EM einen Appell an die Fußball-Fans in Deutschland gerichtet. „Wir können bei dieser Heim-Europameisterschaft auf so vielen Ebenen gewinnen. Als guter Gastgeber, als weltoffene Gesellschaft. Und hoffentlich am Ende auf dem Platz. Helft uns bitte, damit unser Traum GEMEINSAM wahr wird!“, schrieb der Nationalspieler in der „Bild“ (Freitag) an die Fans gerichtet.

„Wir leben in Zeiten, in denen immer stärker Fronten aufgebaut werden. Sich die Menschen nicht mehr zuhören. In denen es in unserer Gesellschaft eine Spaltung gibt“, ergänzte der 33 Jahre alte Profi des FC Barcelona: „Wir wollen als Mannschaft unser Land in den nächsten vier Wochen näher zusammenbringen. Dazu beitragen, dass es wieder mehr Zusammenhalt gibt. Dass die Menschen stolz sein können auf ihre deutsche Nationalmannschaft - und trotzdem voller Offenheit, Respekt und Freundlichkeit auf die Millionen Gäste zugehen, die in den nächsten Wochen in unser schönes Land kommen.“

Es mache ihn „stolz, Deutschland als erster Kapitän mit Migrationshintergrund bei einem großen Turnier auf das Feld zu führen“. Das Team sei gerade deshalb so gut, „weil es von so vielen unterschiedlichen Kulturen und Ländern geprägt wird“.

EM-Alternative für Nagelsmann – Sané 100 Prozent schmerzfrei

Nach wochenlangen Sorgen kann Julian Nagelsmann rechtzeitig zum Anpfiff der Europameisterschaft mit Leroy Sané planen. „Leroy ist bei 100 Prozent schmerzfrei und kann voll eingesetzt werden“, sagte der Bundestrainer vor dem heutigen Auftaktspiel der Fußball-Nationalmannschaft (21.00 Uhr/ZDF/Magenta TV) in München gegen Schottland.

Während der Vorbereitung hatte Nagelsmann dem Münchner Offensivspieler nur Joker-Einsätze zugetraut – zu gravierend waren die Probleme des 28-Jährigen nach einer hartnäckigen und schmerzhaften Schambein-Entzündung. Bei den Bayern hatte Sané letztmals im Halbfinal-Rückspiel der Champions-League Anfang Mai gegen Real Madrid gespielt. Danach hatte er zur Schonung pausiert. In der Nationalmannschaft kam er in der vergangenen Woche zu einem Einsatz in der zweiten Halbzeit im Test gegen Griechenland (2:1) und zeigte eine überzeugende Leistung.

Nagelsmann von Pressevertretern genervt – und sieht „Glauben in den Augen“ 

Einmal musste Julian Nagelsmann streng sein wie ein Oberlehrer. Das Gemurmel im Pressesaal nervte den Bundestrainer vor dem EM-Anpfiff gegen Schottland so sehr, dass er energisch mehr Ruhe anmahnte. „Bisschen wie in der Schule hier drin. Vielleicht können wir alle einen Tick leiser sein. Das wäre super schön. Danke“, sagte der Bundestrainer - und startete seinen mutigen und optimistischen Ausblick auf den Startschuss zur Heim-Europameisterschaft. Nervosität, ja. Die gestand er ein. Aber vor allem vermittelte er einen festen Glauben an die Titelchance für die Fußball-Nationalmannschaft.

Bei seinen Spielern spürte Nagelsmann vor dem kniffligen Auftaktduell am Freitag (21.00 Uhr/ZDF/MagentaTV) keinen Bedarf mehr für besondere Belehrungen. Den „Glauben in den Augen“, hatte der Bundestrainer am Donnerstagabend ausgemacht. „Die sind heiß, die haben Lust, die haben Hunger. Noch habe ich sie an der Leine, aber morgen werde ich sie loslassen“, kündigte er vollmundig an.

Vor EM-Auftakt: Deutsche Nationalmannschaft in München eingetroffen

Die deutsche Nationalmannschaft ist am Ort ihres EM-Eröffnungsspiels eingetroffen. Bundestrainer Julian Nagelsmann und seine Spieler bezogen nach einer mehr als zweistündigen Busfahrt von Herzogenaurach nach München ihr Hotel in Unterschleißheim. Dabei wurden sie von etwa 70 jubelnden Fans mit Deutschland-Fahnen empfangen. Nagelsmann und die Spieler posierten für Bilder mit den Anhängern. Am Abend geht es für den Bundestrainer und Kapitän Ilkay Gündogan noch zur offiziellen Pressekonferenz der UEFA (18.45 Uhr) in die Arena.

Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bestreitet am Freitag (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) das Turnier-Auftaktspiel gegen Schottland. Unmittelbar nach dem Schlusspfiff geht es mit dem Bus zurück ins EM-Quartier bei Partner adidas.

Weitere Gegner in der Gruppe A sind Ungarn (19. Juni/Stuttgart) und die Schweiz (23. Juni/Frankfurt)

Umfrage: EM-Stimmung in Deutschland noch gedämpft

Der EM-Anpfiff steht kurz bevor, am Freitag startet die deutsche Fußball-Nationalmannschaft gegen Schottland in das Heim-Turnier - doch noch hält sich die Euphorie in Deutschland in Grenzen. Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und ntv freuen sich nur 40 Prozent der Befragten auf die anstehende EURO. Bei 56 Prozent ist dies so nicht der Fall.

Stärker ist die Begeisterung unter den Fußball-Interessierten. Hier freuen sich 82 Prozent auf das Turnier, im Gegensatz zu 16 Prozent, die noch keine Vorfreude spüren.

Die Hoffnung auf ein neuerliches Sommermärchen wie bei der WM 2006 ist ebenfalls überschaubar. Nur etwa jeder Fünfte (21 Prozent) glaubt, dass die Europameisterschaft ähnlich stimmungsvoll wird wie das Turnier vor 18 Jahren. 67 Prozent erwarten keine Neuauflage des Sommermärchens.

Nicht allzu optimistisch sind die Befragten auch in sportlicher Hinsicht. Nur etwa jeder dritte Befragte (30 Prozent) traut der deutschen Mannschaft mindestens das Halbfinale zu. 15 Prozent der Befragten gaben an, dass Deutschland Europameister wird.

EM-Aus für Pavlovic - Can nachnominiert

Youngster Aleksandar Pavlovic fällt aus, Emre Can rückt überraschend nach: Das andauernde DFB-Pech des Münchner Youngsters ist das unverhoffte Glück des Dortmunders. Weil Pavlovic wegen seines Infekts nicht für die Heim-EM mit dem Eröffnungsspiel am Freitag (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) gegen Schottland zur Verfügung steht, hat Bundestrainer Julian Nagelsmann nun Can dazugeholt. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Mittwoch mit.

Pavlovic war am Montag nach dem freien Wochenende nicht ins EM-Quartier nach Herzogenaurach zurückgekehrt. Auch danach konnte der Mittelfeldspieler nicht trainieren, er hatte zuletzt immer wieder Probleme mit den Mandeln. „Es ist sehr schade für Pavlo“, sagte dessen Bayern-Kumpel Jamal Musiala, „er hatte sich sehr gefreut, dabei zu sein, gehofft zu spielen und auch sehr gut trainiert.“ Zuvor hatte Pavlovic auch für die März-Länderspiele in Frankreich (2:0) und gegen die Niederlande (2:1) absagen müssen. Er plant, sich die Mandeln rausnehmen zu lassen.

Emre Can im DFB-Trikot

Emre Can stand zuletzt im September 2023 für die deutsche Nationalmannschaft auf dem Platz.

Can stand letztmals im September 2023 noch unter Nagelsmanns Vorgänger Hansi Flick im DFB-Kader. Dass er ursprünglich nicht für die EURO berufen wurde, „respektiere“ er, sagte Can zuletzt, er habe die Karriere in der Nationalmannschaft aber „noch lange nicht abgehakt“. Dass ihn Nagelsmann nicht persönlich darüber informiert hatte, dass er fehlen würde, hatte der 30-Jährige kritisiert. Die Entscheidung für ihn ist auch eine gegen Pavlovics Münchner Klubkollegen Leon Goretzka.

Jens Spahn kritisiert Berliner Fanmeile: „Es nervt die Leute“

Der frühere Bundesgesundheitsminister Jens Spahn stört sich an der Fanmeile zur Fußball-Europameisterschaft mitten in Berlin. „Es nervt die Leute. Und es macht die Stimmung nicht besser in einer Zeit, in der eh schon alle gereizt sind“, sagte der CDU-Politiker der Rheinischen Post. Die Fanzone erstreckt sich vom Brandenburger Tor über die Straße des 17. Juni bis zur Großen Querallee.

Die ansonsten viel befahrene Prachtstraße, die in unmittelbarer Nähe zum Regierungsviertel liegt, wurde eigens für die EM für drei Monate gesperrt und mit 24.000 Quadratmetern Kunstrasen bedeckt. Es kommt zu Staus, zu denen am Dienstag und Mittwoch weitere Vekehrseinschränkungen im Zuge der Wiederaufbaukonferenz für die Ukraine hinzukamen. „Die Fanmeile gefährdet die Arbeitsfähigkeit des Parlaments“, sagte Spahn.

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Union im Bundestag hätte sich die Fanmeile an einem anderen Ort gewünscht. „Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass Großveranstaltungen in Berlin auf dem Tempelhofer Feld stattfinden sollten“, sagte Spahn. Die Fanmeile wird am Mittwoch eröffnet, ehe dort am Freitag (21.00 Uhr) zehntausende Menschen den EM-Auftakt Deutschlands gegen Schottland verfolgen werden.

Kylian Mbappé würde EM-Finale gegen Deutschland unterschreiben

Frankreichs Fußball-Superstar Kylian Mbappe kann sich ein EM-Finale gegen Gastgeber Deutschland gut vorstellen. „Das würde ich unterschreiben“, sagte der Kapitän der Equipe Tricolore der Sport Bild. Beim Turnier im Nachbarland trachten die Franzosen nach dem dritten EM-Titel nach 1984 und 2000. Bei der Europameisterschaft vor drei Jahren waren Mbappe und Co. im Achtelfinale an der Schweiz gescheitert.

Die Deutschen schätzt Mbappe derweil sehr, auch wenn er die 0:2-Niederlage aus dem Test im vergangenen März nicht überbewerten wolle. „Freundschaftsspiele zählen nicht (lacht)“, so der Stürmer: „Im Ernst: Deutschland hat eine große Mannschaft. Die Deutschen sind grundsätzlich immer da, wenn es um etwas geht – sie kommen nach Rückschlägen immer zurück."

Bei seiner zweiten EM warten auf den Weltmeister von 2018 schon in der Vorrunde harte Brocken. In der Gruppe D spielt Frankreich am Montag (21.00 Uhr/ARD und MagentaTV) zum Auftakt in Düsseldorf gegen Österreich, danach geht es gegen die Niederlande und Polen.

„Wir kommen nach Deutschland, um Geschichte zu schreiben. Das ist unser Job. Wir sind bereit, hungrig nach Erfolg und wissen, was wir zu tun haben. Wir können etwas Gutes tun für unser Land, wenn wir den Pokal nach Hause bringen. Wir werden Etappe für Etappe meistern müssen. Zuerst muss uns eine gute Gruppenphase gelingen, dann sehen wir weiter“, sagte Mbappe, der nach dem Turnier zu Real Madrid wechseln wird.

Münchner Arena leuchtet an zwei EM-Tagen in Regenbogenfarben

Die Münchner Arena wird während der Fußball-EM am 22. und 23. Juni in Regenbogenfarben leuchten. Anlass ist der Christopher Street Day in der bayerischen Landeshauptstadt, die EM-Organisatoren bestätigten der Deutschen Presse-Agentur einen entsprechenden Antrag. Ein EM-Spiel wird an den beiden Tagen in München nicht ausgerichtet.

Die Beleuchtung der Heimspielstätte des FC Bayern war vor drei Jahren während der EM 2021 ein großes Streitthema gewesen. Die Europäische Fußball-Union hatte einen Antrag der Stadt, die Arena für das dritte Gruppenspiel gegen Ungarn in Regenbogenfarben leuchten zu lassen, abgelehnt. Hintergrund des Antrags war der Protest gegen ein damals in Ungarn verabschiedetes Gesetz, das die Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität einschränkte.

Die UEFA begründete die Entscheidung mit dem politischen Hintergrund des Antrags, der dann auch gegen die ungarische Mannschaft und die ungarischen Fans gerichtet sei. Die Regenbogenfahne steht als Symbol für die Akzeptanz und Gleichberechtigung von Menschen, die sich nicht mit dem traditionellen Rollenbild von Mann und Frau oder anderen Normen rund um Geschlecht und Sexualität identifizieren.

Lichtshow zum Start der Fußball-EM in Frankfurt

Mit einer Show am Main läutet Frankfurt am Mittwoch die Fußball-Europameisterschaft ein. Dabei wird die östliche Seite der Flößerbrücke in den Farben der 24 teilnehmenden Ländern verhüllt. Dazu kommen eine gigantische Lichtshow, Musikeinlagen inklusive Abwandlungen der Fußball-Hymne „You'll Never Walk Alone“ sowie Originaltöne aus der EM-Historie.

Das 25-minütige Spektakel startet um 22.30 Uhr. Publikumsbereiche mit guter Sicht auf das Geschehen sind die Weseler Werft und die gegenu¨berliegende Sachsenha¨user Mainseite. Der Hessische Rundfunk u¨bertra¨gt die Show live im Fernsehen. Am Nachmittag (14.30 Uhr) sind die UEFA-Schiedsrichter zu Gast im Kaisersaal. Am Abend (20.00 Uhr) folgt ein Empfang der Stadt Frankfurt als Gastgeber der EM.

Nürnberger Torwart Reichert trainiert mit DFB-Auswahl

Nach der Meldung des finalen EM-Kaders ohne Alexander Nübel trainiert ab Montag der junge Nürnberger Torwart Jan Reichert mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Der 22-Jährige des Zweitligisten soll die EM-Keeper Manuel Neuer, Marc-André ter Stegen und Oliver Baumann bei den Trainingseinheiten in Herzogenaurach unterstützen, für das Heim-Turnier gemeldet ist Reichert nicht.

„Ich war mit meinem Bruder unterwegs, als ich den Anruf bekommen habe, und war erstmal völlig perplex. Ich konnte es erst gar nicht glauben, freue mich aber ungemein auf diese besondere Chance“, sagte der Torwart, der am letzten Spieltag der abgelaufenen Saison sein Zweitligadebüt gefeiert hatte und Anwärter auf die Nummer 1 beim Club in der neuen Spielzeit ist. „Es ist eine riesige Ehre für mich und macht mich wahnsinnig stolz. Ich werde mein Bestes geben und alles aufsaugen.“

Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte am Freitagabend kurz vor dem finalen Testspiel gegen Griechenland (2:1) bestätigt, dass Nübel (27/VfB Stuttgart) nicht im endgültigen EM-Kader steht und angekündigt, dass aber ein Torwart für die Trainingseinheiten dazukommen solle. Reichert wohnt nicht weit weg von der Anlage des DFB-Partners Adidas in Herzogenaurach, Übernachtungen auf dem Gelände mit den Nationalspielern sind nicht vorgesehen.

Sieg, aber Neuer patzt erneut: DFB-Elf gewinnt EM-Generalprobe

Die Moral stimmt: Mitgroßem Siegeswillen und dank Pascal Groß hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ihre EM-Generalprobe noch eben so erfolgreich gestaltet. Der Profi von Brighton & Hove Albion sicherte der Elf von Julian Nagelsmann nach einer grauenhaften ersten Halbzeit ein schmeichelhaftes 2:1 (0:1) gegen Griechenland, doch eine Woche vor dem EURO-Auftakt hat der Bundestrainer plötzlich eine Torhüter-Diskussion um Manuel Neuer am Hals.

Der langjährige Kapitän patzte wie zuletzt im Verein auch in Mönchengladbach. Dabei sollte sich Nagelsmanns Endrunden-Elf mit den Rückkehrern Antonio Rüdiger und Toni Kroos für Auftaktgegner Schottland warm spielen und die Begeisterung weiter anheizen. Doch nach Neuers Patzer und dem 0:1 durch Giorgos Masouras (34.) wurde es erst mit den Wechseln in der zweiten Halbzeit etwas besser.

Kai Havertz (56.) glich aus und nahm zumindest der Neuner-Debatte die Schärfe. Der eingewechselte Benjamin Henrichs traf die Latte (83.), ehe Groß mit seinem ersten Länderspieltor doch noch das ersehnte Erfolgserlebnis herstellte.

Matthäus „sehr überrascht“ von Nübel-Streichung

Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus hat wenig Verständnis für die Entscheidung von Bundestrainer Julian Nagelsmann, Torhüter Alexander Nübel aus dem EM-Kader zu streichen. Der Schlussmann des VfB Stuttgart werde „in Zukunft die Nachfolge eines Manuel Neuer oder Marc-Andre ter Stegen“ antreten, sagte Matthäus bei einem Interwetten-Termin in Mönchengladbach: „Deswegen hätte ich ihn automatisch mitgenommen.“

Nübel (27), der eine hervorragende Bundesliga-Saison mit dem Vize-Meister VfB Stuttgart hinter sich hat, wird nicht an der Heim-EM teilnehmen, obwohl Nagelsmann sich zuvor für die ungewöhnliche Zahl von vier Torhütern stark gemacht hatte. „Auch aufgrund seiner Aussagen kann ich diese Entscheidung nicht verstehen. Er hat sich sehr früh festgelegt, dass er vier Torhüter mitnehmen will, und warum er vier Torhüter braucht, auch für die Trainingsabläufe. Daher war ich sehr, sehr überrascht“, sagte Matthäus.

Nagelsmann streicht Torwart Nübel aus EM-Kader

Julian Nagelsmann hat die Streichung von Torhüter Alexander Nübel aus dem endgültigen EM-Kader mit dem Gesundheitszustand von Leroy Sane begründet. „Wir mussten umdisponieren“, sagte der Bundestrainer vor der Turnier-Generalprobe gegen Griechenland in Mönchengladbach (20.45 Uhr) bei RTL.

Bei Sane gebe es „ein paar Unwägbarkeiten“ wegen dessen hartnäckiger Schambein-Blessur. „Wir wissen nicht, ob wir etwas machen müssen. Leroy ist jetzt bei knapp 100 Prozent, aber das war er bei Bayern auch, dann hat es sich aber wieder schlagartig geändert“, erklärte Nagelsmann. Deshalb habe er sich entschlossen, „einen Feldspieler mehr“ zur EURO mitzunehmen anstelle eines vierten Torhüters, wie zunächst angedacht.

„Der Kader steht, die Mannschaft auch“, sagte Nagelsmann über sein Aufgebot und die angedachte EM-Elf, die er gegen die Griechen testete. Nübels Aus habe „nichts mit der Leistung von Alex zu tun“ gehabt, der Stuttgarter „hat sich sehr gut eingegliedert und eine gute Trainingsleitung gebracht“. Er habe dem Schlussmann versichert, dass dieser in der Nationalelf eine Zukunft habe, „solange ich im Amt bin“.

Auf einen vierten Keeper muss Nagelsmann bei der EM dennoch nicht verzichten. Er werde für die Trainingseinheiten „einen jungen Nachwuchstorwart dazuholen“, sagte er. Den Namen wollte er noch nicht verraten: „Das wäre der falsche Zeitpunkt.“

Nagelsmann hat einen EM-Notfallplan entwickelt

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist für die anstehende Heim-EM auf alle Eventualitäten vorbereitet. „Natürlich haben wir schon einen Notfallplan, was passiert, wenn noch zehn Minuten zu spielen sind und wir unbedingt ein Tor brauchen“, versicherte Bundestrainer Julian Nagelsmann im „Spielmacher“-Podcast von 360Media mit Sebastian Hellmann.

Mit seinen Spielern hat der 36-Jährige für den Fall der Fälle ein Schlüsselwort vereinbart. Die entsprechende Situation habe seine Elf „vorher trainiert, so dass die Spieler wissen, was sie machen müssen, wenn ich ‚Notfallplan‘ rein rufe. Die Abläufe sind drin“, sagte Nagelsmann.

Die DFB-Auswahl bestreitet am Freitag (20.45 Uhr/RTL) in Mönchengladbach gegen Griechenland ihre EM-Generalprobe. Das Turnier beginnt eine Woche später in München mit dem Eröffnungsspiel gegen Schottland.

Nagelsmann: DFB-Team soll Stimmung im Land drehen

Zeit, dass sich was dreht: Julian Nagelsmann will mit der Fußball-Nationalmannschaft bei der Heim-EM einen Stimmungswandel in Deutschland herbeiführen. Er habe den Eindruck, „dass sich in der deutschen Gesellschaft in den vergangenen Jahren schleichend ein Pessimismus eingenistet hat. Das Glas ist halbleer, wir konzentrieren uns oft auf das Negative“, sagte der Bundestrainer im Verbandsmagazin „DFB aktuell“. Seine Elf könne dies ändern.

„In der Vergangenheit waren der Fußball und die Nationalmannschaft oft Mittel, dies zu drehen“, meinte der 36-Jährige. Er nannte die WM 1954 als „leuchtendes Beispiel“, aber auch die anderen großen Titel „hatten jeweils Bedeutung über den Sport hinaus. Mich würde es wahnsinnig freuen, wenn uns Vergleichbares gelänge. Wenn wir mit unserem Spiel das Land rütteln und die Stimmung drehen würden.“ Eine erfolgreiche EM trage im besten Fall „zu einer Rückkehr des Optimismus in unserem Land bei. Und das wäre ganz schön groß“, sagte Nagelsmann.

Dafür brauche es eine Mannschaft, „die mutig ist, die auch den Mut hat, Fehler zu machen. Eine Mannschaft, die eine Mentalität verkörpert, die typisch deutsch ist, die anpackt. Diese Mentalität muss spürbar sein: Wir stehen auf, wir packen es an!“

Als Bundestrainer sieht sich Nagelsmann wie seine Spieler als „Botschafter“ der Nation. „Man sollte mit dem nötigen Stolz an die Aufgabe gehen, mit Demut und mit dem Bewusstsein und der Überzeugung, dass man nicht für sich agiert, sondern im Dienste und im Auftrag seines Landes.“ Dies sollte nach außen immer zu spüren sein.

Als er sein Amt übernommen habe, sei es seine „Triebfeder“ gewesen, das Bild der Nationalmannschaft zu verbessern. „Dass wir den Menschen wieder so viel Freude bereiten, wie es bei den Turnieren in meiner Kindheit und Jugend mit schöner Regelmäßigkeit der Fall war.“ Die DFB-Elf müsse wieder eine „Turniermannschaft“ sein. „Die Mannschaft muss wieder eine Aura bekommen, wie sie diese fast immer und zuletzt zwischen 2006 und 2014 hatte.“

Umfrage: Fast jeder Zweite hat Sorge vor Terror bei der Fußball-EM

Fast die Hälfte der Menschen zeigt sich besorgt, dass es im Rahmen der Fußball-EM in Deutschland zu Terroranschlägen kommen könnte. Das geht aus einer Umfrage hervor, die das Meinungsforschungsinstitut YouGov zusammen mit dem Sinus-Institut am Mittwoch veröffentlichte.

Demnach sind 12 Prozent der Befragten voll und ganz besorgt sowie 35 Prozent eher besorgt. 24 Prozent seien eher nicht besorgt, 12 Prozent überhaupt nicht besorgt. 16 Prozent der Befragten hatten keine Meinung oder machten keine Angaben.

Außerdem gab fast jeder Zweite (46 Prozent) bei der Umfrage an, der Fußball-EM gleichgültig gegenüberzustehen. Elf Prozent lehnen das Turnier den Angaben zufolge ab, 32 Prozent freuen sich. Elf Prozent hatten keine Ahnung beziehungsweise machten keine Angaben.

Bei der Online-Umfrage wurden nach Angaben von YouGov vom 18. April bis zum 25. April 2065 Menschen in Deutschland befragt. Die Ergebnisse sind demnach gewichtet und repräsentativ für die deutsche Bevölkerung im Alter von 18 bis 75 Jahren.

Nagelsmann fürchtet EM-Sperren: „Zu viel gelabert im Fußball“

Julian Nagelsmann findet das neue, harte Durchgreifen der Schiedsrichter gegen das Reklamieren grundsätzlich richtig, hat die Nationalspieler für die EM aber schon vorgewarnt. „Generell finde ich die Regel gut, sehr gut. Es wird einfach zu viel gelabert im Fußball, auch von mir. Das sind nicht nur die Spieler, das ist auch bei mir so“, sagte der Bundestrainer vor dem EM-Test gegen die Ukraine am Montag (20.45 Uhr/ARD) in Nürnberg.

Sorgen bereitet Nagelsmann lediglich die kurzfristige Umsetzung vor dem Saisonhöhepunkt. Konkret: Es könnte zu vielen Gelben Karten und damit zu Sperren im Turnierverlauf kommen. „Es ist vielleicht einen Tick spät, es war jetzt das erste Spiel, wo es auffällig war, dass diese Regel Anwendung findet. Es ist natürlich nicht so leicht für Spieler, die jahrelang an Verhaltensweisen gewöhnt sind“, sagte der 36-Jährige.

„Generell finde ich es gut, dass es einen Ansprechpartner gibt für den Schiedsrichter, dass die Nettospielzeit von 53 Minuten auf 70 hochgeht, sehr schön. Am Ende wollen wir alle Fußball spielen, aber es wird sicherlich den einen oder anderen Moment brauchen, bis sich alle dran gewöhnt haben“, sagte Nagelsmann.

Zur Testphase für die Benimm-Regeln werden die Vorbereitungsspiele gegen die Ukraine und Griechenland am Freitag in Mönchengladbach. „Wir haben die Spieler informiert, dass sie das in den beiden Testspielen schon mal umsetzen können, dass sie keine unnötigen Gelben Karten und mit Sperren im Turnier oder innerhalb eines Spiels bekommen“, sagte Nagelsmann.

Er kündigte zudem an, dass UEFA-Schiedsrichter-Chef Roberto Rosetti noch zu einer Schulung ins DFB-Quartier kommen wird. Bei der EM werden Spieler nach zwei und vier Gelben Karten für die nächste Partie gesperrt.

Bundesliga-Profis tippen: Deutschland wird Europameister

Ein Großteil der Bundesliga-Profis sieht Deutschland bei der Heim-EM als klaren Favoriten. So gaben 39,2 Prozent bei einer kicker-Umfrage an, dass die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann den Titel holen wird. Nur 22 Prozent der 227 befragten Erstligaspieler glauben an Frankreich, 15,4 Prozent an England. Lediglich 2,6 Prozent rechnen mit einem deutschen Aus schon in der Vorrunde wie zuletzt bei den Weltmeisterschaften 2018 und 2022.

Bei der traditionellen kicker-Umfrage stimmten 227 Spieler aus der Bundesliga anonym ab.

EM-Tore fast in Echtzeit in Bahnhöfen und Einkaufszentren

Viele Fußball-Fans müssen auf die Tore bei der Europameisterschaft vom 14. Juni bis 14. Juli nicht verzichten, auch wenn sie nicht im Stadion oder vor einem Fernseher sitzen, auf ihr Smartphone schauen oder beim Public Viewing sind. Die Telekom überträgt sämtliche Treffer nach eigenen Angaben nahezu in Echtzeit auf mehr als 5500 digitale Bildschirme des Anbieters Ströer.

Diese Bildschirme stehen in Großstädten unter anderem in Einkaufszentren, Bahnhöfen sowie U- und S-Bahnsteigen. Nach Angaben der Telekom werden die etwa 20 Sekunden langen Szenen per Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

Thomas Müllers Fan-Appell: „Lasst und sein positives Zeichen setzen“

Fußball-Nationalspieler Thomas Müller hat vor dem Start der Heim-EM einen eindringlichen Appell an die deutschen Anhänger gerichtet. „Ich wünsche mir, dass wir uns als Gastgeber von unserer allerbesten Seite zeigen und die vielen Gäste mit offenen Armen und Herzen in Deutschland begrüßen. Es passiert genügend Mist in der Welt, lasst uns die EM nutzen, um ein positives Zeichen zu setzen. Vereint als Fußballfans und als Menschen“, schrieb der 34-Jährige in seinem Newsletter.

Beim Start der Vorbereitung hatten 15.000 Fans in Jena ein öffentliches Training der DFB-Auswahl besucht. „Diese enorme Energie der Menschen zu spüren, pusht uns nochmal zusätzlich. Wenn das munter so weitergeht und wir auf dem Fußballplatz auch unseren Teil dazu beitragen, wird es das Fußballfest, das wir uns alle erträumen“, betonte Müller.

Im Team spürt der Routinier vom FC Bayern, „dass sich jeder für das große Ziel Heim-EM völlig in den Dienst der Mannschaft stellt, ohne seine eigenen Stärken hintenanzustellen. Wir verstehen uns alle super und ich bin überzeugt, dass wir diese positive Energie auch mit in die Spiele nehmen werden.“

Hummels über Nagelsmann-Gespräch: „Kurz und enttäuschend“

Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte im Zuge der DFB-Kadernominierung umrissen, dass es nicht leicht war, Spielern wie Mats Hummels oder Leon Goretzka für die Heim-EM abzusagen. Nun sprach auch der BVB-Verteidiger Hummels, der am Samstag (1.6. 2024, 21 Uhr) im Finale der Champions League gegen Real Madrid steht, über Nagelsmanns Anruf und seine Nicht-Nominierung.

„Kurz und enttäuschend“ sei dieses verlaufen. „Nicht einmal zwei Minuten. Ich musste gerade los zum Training. Ich brauche in solchen Momenten aber auch kein langes Gespräch und keine große Erklärung. Das hat mir gereicht“, sagte der Innenverteidiger von Borussia Dortmund im Interview mit der Sport Bild.

Wenn er Nagelsmann richtig verstanden habe, „ging es ihm auch um andere Dinge als um das Akzeptieren einer Joker-Rolle“, erklärte Hummels weiter: „Es ging, so wie ich es verstanden habe, eher um altersbedingte Dinge wie Fitness.“ Hummels, der am Samstag (21.00 Uhr/ZDF und DAZN) mit dem BVB das Finale der Champions League gegen Real Madrid bestreitet, war für das vorläufige DFB-Aufgebot nicht berücksichtigt worden.

Der 35-Jährige zeigte dafür auch Verständnis. „Ich kann die Gedanken nachvollziehen, dass da eine Gruppe seit März wachsen sollte. Für mich als Einzelperson ist das bitter, weil ich aktuell zu den fünf besten Verteidigern in Deutschland gehöre, dieses Selbstvertrauen habe ich“, sagte Hummels, der bereits für die beiden Länderspiele in Frankreich (2:0) und gegen die Niederlande (2:1) nicht im Aufgebot gestanden hatte: „Wenn ich die Phase wie zuletzt vor der Nominierung im März gehabt hätte, dann wäre ich vielleicht dabei gewesen – und jetzt auch Teil des EM-Kaders.“

Heim-EM: Klarer DFB-Kurs bei der Kapitänsbinde

Nach den vielfältigen Debatten um die Kapitänsbinde bei den vergangenen großen Fußball-Turnieren hat sich der DFB für die EM auf eine klare Marschroute festgelegt. Ilkay Gündogan wird die deutsche Mannschaft beim Heimturnier mit der offiziellen UEFA-Binde aufs Spielfeld führen, wie der Deutsche Fußball-Bund am Dienstag bestätigte.

In den vor Turnierbeginn noch anstehenden EM-Testspielen gegen die Ukraine am 3. Juni in Nürnberg und am 7. Juni in Mönchengladbach gegen Griechenland wird es wieder eine schwarz-rot-goldene Binde sein. In diesen Partien kann der DFB das selbst festlegen. Für das EM-Turnier könnten die nationalen Verbände bei der UEFA auch ein eigenes Design anfragen. Das hat dem Vernehmen nach aber noch keine teilnehmende Nation getan.

Bei der vergangenen EM-Endrunde 2021 hatte der damalige DFB-Kapitän Manuel Neuer eine Regenbogen-Binde getragen, was zu UEFA-Ermittlungen führte. Bei der WM 2022 in Katar war dann der Streit um die One-Love-Binde als Zeichen für Menschenrechte eskaliert. Der Weltverband FIFA drohte vor dem ersten Turnierspiel mit harten Sanktionen. Daraufhin verzichteten mehrere Verbände aus Europa, darunter der DFB, auf die One-Love-Binde.

Als Konsequenz aus der aufgeheizten Binden-Debatte hatte der DFB schon im vergangenen Jahr die Konsequenz gezogen, dass der Kapitän das Nationalteam nach Möglichkeit mit Schwarz-Rot-Gold am Oberarm auf den Platz führt. Die „Bild“-Zeitung hatte 17 Tage vor dem EM-Eröffnungsspiel der DFB-Auswahl in München gegen Schottland die Binden-Pläne des DFB neu thematisiert.

Lothar Matthäus: Julian Nagelsmann wird Ilkay Gündogan „auf die Bank setzen“

Lothar Matthäus sieht DFB-Kapitän Ilkay Gündogan bei der Heim-EM nur als Reservisten. Er erwarte, dass Bundestrainer Julian Nagelsmann den 33-Jährigen „auf die Bank setzt“, schrieb der deutsche Fußball-Rekordnationalspieler in seiner Sky-Kolumne mit Blick auf das Eröffnungsspiel am 14. Juni gegen Schottland in München.

Diese Entscheidung hätte laut Matthäus drei Gründe: Die „mittelmäßigen“ Leistungen Gündogans in der abgelaufenen Saison beim FC Barcelona, die Rückkehr des „einzigartigen“ Toni Kroos in die DFB-Auswahl und die stärkere Alternative Leroy Sane. „Sane ist mit seinem Tempo und den Qualitäten, die er mitbringt, einfach eine andere fußballerische Waffe“, meinte Matthäus - „bei allem berechtigten Respekt vor der Person und dem Spieler Gündogan und selbstverständlich ist das hier nicht persönlich gemeint“.

Kroos könne „unser ganz großer Trumpf bei der Heim-EM werden“, schrieb Matthäus. Vor dem Weltmeister von 2014, dem er den Leverkusener Robert Andrich zur Seite stellen würde, würde er auf eine Dreierreihe mit den „schnellen Zauberern“ Jamal Musiala, Florian Wirtz und Sane setzen, die Sturmspitze Kai Havertz bedienen sollten.

Ein wirklicher Erfolg wird das Turnier aus Matthäus' Sicht nur mit dem finalen Triumph am 14. Juli in Berlin. „Für ein wahres Sommermärchen müssen wir den Titel holen!“ Doch schon in der Vorrunde lauerten Gefahren. „Vorsicht vor unseren Gruppen-Gegnern. Wir sind auch bei den letzten Turnieren als Mitfavoriten angetreten und haben geglaubt, wir hätten leichte Gruppengegner...“

DFB-Team im Trainingslager eingetroffen

Pascal Groß war der Erste, Leroy Sane kam mit dem Golfcart: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist in ihrem Trainingslager in Blankenhain eingetroffen. Nach Sportdirektor Rudi Völler und Bundestrainer Julian Nagelsmann trudelten am Sonntagabend die Profis mit ihren Familien im Spa & GolfResort Weimarer Land ein.

„Wir haben alle ein sehr gutes Gefühl. Es wird eine tolle Reise, jeder freut sich darauf“, sagte der Stuttgarter Maximilian Mittelstädt nach seiner Ankunft. Kurz nach den Spielern traf auch DFB-Präsident Bernd Neuendorf in Blankenhain ein.

Am Montag steht zunächst eine öffentliche Trainingseinheit in Jena vor rund 15.000 Fans auf dem Programm. Mittelstädt rechnet in den kommenden Tagen mit einem lockeren Aufgalopp. Wir werden uns nicht kaputt trainieren“, sagte der Linksverteidiger.

Dass die Familien im bis Freitag dauernden Trainingslager dabei sind, findet der ehemalige Berliner gut. „Das bringt noch einmal ein bisschen Lockerheit rein. Das ist eine coole Idee und für die Stimmung gut“, sagte Mittelstädt und formulierte hohe Ziele: „Wenn wir nicht das Ziel hätten, Europameister zu werden, dann bräuchten wir nicht mitspielen.“

Nagelsmann fehlen zum Start in die EM-Vorbereitung allerdings zehn Spieler aus seinem vorläufigen 27er-Kader. Manuel Neuer hat einen Infekt. Kapitän Ilkay Gündogan und Marc-Andre ter Stegen waren noch am Sonntagabend mit dem FC Barcelona im Einsatz. Die Leverkusener Doublesieger Florian Wirtz, Jonathan Tah und Robert Andrich reisen nach den Feierlichkeiten wohl erst am Mittwoch zur Mannschaft. Auf die Champions-League-Finalisten Toni Kroos, Antonio Rüdiger, Niclas Füllkrug und Nico Schlotterbeck muss der Bundestrainer auch noch beim Länderspiel am 3. Juni gegen die Ukraine in Nürnberg verzichten.

Julian Nagelsmann benennt DFB-Kader für Heim-EM 2024 – diese Spieler sind dabei

Bundestrainer Julian Nagelsmann hat am Donnerstag (16. Mai, 2024) auf einer DFB-Presskonferenz in Berlin seine Entscheidung bekannt gegeben, mit welchen Profis er die Heim-EM bestreiten will. Im Vorfeld wurden über verschiedene Kanäle bereits zahlreiche Nationalspieler nominiert. Nun wurde der Kader mit noch fehlenden Spielernamen ergänzt.

Der Bundestrainer nominierte insgesamt 27 Spieler in seinen vorläufigen Kader. Angeführt wird das Aufgebot von Kapitän Ilkay Gündogan. Mit Manuel Neuer, Toni Kroos und Thomas Müller gehören ihm noch drei Weltmeister von 2014 an. Rio-Held Mats Hummels fand wie Leon Goretzka oder der verletzte Serge Gnabry hingegen keine Berücksichtigung.

Mats Hummels und Leon Goretzka haben die Nachricht ihrer Nicht-Nominierung für die Heim-EM laut Bundestrainer mit „extremer“ Enttäuschung aufgenommen. „Ich hatte mit beiden längere Gespräche“, berichtete Nagelsmann. „Es sind keine schönen Entscheidungen, die man da trifft“, ergänzte der 36-Jährige. „Am Ende muss ich als Cheftrainer eine Entscheidung treffen im Sinne der Mannschaft.“

Der DFB-Kader für die EM in Deutschland im Überblick:

Torhüter: Manuel Neuer (38/Bayern), Alexander Nübel (27/VfB), Marc André ter Stegen (32/Barcelona), Oliver Baumann (33/Hoffenheim)

Abwehr: Jonathan Tah (28/Leverkusen), Antonio Rüdiger (31/Real Madrid), Nico Schlotterbeck (24/BVB), Robin Koch (27/Eintracht), David Raum (26/Leipzig), Joshua Kimmich (29/Bayern), Maximilian Mittelstädt (27/VfB), Benjamin Henrichs (27/Leipzig), Waldemar Anton (27/VfB)

Mittelfeld: Toni Kroos (34/Real Madrid), Ilkay Gündogan (33/Barcelona), Florian Wirtz (21/Leverkusen), Robert Andrich (29/Leverkusen), Pascal Groß (32/Brighton), Chris Führich (26/VfB) Aleksander Pavlovic (20/Bayern), Leroy Sané (28/Bayern), Jamal Musiala (21/Bayern)

Angriff: Niclas Füllkrug (31/BVB), Kai Havertz (24/Arsenal), Deniz Undav (27/VfB), Maximilian Beier (21/Hoffenheim), Thomas Müller (34/Bayern) 

Rapperin Nina Chuba verkündet EM-Nominierung von Wirtz

Rapperin Nina Chuba hat die EM-Nominierung von Bayer Leverkusens Meisterspieler Florian Wirtz öffentlich gemacht. Die Sängerin gab am Mittwochabend bei einem Konzert in Hamburg die Berufung des 21-Jährigen in den Kader der Fußball-Nationalmannschaft bekannt. Unter dem Jubel des Publikums meldete sich der Mittelfeldspieler dann per Video-Einspieler. „Ich freue mich über die Nominierung und natürlich schon auf den Sommer“, sagte Wirtz und wünschte den Konzertbesuchern noch einen schönen Abend.

Wirtz gilt nach einer herausragenden Saison mit der Werkself als eine der größten EM-Hoffnungen des deutschen Teams. Zuvor waren am Mittwoch die Berufungen von Antonio Rüdiger, Ilkay Gündogan, Joshua Kimmich, Robert Andrich, Pascal Groß, David Raum und Deniz Undav verkündet worden.

Der DFB gibt einzelne EM-Nominierung bereits seit Sonntag in TV-Sendungen und bei Instagram über prominente Personen oder Freunde und Bekannte der Profis bekannt. Die Präsentation des gesamten Kaders findet am Donnerstag (13.00 Uhr) in der Niederlassung von Generalsponsor VW in Berlin statt.

David Raum für EM-Kader nominiert

RB Leipzigs Linksverteidiger David Raum ist Teil des Europameisterschaft-Kaders von Bundestrainer Julian Nagelsmann. Das verriet ein Clip auf dem Instagram-Profil der Lufthansa. 

David Raum kommt im Nationalmannschaftsdress auf bislang 20 Einsätze. Ob er während der Heim-EM eine große Rolle spielen wird, ist unklar. Zuletzt erhielt Maximilian Mittelstädt vom VfB Stuttgart wiederholt den Vorzug vor Raum.

Müller mit EM-Nominierung in Videoclip? DFB: Nicht offiziell

Die deutschen EM-Fußballer werden derzeit auf unterschiedlichste Art und über allerlei Kanäle verkündet. Was Influencer, Dachdeckerinnen, die Tagesschau, Bäcker und Dönerläden können, das kann ich schon lange, dürfte sich dabei Thomas Müller gedacht haben. Der Bayern-Routinier veröffentlichte am Mittwoch einen Videoclip in den sozialen Medien, auf dem er in der Allianz Arena mit deutschem Trikot zu sehen ist. Als Hashtag wählte der 34-Jährige unter anderem #em2024.

Ist das also ein weiterer Kanal, mit dem der Deutsche Fußball-Bund einen seiner Spieler für das Heim-Turnier verkündet? Offenbar nicht! Auf Anfrage teilte der DFB mit, dies sei keine offizielle Aktion des Verbandes, sondern Müllers Eigenwerk. Da hat sich der Bayern-Schelm offenbar einen kleinen Scherz erlaubt.

In der Sache wird der Kern des Videoclips freilich schon stimmen. Müller gilt als sicherer Kader-Kandidat für die EM. Bundestrainer Julian Nagelsmann verkündet sein ganzes Aufgebot offiziell an diesem Donnerstag.

TVB Stuttgart gibt Undav-Nominierung bekannt

Deniz Undav vom VfB Stuttgart wird bei der Heim-EM dabei sein. Das gab der Handballverein TVB Stuttgart in einem Video auf Instagram bekannt. 

Undav war in der letzten Länderspielpause im März erstmals in den DFB-Kader berufen worden und kam in den Partien gegen Frankreich und die Niederlande jeweils zu Joker-Einsätzen. In der Bundesliga ist Undav einen Spieltag vor Ende der Saison mit 18 Treffern der erfolgreichste deutsche Torjäger.

Müller verkündet selbst: Auch Bayern-Routinier bei der EM

Keine Oma Lotti, kein Günther Jauch, keine Tagesschau: Thomas Müller verkündete die frohe EM-Botschaft kurzerhand selbst. In einem Video auf seiner Instagram-Seite, das ihn unter anderem bei einem Kunstschuss im neuen deutschen Nationaltrikot in der Allianz Arena zeigt, bekräftigte der Routinier von Bayern München: Auch ich fahre zur EURO. „Kick it like Müller“, schrieb der 34-Jährige dazu.

Der Weltmeister von 2014 wird sich bei seinem achten großen Turnier allerdings mit einer Nebenrolle begnügen müssen. Müller, der bislang 128-mal für Deutschland spielte (45 Tore), ist im Angriff aktuell nur Ersatz.

Werbetafeln in Berlin: Kapitän Gündogan bei der EM

Ilkay Gündogan ist als Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft für die EM gesetzt. Dennoch hat auch der Profi des FC Barcelona auf der Schnitzeljagd von Julian Nagelsmann sein kleines EURO-Filmchen bekommen.

In dem Video, das am Mittwochmittag im Netz auftauchte, waren bewegliche Werbetafeln auf dem Berliner Alexanderplatz zu sehen. Neben einem Porträt von Gündogan im DFB-Trikot war darauf die Botschaft zu lesen: „Ilkay Gündogan für Deutschland“.

Der 33-Jährige bestritt im März beim 2:1 gegen die Niederlande sein 75. Länderspiel. Wie damals soll er auch bei der EM als erfahrener „Zehner“ die beiden „Zauberlehrlinge“ Jamal Musiala und Florian Wirtz anleiten. Gündogan stand bereits bei der EM 2012 und 2021 sowie der WM 2018 und 2022 im DFB-Aufgebot. Die Turniere 2014 und 2016 verpasste er wegen Verletzungen.

„Bester Döner!“ Stammgast Rüdiger im Grill vorgestellt

Antonio Rüdiger liebte Döner schon als Jugendlicher, daran hat sich bis heute - trotz längst profihaftem Lebenswandel - nichts geändert. Und so erhielt der deutsche Abwehrchef sein EM-Ticket am Mittwochmittag auch von seinem Lieblingsgrill.

„Hisar Döner = Bester Döner“, kommentierte Rüdiger das kurze Video, in dem er bei „Hisar Fresh Food“ in der Yorckstraße im Berliner Stadtteil Schöneberg als 14. deutscher EURO-Starter bestätigt wurde. Dazu die Zeile: „Riesige Vorfreude aufs Turnier - let's goooo!“

Rüdiger, der in Berlin-Neukölln aufwuchs, ist bei „Hisar“ Stammgast und führte seine DFB-Kollegen im November nach dem 2:3 gegen die Türkei dorthin. Im Lokal hängt ein Trikot des Profis von Real Madrid. Besitzer Arif Keles: „Antonio kam schon her, als er noch bei Hertha 03 Zehlendorf in der Jugend gespielt hat. Nach dem Training kam er oft vorbei und hat sich einen Döner geholt.“

Der 31-jährige Rüdiger hat bislang 68 Länderspiele (drei Tore) bestritten, bei der EM 2021 und der WM in Katar war er Stammkraft. Allerdings muss Bundestrainer Julian Nagelsmann zu Beginn der Vorbereitung auf ihn verzichten: Rüdiger und Mittelfeldchef Toni Kroos stehen mit Real im Champions-League-Finale (1. Juni) und verpassen neben dem Trainingslager im Weimarer Land (26. bis 31. Mai) auch den vorletzten Test gegen die Ukraine (3. Juni).

GZSZ-Fan Kimmich von einer „Legende“ nominiert

Joshua Kimmich ist bekennender Fan der Seifenoper „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ auf RTL. Und da passte es gut, dass Wolfgang Bahro, der bei „GZSZ“ seit der ersten Folge den Hans-Joachim „Jo“ Gerner spielt, die Nominierung von Jo Kimmich für die Fußball-EM übernahm.

Bahro alias Gerner zeigte sich am Mittwochvormittag in einem kurzen Video in der Filmkulisse der Serie in Babelsberg und verkündete, er habe „die Ehre, einen weiteren Nationalspieler zu nennen, der bei der Europameisterschaft mitmachen wird“. Nach einer kurzen dramatischen Pause, in der er seine Sonnenbrille abnimmt, lüftet Bahro das Geheimnis: Kimmich.

Der Profi des FC Bayern und Bahro kennen sich flüchtig: Bei Werbeaufnahmen der DFB-Auswahl im November 2017 waren sie sich in Babelsberg begegnet. Kimmich bat den Schauspieler um ein Foto, das er mit dem Titel „Legende“ auf sein Instagram-Profil stellte.

Günther Jauch nominiert Pascal Groß

Günther Jauch setzt sein ernstestes Quiz-Master-Gesicht auf und stellt der Fußball-Nation seine „500-Euro-Frage“: Welcher Spieler wurde wohl für die EM nominiert? „A: Klein, B: Groß, C: Dick, D: Dünn?“ Die Lösung liege auf der Hand, meint der RTL-Mann: „Leute, das ist 'ne Fünf-Euro-Frage!“

Und tatsächlich: Auch Pascal Groß darf mit zur EURO. Der 33 Jahre alte Mittelfeldspieler von Brighton & Hove Albion ist der nächste Spieler, der vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) auf originelle Art und Weise als Turnierteilnehmer verkündet wurde. Groß hat bislang fünf Länderspiele bestritten und ist als Backup für das Zentrums-Duo mit Toni Kroos und Robert Andrich vorgesehen.

Kroos-Brüder verkünden nächste Nominierung

Der Nominierungsmarathon für die EM wird immer kurioser. Nicht von Bundestrainer Julian Nagelsmann, sondern von seinem Mitspieler Toni Kroos bekam Robert Andrich am frühen Mittwochmorgen die Turnier-Zusage. In der neuesten Auflage ihres Podcasts „Einfach mal luppen“ verkündeten die Kroos-Brüder Toni und Felix recht feierlich, dass der defensive Mittelfeldspieler von Bayer Leverkusen im Sommer erstmals für die Fußball-Nationalmannschaft bei einem großen Turnier dabei sein wird.

„Ich freue mich sehr, dass wir das hier machen dürfen, vor allen Dingen bei Rob. Die Bindung zu ihm ist bekannt, das haben wir besprochen und dass ich das hier sagen darf, ganz offiziell, dass mein guter Freund Robert Andrich, mit dem ich vor ein paar Jahren noch zusammen bei Union gespielt habe, dabei sein darf“, sagte Felix Kroos.

Andrich hatte unter Nagelsmann im Herbst in der Nationalmannschaft debütiert. Im März wurde der 29-Jährige nach dem DFB-Comeback von Toni Kroos zu dessen Nebenmann im defensiven Mittelfeld auserkoren. Dem Vernehmen nach hatte auch Kroos sich dafür stark gemacht. Andrich gilt als kompromissloser Abräumer mit Führungsqualitäten. Durch seinen Aufstieg im DFB-Zirkel verlor auch der nicht nominierte Leon Goretzka an Standing.

Wie üblich plauderten die Kroos-Brüder recht flapsig über die Nominierung. So äußerte Toni Kroos die Sorge, dass er doch nicht bei der EM dabei sein könnte. „Vielleicht stelle ich den vor, der mir den Platz weggenommen hat am Ende. Da wird es doch rund am Ende“, witzelte Kroos, der sicher bei der EM dabei sein wird und im Februar bei der Ankündigung seiner DFB-Rückkehr sich praktisch schon selbst das EM-Ticket ausgestellt hatte.

„Major Tom“-Sänger verkündet nächsten EM-Fahrer

Der Stuttgarter Maximilian Mittelstädt gehört zum Kader der deutschen Fußball-Nationalmannschaft für die Heim-EM - und zwar „völlig losgelöst“.

Die Berufung des 27-Jährigen wurde vom Sänger Peter Schilling bei Instagram verkündet. Dessen Hit „Major Tom“ hatte die deutschen Fußball-Fans im vergangenen März bei den Testspiel-Siegen in Frankreich (2:0) und gegen die Niederlande (2:1) verzückt. Gespielt wurde der Song als Torhymne, als Mittelstädt im zweiten Spiel in Frankfurt sein Premierentor erzielt hatte.

Bayern-Star bekommt EM-Ticket in Frankfurter Kunsthalle

Als großer Liebhaber moderner oder zeitgenössischer Kunst war Leroy Sané bisher nicht bekannt. Auf dem Porträt, das als Zeichen seiner EM-Nominierung am Dienstag von der Frankfurter Kunsthalle Schirn präsentiert wurde, macht der schnelle Stürmer des FC Bayern München aber einen zufriedenen und vor allem entschlossenen Eindruck.

Mit der PR-Aktion setzte der DFB am Dienstag die Reihe der ungewöhnlichen Turnierzusagen durch Bundestrainer Julian Nagelsmann fort. Trotz Rot-Sperre, die erst im letzten Testspiel vor dem EM-Start abläuft, und einer aktuell plagenden Schambeinentzündung wird Sané beim Heimturnier dabei sein.

Der 28-Jährige hofft, bei der EM endlich bei einem großen Turnier für die Fußball-Nationalmannschaft auch erfolgreich sein zu können. Nach dem Schnupper-Debüt als Jungstar bei der EM 2016, folgten die überraschende Ausbootung für die WM 2018 durch den damaligen Bundestrainer Joachim Löw, eine EM 2021 ohne Glanz und Torerfolg und kurz vor dem Start der verunglückten WM-Mission 2022 in Katar eine Knieblessur, die ihn bremste und behinderte.

Social-Media-Trio enthüllt nächste Nominierung

Kai Havertz vom FC Arsenal ist Teil des EM-Kaders. Das verkündete das Social-Media-Trio von „Calcio Berlin“ am Dienstag auf ihrem Instagram-Account. Havertz spielte in den vergangenen Monaten eine starke Saison mit dem FC Arsenal. Der Offensivspieler kann mit den Gunners in England noch Meister werden. In der Champions League war Arsenal im Viertelfinale gegen den FC Bayern ausgeschieden. Nagelsmann schätzt enorm, wie flexibel Havertz in der Offensive einsetzbar ist. Im vergangenen Jahr war ein kurzes Experiment mit dem 24-Jährigen als Außenverteidiger zwar gescheitert; der Bundestrainer hatte aber mehrfach betont, dass dies nicht an Havertz gelegen habe.

Havertz war bereits bei der EM 2020 und der WM in Katar im DFB-Kader und steuerte bei den für die deutsche Nationalelf enttäuschenden Turnieren jeweils zwei Treffer bei.

Mats Hummels und Leon Goretzka wohl kein Teil des EM-Kaders

Rio-Weltmeister Mats Hummels und Leon Goretzka gehören Berichten der „Bild“-Zeitung zufolge nicht zum Kader der Nationalmannschaft für die Heim-EM in diesem Sommer. Das Duo werde von Bundestrainer Julian Nagelsmann demnach nicht ins Aufgebot berufen, das an diesem Donnerstag vorgestellt wird. Einige Namen hatte der Deutsche Fußball-Bund in einer bislang einmaligen Kampagne in den vergangenen Tagen über verschiedene Medien und Plattformen bereits bekannt gegeben - unter anderem den von Hummels Teamkollegen bei Borussia Dortmund, Nico Schlotterbeck. Aleksander Pavlovic, ein direkter Konkurrent von Goretzka beim FC Bayern, wurde ebenfalls nominiert.

Eine offizielle Bestätigung lag am Dienstagmittag nicht vor. Hummels, der bei der WM 2014 mit der DFB-Auswahl in Brasilien den Titel gewonnen hatte, war von Nagelsmann, genau wie Goretzka, bereits nicht für die Test-Länderspiele im vergangenen März in Frankreich (2:0) und gegen die Niederlande (2:1) berufen worden. Bei den ersten Partien mit dem neuen Bundestrainer im Herbst 2023 waren beide Spieler noch dabei gewesen.

Verkündung in YouTube-Show: Robin Koch in EM-Kader berufen

Robin Koch ist als vierter Innenverteidiger für die Heim-EM nominiert, könnte aber am Ende das fünfte Rad am Wagen sein. Die Berufung des achtmaligen Nationalspielers von Eintracht Frankfurt wurde am Dienstag in der YouTube-Show „World Wide Wohnzimmer“ verkündet - als Teil der Kader-Schnitzeljagd vor der offiziellen Bekanntgabe durch Bundestrainer Julian Nagelsmann am Donnerstag (13.00 Uhr) in Berlin.

Koch (27) ist noch bis zum Saisonende von Leeds United an die Eintracht ausgeliehen, im Anschluss besitzt er einen Vertrag in Frankfurt bis 2027. Bekannt waren zuvor bereits die Nominierungen der Innenverteidiger Nico Schlotterbeck und Jonathan Tah, Antonio Rüdiger ist ohnehin gesetzt. Erwartet wird zudem die Berufung von Waldemar Anton - Koch oder eben der Stuttgarter könnte in diesem Fall von Nagelsmann vor Turnierbeginn noch gestrichen werden.

Beim Bäcker: Auch Führich für EM nominiert

Ganz schwäbisch beim Bäcker hat Chris Führich sich sein Ticket für die Fußball-EM im Sommer gesichert. Bei Julian Nagelsmanns Schnitzeljagd im Häppchenformat wurde der 26-Jährige vom VfB Stuttgart am Dienstag als sechster Spieler nach Nico Schlotterbeck, Jonathan Tah, Manuel Neuer, Aleksandar Pavlovic und Niclas Füllkrug nominiert.

Offiziell beruft der Bundestrainer sein Aufgebot von bis zu 26 Spielern am Donnerstag (13.00 Uhr) in Berlin. Führich ist bei der Heim-EM (14. Juni bis 14. Juli) ein Rollenspieler für die linke Offensivseite, für die Startelf ist er nicht vorgesehen.

Niclas Füllkrug gehört zum EM-Aufgebot

Stürmer Niclas Füllkrug gehört zum Aufgebot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft für die Heim-EM im Sommer. Der 31-Jährige von Borussia Dortmund wurde am Dienstagmorgen als fünfter Spieler nach Manuel Neuer, Nico Schlotterbeck, Jonathan Tah und Aleksandar Pavlovic beim Radiosender „1LIVE“ bekannt gegeben.

„Es macht mich so stolz“, sagte Füllkrug, der in der Morningshow des Senders zugeschaltet wurde. Der BVB-Star der kurz vor der WM 2022 sein Debüt gegeben hatte, erzielte in bislang 15 Länderspielen elf Tore. Mit den Schwarz-Gelben zog er vergangene Woche in das Finale der Champions League ein, in dem am 1. Juni in Wembley Real Madrid wartet.

EM-Tickets auch für Debütant Pavlovic und Nummer eins Neuer

Aleksandar Pavlovic wird für seine hervorragende Premierensaison beim FC Bayern München von Bundestrainer Julian Nagelsmann mit einer Nominierung für den vorläufigen EM-Kader belohnt. Der 20 Jahre alte Mittelfeldspieler gehört zum Aufgebot der Fußball-Nationalmannschaft für das Heimturnier in diesem Sommer, dies wurde am Montagabend in der RTL-Sendung „Exclusiv – Das Starmagazin“ verkündet. Moderatorin Frauke Ludowig (60) trug in der Sendung ein Trikot mit seinem Namen.

Nicht in einem Trikot von Manuel Neuer, aber mit professionellem Werkzeug gab die Social-Media-Dachdeckerin Chiara wenige Stunden später die EM-Teilnahme der deutschen Nummer eins bekannt.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) setzte damit seine ungewöhnliche Nominierungspraxis fort.

DFB enthüllt nächsten EM-Fahrer mit kuriosem Video

Jonathan Tah vom amtierenden Meister Bayer Leverkusen ist Teil des vorläufigen EM-Kaders von Bundestrainer Julian Nagelsmann. Das verkündete der Deutsche Fußball-Bund (DFB) in einem Video auf Instagram. Am Vortag war bereits die Nominierung von BVB-Verteidiger Nico Schlotterbeck bekannt gegeben worden.

Unter dem Motto „Unser Kader für Deutschland“ plant der DFB bereits jetzt die ersten Namen zu veröffentlichen, die sicher bei der Heim-EM dabei sein werden. Bis Donnerstag soll die Nominierung von rund ein Dutzend Spieler über Medien, Prominente, Influencer und Fans bekannt gegeben werden. Am Donnerstag um 13 Uhr soll dann der gesamten Kader für das Turnier im eigenen Land in einem Video verkündet werden.

BVB-Star Nico Schlotterbeck für EM nominiert

Innenverteidiger Nico Schlotterbeck von Borussia Dortmund gehört zum Aufgebot von Bundestrainer Julian Nagelsmann für die Fußball-EM. „Unheimlich dankbar für die kommende Europameisterschaft im eigenen Land nominiert zu werden!!!“, schrieb der 24-Jährige am Sonntagabend bei Instagram.

Zuvor hatte die ARD-„Tagesschau“ mit Verweis auf eine DFB-Quelle über die Nominierung berichtet. Auch nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wird Schlotterbeck zum Aufgebot für das Heimturnier gehören, das der Bundestrainer am Donnerstag in Berlin offiziell verkündet. Der DFB kommentierte den Instagram-Post der Tagesschau am Sonntag mit drei Herzen in Schwarz-Rot-Gold.

Nagelsmann belohnt Schlotterbeck für dessen zuletzt hervorragende Leistungen bei Borussia Dortmund, inklusive Einzug ins Finale der Champions League am 1. Juni gegen Real Madrid. Der Innenverteidiger hatte zuletzt im September 2023 beim 1:4 gegen Japan in Wolfsburg gespielt - dem letzten Spiel unter Bundestrainer Hansi Flick. Von Nagelsmann war er noch nie nominiert worden.

EM-Schock für Bayern-Star Serge Gnabry

Bundestrainer Julian Nagelsmann muss für die Fußball-Europameisterschaft ohne Serge Gnabry planen. Der Offensivspieler des FC Bayern München erlitt laut Club-Mitteilung vom Freitag beim Halbfinal-Aus in der Champions League gegen Real Madrid einen Muskelbündelriss im linken, hinteren Oberschenkel. Gnabry fehlt der Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel in den beiden Bundesliga-Spielen am Sonntag gegen den VfL Wolfsburg und danach auswärts bei der TSG 1899 Hoffenheim.

Wie lange der 28-Jährige insgesamt pausieren muss, prognostizierte der deutsche Rekordmeister nicht. Da ein Muskelbündelriss aber mehrere Wochen zur Heilung benötigt und Gnabry wiederholt in dieser Saison ausgefallen war, ist eine EM-Nominierung fast ausgeschlossen. Gnabry wäre vermutlich erst während des Turniers wieder einsatzbereit. Die EM beginnt am 14. Juni mit dem Eröffnungsspiel der deutschen Auswahl gegen Schottland. Zuvor absolviert das DFB-Team zwei Testspiele am 3. Juni gegen die Ukraine und am 7. Juni gegen Griechenland.

Gnabry, der zuletzt im November bei den Niederlagen gegen die Türkei und Österreich im Nationalteam dabei war, fehlte in dieser Saison mehrfach verletzt. Nach Hüftproblemen, einem Unterarmbruch und kurzer Erkrankung im vergangenen Jahr, musste er dreimal mit Muskelverletzungen aussetzen. Nachdem er im Februar nach längerer Pause sein Comeback gegeben hatte, musste er im April erneut über zwei Wochen lang pausieren. Gerade die Vielzahl der Muskelverletzungen lässt eine EM-Teilnahme als höchst unwahrscheinlich erscheinen.

Nagelsmann gibt in der kommenden Woche seinen vorläufigen EM-Kader bekannt. Bei der EM stehen nach der Schottland-Partie die Begegnungen gegen Ungarn (19. Juni) und die Schweiz (23. Juni) an. Beim FC Bayern startet die Vorbereitung auf die neue Saison im Juli.

Bruder verrät: Toni Kroos verzichtet für EM auf Süßigkeiten

Für eine erfolgreiche Heim-EM mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bringt Rückkehrer Toni Kroos ein süßes Opfer. „Er hat, glaube ich, seit Anfang des Jahres auf Süßigkeiten verzichtet“, sagte Bruder Felix Kroos der Deutschen Presse-Agentur bei der Digital- und Marketingmesse OMR in Hamburg: „Es geht ja um kleine Prozentpunkte, die man rauskitzeln kann.“

Sein bei Real Madrid unter Vertrag stehender Bruder investiere darüber hinaus sehr viel Zeit und Mühe für Fitness und Regeneration. „Deswegen überrascht es mich überhaupt nicht, dass er jetzt in dieser Saison wieder so performt, wie er es die letzten zehn Jahre bei Real auch gemacht hat“, sagte der frühere Bundesligaprofi von Werder Bremen und Union Berlin.

Doch nicht nur deswegen sei der 34-jährige Toni Kroos sowohl beim spanischen Topclub als auch im DFB-Team nach seiner Rückkehr im März ein absoluter Leistungsträger. Der Rio-Weltmeister greife auf eine immense Erfahrung zurück, „die man sich nicht kaufen kann“, so Felix Kroos (33): „Dazu die Qualität, die Lust, die Motivation, die körperlichen Voraussetzungen - er ist wenig verletzt, auch in dem Alter.“

Millionenkosten für EM-Städte: „Investition in die Host City“

Die Fußball-EM im Sommer kostet die zehn deutschen Ausrichterstädte eine Millionensumme im insgesamt dreistelligen Bereich. Die Städte geben dabei nach eigenen Angaben unter anderem Geld für die Bereiche Sicherheit, Fan Zonen, Verwaltung und Personal aus. Die Stadt München, in der auch das Eröffnungsspiel am 14. Juni zwischen der deutschen Nationalmannschaft und Schottland stattfindet, schätzt die Kosten beispielsweise auf etwa 21 Millionen Euro.

Auch die anderen sogenannten Host Cities geben beträchtliche Summen für die Heim-EM aus. So veranschlagt die Stadt Stuttgart 38 Millionen Euro, wie sie auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Hamburg geht nach eigenen Angaben von Kosten in Höhe von bis zu 30 Millionen Euro aus. Der Rat der Stadt Düsseldorf habe mehr als 20 Millionen Euro bereitgestellt, teilte ein Sprecher mit. Leipzig investiert nach eigenen Angaben circa 15 Millionen Euro. Und in Köln kostet das Event laut Stadt fast 14 Millionen Euro.

Trotz der gigantischen Kosten sehen die Ausrichterstädte das Sportereignis als Chance. „Die Ausgaben zur UEFA Euro 2024 können als eine Investition in die Host City München gesehen werden, um sich weiterhin den Ruf als Sportstadt und kompetenter Ausrichter von Sportgroßveranstaltungen zu erhalten und möglichst auszubauen“, hieß es aus der bayerischen Landeshauptstadt.

Der Sprecher der Stadt Düsseldorf gab an, dass nach aktuellem Stand keine finanziellen Risiken über das vereinbarte Budget hinaus zu erwarten seien. Auf der anderen Rheinseite, in Köln, teilte die Stadt mit, dass solche Großsportevents wie die EM immer mit Unwägbarkeiten verbunden seien, so dass ein gewisses Risiko nicht ausgeschlossen werden könne. Die Organisatoren rechnen mit Hunderttausenden Fans zur EM, die den Städten auch Einnahmen bescheren werden.

Julian Nagelsmann nominiert EM-Kader am 16. Mai

Zwei Tage vor dem letzten Bundesliga-Spieltag wird Julian Nagelsmann seinen Kader für die Fußball-Europameisterschaft verkünden. Wie der DFB am Freitag mitteilte, benennt der Bundestrainer sein Aufgebot für das Heimturnier am 16. Mai um 13.00 Uhr in Berlin. Mit Spannung wird erwartet, ob Nagelsmann an seinem Personalplan mit vielen jungen, unerfahrenen Akteuren als Herausforderern für gesetzte Stammkräfte aus den März-Länderspielen in Frankreich (2:0) und gegen die Niederlande (2:1) festhält und dafür auf erfahrene Spieler wie Mats Hummels, Leon Goretzka oder Robin Gosens verzichtet.

Unklar ist noch, wie viele Spieler Nagelsmann nominieren darf und überhaupt nominieren wird. Erwartet wird, dass die UEFA wieder 26 statt der vor der Corona-Pandemie üblichen 23 Akteure im Turnieraufgebot erlaubt. Der Bundestrainer präferiert eigentlich einen kleineren Kader, wie er kürzlich einräumte.

Zehn Tage nach der Nominierung beginnt in Blankenhain in Thüringen das erste Trainingslager der Fußball-Nationalmannschaft. Wie viele seiner EM-Spieler Nagelsmann dann schon zur Verfügung hat, ist allerdings auch noch ungewiss. Verzichten muss der 36-Jährige auf alle Akteure, die am 1. Juni (21.00 Uhr/DAZN/ZDF) im Champions-League-Endspiel in London stehen. Profis des FC Bayern München oder von Real Madrid und eventuell auch von Borussia Dortmund fehlen auch im EM-Test am 3. Juni (20.45 Uhr/ARD) in Nürnberg gegen die Ukraine.

Mit ein paar Tagen Verspätung werden die Spieler von Bayer Leverkusen anreisen, die am 25. Mai (20.00 Uhr/Sky/ARD) noch gegen den 1. FC Kaiserslautern im DFB-Pokalfinale spielen.

Am 31. Mai zieht der DFB-Tross von Thüringen ins EM-Quartier in Herzogenaurach um. Dort wird die Vorbereitung bis zum zweiten und letzten Test am 7. Juni (20.45 Uhr/RTL) in Mönchengladbach gegen Griechenland fortgesetzt. Kurz nach der Partie endet um Mitternacht die Frist für die endgültige Nominierung von 23 oder 26 Akteuren bei der UEFA.

Nach einem freien Tag kehren die DFB-Stars am 9. Juni wieder in Franken in ihre Turnierunterkunft zurück. Am 14. Juni (21.00 Uhr/ZDF/Magenta TV) steht das Eröffnungsspiel in München gegen Schottland an. Die weiteren Gruppenpartien finden am 19. Juni (18.00 Uhr/ARD/Magenta TV) in Stuttgart gegen Ungarn und am 23. Juni (21.00 Uhr/ARD/Magenta TV) in Frankfurt gegen die Schweiz statt.

Schnell sein ist Trumpf: Letzte große Chance auf EM-Tickets

Fußballfans, die bei der EM in diesem Sommer live im Stadion dabei sein wollen, haben an diesem Donnerstag die wohl letzte realistische Chance auf Tickets. Beginnend um 11.00 Uhr stellt die Europäische Fußball-Union UEFA ein Kontingent von über 100.000 Tickets zur Verfügung. Die wichtigsten Fragen für Fans und Interessierte:

Worauf kommt es an?

Vor allem auf Geschwindigkeit - und wahrscheinlich auch auf etwas Glück. Die UEFA vergibt die Karten über die Seite EURO2024.com/tickets nach dem Prinzip „First come, first serve“. Gemessen am bisherigen Interesse und den vorangegangenen Ticketphasen ist ein großer Andrang zu erwarten. Der Verband geht davon aus, dass die Karten sehr schnell verkauft sein werden - „insbesondere für stark nachgefragte Spiele wie Spiele mit Beteiligung des Gastgeberlandes Deutschland oder das Endspiel selbst“.

Woher kommen die Tickets?

Die zusätzliche Tranche für den sogenannten „Last-Minute-Verkauf“ wurde laut Organisationskomitee durch drei Faktoren möglich. Zum einen werden Tickets angeboten, die im März und April über die offizielle Wiederverkaufsplattform angeboten wurden. Die Finalisierung der Sitzpläne in den Stadien ist zudem abgeschlossen worden, wodurch weitere Plätze entstanden sind.

Außerdem soll es laut UEFA einen beträchtlichen Teil an vergünstigten Karten für Plätze mit Sichteinschränkung geben. Die Anzahl der verfügbaren Tickets variiert demnach von Spiel zu Spiel.

Wie liefen die Phasen bisher?

Insgesamt standen vor der ersten Verkaufsphase im vergangenen Jahr 2,7 Millionen Tickets zur Verfügung. Schon bei der ersten Phase, bei der 1,2 Millionen Karten zum Verkauf standen, gab es über 20 Millionen Bewerbungen - und dementsprechend viele Enttäuschte. Auch in weiteren Phasen gab es große Nachfrage. Wie schon bei der WM 2022 in Katar wird es keine Papiertickets geben. Die UEFA setzt auf ein ausschließlich digitales Konzept.

Gibt es weitere Möglichkeiten, im Stadion zu sein?

Es gibt auch einige sogenannte Hospitality Pakete mit Tickets, die für die meisten Fans jedoch preislich wohl eher nicht infrage kommen. Beim Eröffnungsspiel zwischen Deutschland und Schottland beginnen diese Tickets ab 3200 Euro, beim Finale am 14. Juli in Berlin ab 5900 Euro. Bei den meisten Vorrundenspielen können die Pakete ab einem Preis von 1250 Euro erworben werden. Derzeit sind die Pakete für alle 51 Turnierspiele verfügbar.

Völler: „German Endspiel“ wäre Problem für Nagelsmann

Bayern München und Borussia Dortmund fiebern einem möglichen Wiedersehen in Wembley entgegen, doch für Bundestrainer Julian Nagelsmann wäre ein zweites „German Endspiel“ nach 2013 in London „nicht optimal“, wie DFB-Sportdirektor Rudi Völler meinte.

Das Finale der Champions League im englischen Fußball-Tempel steigt am 1. Juni - und fällt damit mitten rein in die Vorbereitung der deutschen Nationalmannschaft auf die Heim-EM. Nagelsmann versammelt seinen Turnierkader vom 26. bis 31. Mai im Trainingslager im Weimarer Land, ehe der Umzug ins EM-Quartier in Herzogenaurach ansteht.

Sollten sich der FC Bayern im Halbfinale der Königsklasse gegen Real Madrid und der BVB gegen Paris St. Germain durchsetzen, würden Nagelsmann auch im vorletzten EM-Test am 3. Juni gegen die Ukraine in Nürnberg wichtige Spieler fehlen. Erst bei der Generalprobe am 7. Juni in Mönchengladbach gegen Griechenland stünde ihm sein komplettes Aufgebot zur Verfügung. Sollte Real die Bayern ausschalten, müsste Nagelsmann auf die Säulen Toni Kroos und Antonio Rüdiger aus Madrid verzichten. Nur bei PSG steht aktuell kein deutscher Nationalspieler unter Vertrag.

Ein deutsches Finale hätte aus Sicht von Völler aber auch eine positive Seite. „Für die Spieler ist es ein tolles Erlebnis, diese Erfahrung und Freude nimmst du ja mit in die Vorbereitung“, sagte er bei Welt-TV. Schon jetzt seien die Erfolge der Bayern, von Dortmund und Leverkusen in Europa „für den deutschen Fußball wunderbar“, ergänzte Völler: „Ich finde es toll nach der Kritik der letzten Jahre, wo es immer hieß: Die Premier League ist das Maß der Dinge, oder die Spanier - und wir sind so ein bisschen hinten dran.“

Zwar sehe auch er die englische Premier League als „die Topliga schlechthin, daran hat sich nichts geändert. Aber zwei Klubs im Halbfinale zu haben und Bayer Leverkusen in der Europa League im Halbfinale, da können wir schon ein bisschen stolz drauf sein.“

Umweltschützer bezeichnen Berliner Fanmeile als „ökologische Katastrophe“

Die Verlegung von Kunstrasen auf der Berliner Fanmeile während der Fußball-EM sorgt bei Umweltschützern für Kritik. „Es ist absurd, dass nur für den Werbeeffekt dieses völlig überflüssige Produkt verwendet werden soll“, sagte Janine Korduan als Referentin für Kreislaufwirtschaft beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland dem Magazin „Spiegel“. Allerdings hatte die Sportverwaltung im Dezember vergangenen Jahres mitgeteilt, dass der Kunstrasen nach der EM auf Berliner Bolzplätzen weiterverwendet werden soll.

Die Fanmeile in Berlin wird zwischen dem Brandenburger Tor und der Yitzhak-Rabin-Straße aufgebaut. Dort können die Fußball-Fans vom 14. Juni bis 14. Juli die Spiele der EM verfolgen. Korduan monierte, dass die Halme „einige Tonnen Mikro- und Nanoplastik emittieren“ und sieht eine „ökologischen Katastrophe“. Die Kulturprojekte Berlin GmbH verweist indes als Veranstalter darauf, dass der Kunstrasen „klimaneutral“ hergestellt und „100 Prozent recyclingfähig“ sei. Ein Naturrasen sei nicht infrage gekommen, da er hätte bewässert werden müssen.

Julian Nagelsmann formuliert klares Ziel für die EURO 2024

In bislang nicht geäußerter Deutlichkeit hat Julian Nagelsmann den Titelgewinn mit der Fußball-Nationalmannschaft bei der Heim-EM als Ziel ausgegeben. „Wenn du an einem Turnier teilnimmst, an einem Spiel teilnimmst, sollte die Grundidee sein, selbiges zu gewinnen. Die Grundidee haben wir nochmal versprachlicht beim letzten Lehrgang. Wir werden das auch nochmal verbildlichen, was die Spieler betrifft“, sagte Nagelsmann in einem Interview mit Magenta TV. „Es ist legitim und gesund, das auch vorzuleben, dass wir als Trainerteam und als Mannschaft antreten, um den Titel zu gewinnen“, fügte der 36-Jährige an.

Bislang hatte Nagelsmann kein konkretes EM-Ziel ausgerufen. DFB-Präsident Bernd Neuendorf hatte das Erreichen des Halbfinals als Marke genannt. Der Bundestrainer machte nun klar. „Auf jeden Fall sollten wir die Vorrunde überstehen, völlig klar, und dann die eine oder andere K.o.-Runde, um ergebnistechnisch von einer guten EM zu sprechen“, sagte er in dem am Donnerstag veröffentlichten Talkformat „Bestbesetzung“. Ob seine eigene Zukunft als Bundestrainer durch den gerade bis zur WM 2026 verlängerten Vertrag von einem EM-Abschneiden abhänge, beantwortete Nagelsmann nicht.

Ein EM-Erfolg sei schwer am reinen sportlichen Abschneiden zu bemessen, meinte Nagelsmann. „Du musst abwarten, wie die Spiele laufen, auch, gegen wen du spielst. Du kannst als Gruppenerster trotzdem einen sehr guten Gegner bekommen. Im Worst Case würden wir aus dem Turnier ausscheiden und trotzdem fragen, wie haben wir gespielt, wie haben wir die Menschen auch begeistert, wie haben wir uns selbst begeistert, in uns selbst die Emotionen geweckt, durch eine gute Art und Weise“, sagte Nagelsmann.

Robin Koch hofft auf „besonderen Sommer“

Nationalspieler Robin Koch von Eintracht Frankfurt glaubt fest an eine erfolgreiche Europameisterschaft. „Ich glaube, dass es ein sehr besonderer Sommer in Deutschland werden kann. Auch wenn die vergangenen Turniere weniger erfolgreich verliefen, gehört Deutschland immer zu den Favoriten“, sagte der Innenverteidiger dem „Kicker“ (Donnerstag). „Vor zwei Spielen hatte gefühlt halb Deutschland keine Lust auf die EM. Jetzt spürt man, dass es jeder kaum erwarten kann, bis es losgeht. Die Leistungen in den Spielen haben auch gezeigt, dass einiges möglich ist.“

Zu seinen eigenen Chancen, nach den erfolgreichen Testspielen gegen Frankreich (2:0) und die Niederlande (2:1) auch für den EM-Kader nominiert zu werden, sagte Koch: „Da ich beim letzten Mal dabei war und wir als Mannschaft gut funktionierten, sind die Erwartungen schon ein bisschen größer. Ich mache aber genau das, was ich auch vor der letzten Nominierung gemacht habe: mich zu 100 Prozent darauf zu fokussieren, Woche für Woche absolute Top-Leistungen auf den Platz zu bringen.“

Nico Schlotterbeck hofft weiter auf DFB-Nominierung

Nico Schlotterbeck hofft weiterhin auf seine Teilnahme an der Fußball-Europameisterschaft im Sommer. Im Interview des TV-Senders „Sky“ antwortete der Innenverteidiger von Borussia Dortmund auf die Frage, ob Bundestrainer Julian Nagelsmann auf ihn verzichten könne: „Wenn es nach mir geht, nicht.“ Allerdings hat Nagelsmann seit seinem Amtsantritt im vergangenen September den 24 Jahre alten Profi von Borussia Dortmund noch nicht einmal nominiert.

„Ich hoffe, dass er es irgendwann mal macht, am liebsten im Sommer“, sagte Schlotterbeck, der seine bisherigen elf Einsätze im DFB-Trikot allesamt vor Nagelsmanns Amtsübernahme absolviert hat. Schlotterbeck, der sein Länderspiel-Debüt im März 2022 beim 2:0-Sieg gegen Israel gab, kam auch bei der WM in Katar zu zwei Nationalmannschafts-Einsätzen.

Doch aufgeben will der 24-Jährige nicht, beim Champions-League-Halbfinalisten BVB ist er trotz namhafter Konkurrenten wie Mats Hummels und Niklas Süle in der Innenverteidigung gesetzt. Mit Blick auf den EM-Kader von Nagelsmann sagte Schlotterbeck: „Ich probiere, mit Leistung zu überzeugen. Und wenn ich das am Schluss hinkriege und er mich nominiert, dann freue ich mich. Wenn es nicht so ist, dann ist es Fußball, dann muss ich weiter nach vorne schauen. Aber ich gebe mein Bestes, damit es passiert.“

Felix Kroos: DFB-Rückkehr von Toni hat „die Massen begeistert“

Nach Ansicht von Ex-Fußballprofi Felix Kroos hat das Comeback seines Bruders Toni wesentlich zur EM-Vorfreude in Deutschland beigetragen. Es habe den 33-Jährigen beeindruckt, „wie er sehr er auch die Massen begeistert hat, wie er das Fußballland ein bisschen zusammengebracht hat und da auch mit seiner Person einen wesentlichen Beitrag geleistet hat, dass die Vorfreude einfach wieder da ist und der Optimismus“, sagte der jüngere Kroos-Bruder am Montagabend am Rande der Verleihung der diesjährigen Sepp-Herberger-Awards in Berlin.

Nach fast drei Jahren Pause holte Bundestrainer Julian Nagelsmann im Februar den Weltmeister von 2014 und Real-Madrid-Star in die Nationalmannschaft zurück. Die Vorfreude auf das Heim-Turnier sei seitdem umso größer, sagte Felix Kroos. „Man hat einfach Bock auf einen geilen Sommer, auf eine gute Stimmung im Land, auf eine Gemeinschaft im Land. Ich glaube, das sollte das größte Ziel sein, dass wir zueinanderfinden auf allen Ebenen, nicht nur sportlich, auch gesellschaftlich.“

DFB-Chef über Nagelsmann-Verlängerung: Bringt nötige Ruhe

DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat sich erfreut gezeigt, dass die Personaldebatte rund um Julian Nagelsmann mit dessen Vertragsverlängerung als Bundestrainer noch vor der Heim-EM beendet ist.

„Das bringt jetzt die nötige Ruhe. Wir haben keine Personaldebatten rund um die wichtige Europameisterschaft im eigenen Land. Das ist das, worum es geht, den Fokus jetzt auf das Sportliche zu richten“, sagte Neuendorf am Montagabend in Berlin am Rande der Verleihung der Sepp-Herberger-Awards.

„Das ist sicherlich eine Entscheidung, die gewachsen ist über die letzten Monate“, erklärte der 62 Jahre alte Neuendorf. Das vierköpfige Team aus Ex-Nationalspieler und Funktionär Rudi Völler, DFB-Geschäftsführer Sport Andreas Rettig, Neuendorf und Nagelsmann habe sich in den letzten Monaten „gut zusammengefunden“.

Die überzeugenden Testspielsiege gegen Frankreich und die Niederlande hätten „vielen Menschen jetzt auch Zuversicht gegeben, dass wir gut abschneiden können bei dem Turnier. Ich glaube schon, dass man das insgesamt spürt, dass die Vorfreude jetzt deutlich gestiegen ist“.

Umfrage: Jeder Zweite schaut Fußball-EM im TV

Jeder zweite Erwachsene in Deutschland wird sich Spiele der kommenden Fußball-Europameisterschaft (14. Juni bis 14. Juli) im Fernsehen oder im Live-Stream anschauen. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag des Internetknotens DE-CIX hervor, die am Montag in Frankfurt/Main veröffentlicht wurde. Das Fußballfieber steckt aber nicht alle an: 43 Prozent der Befragten sagten, dass sie die EM nicht verfolgen möchten. Der Rest hatte sich noch keine Meinung gebildet.

Bei der YouGov-Studie wurden in der zweiten April-Woche insgesamt 2035 Personen ab 18 Jahren in Deutschland befragt. Die Umfrage ist repräsentativ für die Bundesrepublik.

4 Prozent der Befragten wollen mehrere Spiele, aber nicht das komplette Programm verfolgen. Jeder Zehnte hingegen möchte sich kein einziges Match entgehen lassen. Nur sechs Prozent der Teilnehmer der Befragung möchten ausschließlich zum Finale einschalten. Dabei interessieren sich Männer eher für die EM als Frauen. 60 Prozent der Männer und 40 Prozent der Frauen planen, Spiele anzuschauen.

Unter den potenziellen Zuschauern setzt die Mehrheit auf ein klassisches Erlebnis vor dem TV-Gerät. 55 Prozent von ihnen wollen die EM im linearen Fernsehen verfolgen. Immerhin knapp ein Viertel (24 Prozent) ergänzt die klassische TV-Nutzung um Online-Streams. 16 Prozent der EM-Interessierten setzen sogar ausschließlich auf Streamingdienste und Apps.

Wer die EM online verfolgt, greift dabei besonders oft zur Fernbedienung eines Smart-TVs (61 Prozent). Für 34 Prozent ist das Smartphone und für 30 Prozent das Laptop das Endgerät der Wahl, um die EM-Spiele zu verfolgen.

Leon Goretzka will Kampf um EM-Ticket annehmen

Leon Goretzka hat mit einem herausragenden Auftritt gegen den 1. FC Union Berlin eine Bewerbung für die Heim-EM abgeschickt. „Das ist mein klares Ziel. Ich glaube. Aktuell ist meine Einstellung, dass ich versuche, immer auf dem Platz zu stehen und Julian (Nagelsmann) zu zeigen, dass ich da bin und den Kampf annehme. Das versuche ich Woche für Woche auf den Platz zu bringen, um irgendwie noch auf den Zug aufzuspringen“, sagte Goretzka bei Sky nach dem 5:1 gegen den 1. FC Union Berlin.

Goretzka war für die Testspiele Ende März nicht berücksichtigt worden. Für keinen sei die Tür zu, hatte Nagelsmann anschließend gesagt. In Berlin avancierte der Mittelfeldspieler zum Mann des Abends. Der 29-Jährige traf nicht nur zum wichtigen 1:0, er sprühte vor Spielfreude und war an gleich drei weiteren Toren entscheidend beteiligt. Nahezu überall auf dem Feld war Goretzka zu finden und sorgte mit zahlreichen Sprints in die Tiefe für Freiräume auf den Flügeln.

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus lobte bei Sky „die kämpferische Qualität“ Goretzkas. „Die Tempowechsel, das Nachgehen in den Strafraum, die Zweikampfstärke. Leon ist immer ein wichtiger der Spieler für die Mannschaft, nicht nur bei Bayern, bei der Nationalmannschaft“, befand Matthäus. Auch Bayern-Coach Thomas Tuchel war begeistert. „Er hat Form auch wieder gekriegt. Er ist stark und hat uns geholfen, zu gewinnen“, urteilte der 50-Jährige.

Julian Nagelsmann verlängert mit dem DFB – Vertrag bis 2026

Julian Nagelsmann bleibt über die Heim-Europameisterschaft im Sommer hinaus Bundestrainer und soll die Fußball-Nationalmannschaft auch zur nächsten Weltmeisterschaft in zwei Jahren in den USA, Kanada und Mexiko führen. Der DFB konnte die Erfolgsmeldung der Vertragsverlängerung mit Nagelsmann exakt 56 Tage vor dem EM-Eröffnungsspiel gegen Schottland am 14. Juni in München verkünden.

Nagelsmann wird also nach dem Heimturnier im Sommer nicht wieder Vereinstrainer und kehrt damit auch nicht in die Bundesliga zum FC Bayern München zurück. Beim deutschen Rekordmeister war er als heißer Kandidat für die Nachfolge von Thomas Tuchel gehandelt worden, mit dem die Bayern die Zusammenarbeit am Saisonende vorzeitig beenden.

„Das ist eine Entscheidung des Herzens“, äußerte Nagelsmann am Freitag in der DFB-Mitteilung. „Es ist eine große Ehre, die Nationalmannschaft trainieren und mit den besten Spielern des Landes arbeiten zu dürfen. Mit erfolgreichen, leidenschaftlichen Auftritten haben wir dabei die Chance, ein ganzes Land mitzureißen“, sagte er mit Blick auf die EM.

„Einen Vorgeschmack darauf haben die beiden Siege gegen Frankreich und die Niederlande im März gegeben. Die Begeisterung der Fans hat mich sehr berührt. Gemeinsam wollen wir jetzt eine erfolgreiche Heim-EM spielen, dafür brennen wir alle. Danach freue ich mich gemeinsam mit meinem Trainerteam sehr auf die Herausforderung einer Weltmeisterschaft“, fügte Nagelsmann hinzu.

Der 36-Jährige hatte im vergangenen Herbst die Nachfolge von Hansi Flick angetreten. Nach einem mäßigen Start schaffte es Nagelsmann mit einem radikalen Kaderumbau und den zwei großen Testspielsiegen beim bestens aufgegangenen Comeback von Toni Kroos im Nationalteam, einen Stimmungsumschwung vor der EM zu erzeugen. Weitere Gruppengegner des DFB-Teams sind neben Schottland noch Ungarn und die Schweiz. Die EM-Vorbereitung startet Nagelsmann am 26. Mai mit einem Trainingslager im Weimarer Land.

Nagelsmann-Berater kündigt Entscheidung in „fünf, sechs, sieben Tagen“ an

Der Berater von Bundestrainer Julian Nagelsmann hat eine Entscheidung über die Zukunft des umworbenen Coaches für die kommenden Tage angekündigt. Jeder frage ihn derzeit, ob Nagelsmann wieder zum FC Bayern München gehen werde oder welche Pläne er habe, sagte Volker Struth laut Informationen von „Sky“ in einer noch nicht veröffentlichten Folge von „Spielmacher - der EM-Podcast von 360Media mit Sebastian Hellmann“ und meinte demnach: „Das wird sich in den nächsten Tagen entscheiden. Das entscheidet sich zeitnah. In den nächsten fünf, sechs, sieben Tagen.“

Die Bosse des FC Bayern München wollten sich nach dem Einzug ins Halbfinale der Champions League nicht äußern. Die Trennung vom aktuellen Trainer Thomas Tuchel - Nagelsmanns Nachfolger beim deutschen Fußball-Rekordmeister - zum Ende der Saison ist bereits beschlossen.

„Es wäre ja totaler Quatsch zu sagen, dass wir uns nicht mit Interessenten unterhalten. Ohne dass ich jetzt sagen möchte, wer die Interessenten sind. Ich kann nur sagen, es ist nicht nur Bayern München“, sagte Struth den Angaben zufolge. „Das ist normal. Das ist mein Job und es wäre den Medien gegenüber ein Stück weit Verarsche, wenn man sagen würde, wir führen keine Gespräche. Natürlich führen wir jetzt Gespräche.“

Nagelsmann muss EM-Vorbereitung ohne Wembley-Finalisten starten

Bundestrainer Julian Nagelsmann wird die erste Vorbereitungsphase der Fußball-Nationalmannschaft auf die Heim-EM nicht mit dem kompletten Kader bestreiten können. Denn es steht nun fest, dass entweder der FC Bayern München um Kapitän Manuel Neuer oder Halbfinalgegner Real Madrid mit den DFB-Stammkräften Toni Kroos und Antonio Rüdiger ins Finale am 1. Juni einziehen wird.

Das Endspiel in London könnte zudem Borussia Dortmund um Torjäger Niclas Füllkrug erreichen. Der BVB trifft im Halbfinale auf Paris Saint-Germain, das keine deutschen EM-Kandidaten im Kader hat.

Nagelsmann versammelt den (vorläufigen) EM-Kader am 26. Mai, dem Tag nach dem DFB-Pokalfinale des neuen deutschen Meisters Bayer 04 Leverkusen gegen den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern in Blankenhain in Thüringen zum Trainingslager. Vom 1. Juni an setzt das DFB-Team die Vorbereitung auf das Heimturnier in Herzogenaurach fort. Die Teilnehmer am Champions-League-Endspiel dürften auch beim vorletzten EM-Test am 3. Juni in Nürnberg gegen die Ukraine nicht dabei sein, sondern womöglich erst danach zum Team stoßen.

„Natürlich ist es gut, wenn alle da wären“, hatte Nagelsmann während der Länderspielphase im März gesagt, aber zugleich betont, dass auch bei ihm „die Freude überwiegt, wenn Spieler ins Champions-League-Finale kommen“. Das Endspiel biete für die Akteure „emotionale Highlight-Momente“, die anschließend auch dem Nationalteam helfen könnten.

Teamgefüge „einzigartig“: Raum sieht Basis für erfolgreiche Heim-EM

Nationalspieler David Raum sieht die vergangenen Länderspiele gegen Frankreich und die Niederlande als Initialzündung für eine erfolgreiche Heim-EM. „Da ist etwas entstanden“, sagte der Verteidiger von RB Leipzig dem „Kicker“. „Ich war jetzt zwei Jahre dabei, aber eine solche Turnier-Dynamik und solch ein Team-Gefüge war bei diesem Lehrgang einzigartig. Das gibt einem ein richtig gutes Gefühl Richtung EM.“

Raum war beim 2:0 in Lyon ohne Einsatz geblieben, spielte beim 2:1 in Frankfurt in den letzten elf Minuten. Im DFB-Team ist Maximilian Mittelstädt vom VfB Stuttgart derzeit als linker Verteidiger gesetzt, Raum ist vom Bundestrainer als Back-up vorgesehen. „Julian Nagelsmann hat mir klar aufgezeigt, dass ich für das Gefüge der Mannschaft als physischer Mentalitätsspieler wichtig sein kann. Diese Rolle habe ich akzeptiert und gut angenommen, so wurde mir das auch mitgeteilt“, sagte der 25-Jährige.

Den Status als Nummer zwei auf der linken Abwehrseite akzeptiert Raum. „Mit den Jahren habe ich gelernt, dass es im Fußball wichtig ist, seine Rolle anzunehmen und dranzubleiben“, sagte Raum. Es könne auch sehr schnell in die andere Richtung gehen. In dieser Spielzeit ist Raum in Leipzig zum unumstrittenen Stamm- und Führungsspieler gereift. Mit neun Tor-Vorlagen gehört er zu den Top Ten der Bundesliga.

Pavlovic glaubt fest an seine EM-Chance

Youngster Aleksandar Pavlovic vom FC Bayern glaubt fest an seine EM-Chance. „Natürlich ist es das Ziel“, sagte der Münchner, der schon für die Länderspiele gegen Frankreich und die Niederlande im März erstmals nominiert war, wegen einer Erkrankung aber absagen musste. „Blöd gelaufen“ sei das damals, meinte Pavlovic.

Bundestrainer Julian Nagelsmann hätte ihn „gerne dabei gehabt, aber er konnte auch nicht viel machen“, meinte der 19-Jährige. „Dass es dann am Ende nicht mit der Länderspielreise geklappt hat, war sehr bitter für mich“, erklärte Pavlovic auf der Vereinshomepage: „Ich hatte meinen Koffer schon gepackt und habe anfangs noch gehofft, dass ich nachreisen könnte...“

Schon der Moment der Nominierung sei „unglaublich“ gewesen. „Als mich Herr Nagelsmann kontaktiert hat, habe ich großen Stolz verspürt. Ich kann mir kein besseres Gefühl vorstellen.“ Klar, dass er es wieder erleben will - am liebsten schon im Mai, wenn Nagelsmann seinen Turnierkader berufen wird - trotz Konkurrenten wie Toni Kroos, Robert Andrich, Pascal Groß oder Leon Goretzka auf seiner Position. Pavlovic will alles geben, „um mich für eine weitere Berufung zu empfehlen“.

Nagelsmann hofft auf EM-Schub durch Leverkusener Meisterprofis

Bundestrainer Julian Nagelsmann hofft auf einen EM-Schub durch die Spieler von Bayer Leverkusen nach dem Gewinn des Meistertitels. „Das kann uns als Team nur guttun“, sagte Nagelsmann mit Blick auf den Anteil der Nationalspieler wie Florian Wirtz am Triumph der Werkself. Dieser Erfolg werde diese Spieler auch bei der Heim-Europameisterschaft beflügeln, versicherte Nagelsmann in einer Mitteilung des Deutschen Fußball-Bunds am Sonntag.

„Die Handschrift von Trainer Xabi Alonso ist klar zu erkennen. Die Spieler treten als Einheit auf, sind taktisch diszipliniert und zweikampfstark, zugleich variabel, kreativ und spielfreudig. Die Leistungen der Mannschaft sind ein Beleg dafür, wie wichtig die richtige Mischung von Qualität und Mentalität ist“, urteilte Nagelsmann.

DFB-Sportdirektor Rudi Völler, einst selbst lange in Leverkusen als Spieler und Funktionär, bewertete den Titeltriumph als „Ergebnis einer weitsichtigen, intelligenten und leidenschaftlichen Arbeit“. Völler stellte zudem fest: „Den Begriff „Vizekusen“ habe ich noch nie leiden können - jetzt ist er Geschichte und das absolut zurecht.“

DFB-Präsident Bernd Neuendorf würdigte den neuen deutschen Meister mit den Worten: „Die Mannschaft spielt unter ihrem Trainer Xabi Alonso mitreißenden, meisterlichen Fußball, hat noch kein Spiel verloren und nie einen Zweifel daran gelassen, wer am Ende ganz oben stehen würde. Bayer 04 Leverkusen hat es in dieser Bundesliga-Saison zu keinem Zeitpunkt spannend gemacht – ein größeres Kompliment kann es nicht geben.“

Auch die Spitze der Deutschen Fußball Liga schickte Glückwünsche nach Leverkusen. „Mannschaft, Trainerteam, Clubführung, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Fans haben als echte Einheit Außergewöhnliches geleistet“, hieß es in einer DFL-Mitteilung im Namen der Geschäftsführer Marc Lenz und Steffen Merkel. Beide werden die Meisterschale am 34. Spieltag in der BayArena überreichen.

Völler erwartet Nagelsmann-Entscheidung vor EM

DFB-Sportdirektor Rudi Völler erwartet eine Entscheidung über die Zukunft von Bundestrainer Julian Nagelsmann vor der Heim-EM. „In den nächsten Wochen wird es eine Entscheidung geben, ohne ein spezielles Datum zu nennen“, sagte Völler bei einem Telekom-Termin in Bonn.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) würde den Vertrag mit Nagelsmann gerne verlängern. Ein Selbstläufer wird das nicht. „Er hat viele Anfragen, er kann aus vielen Top-Klubs wählen. Wir warten ab“, sagte Völler, der dem Verband bis zur WM 2026 erhalten bleibt. Für Nagelsmann sei es „eine schwierige Entscheidung“. Doch unabhängig davon, ob der 36-Jährige sein Ja-Wort gibt, ist sich Völler sicher: „Wir werden mit ihm eine tolle EM spielen.“

Die Rückholaktion von Toni Kroos hält Völler für eine der wichtigsten Entscheidungen des Bundestrainers. „Ich habe ihn in Leverkusen ja auch schon als jungen Spieler erlebt. Er hat diese Abgebrühtheit. Toni ist der Spieler, der die Ruhe und Gelassenheit hat“, lobte der Sportdirektor.

Nach den Siegen in Frankreich (2:0) und gegen die Niederlande (2:1) blickt Völler dem Turnier im Sommer (14. Juni bis 14. Juli) optimistisch entgegen. Frankreich sei aber immer noch „der Top-Favorit“ auf den Titel. „Wir wollen uns dahinter mit fünf, sechs anderen Nationen einreihen, um den Franzosen zu folgen. Mit den beiden letzten Länderspielen ist es gelungen, wieder eine gewisse Euphorie zu erzeugen“, sagte Völler, der seinen Vertrag beim DFB Anfang der Woche bis zur WM 2026 verlängert hat.

Euphorie wächst: Länderspiele fast ausverkauft

Die Euphorie wächst: Die beiden Länderspiele der Nationalmannschaft kurz vor der Heim-EM sind fast ausverkauft. Das vermeldete der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Donnerstag. Für die Begegnung gegen die Ukraine am 3. Juni in Nürnberg wurden bisher rund 42.000 Tickets verkauf, für die Turnier-Generalprobe gegen Griechenland in Mönchengladbach am 7. Juni rund 45.000. Für beide Spiele gibt es nur noch Restkarten.

Die erfolgreichen Länderspiele in Frankreich (2:0) und gegen die Niederlande (2:1) weckten zuletzt die Hoffnungen bei den Fans auf eine erfolgreiche EM. Die DFB-Auswahl startet am 14. Juni in München gegen Schottland ins Turnier. Weitere Gruppengegner sind Ungarn (19. Juni/Stuttgart) und die Schweiz (23. Juni/Frankfurt). Zuvor steht noch ein Trainingslager im Weimarer Land (26. bis 31. Mai) auf dem Programm.

Nach Kritik am Nike-Deal: Habeck trifft DFB-Bosse im pinken Trikot

Nach seiner Kritik am Ausrüster-Wechsel des Deutschen Fußball-Bundes hat sich Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck mit den DFB-Bossen zum Austausch getroffen und dabei das pink-lila Auswärtstrikot der Nationalmannschaft getragen. „Hab mich dann doch für den pinken Kassenschlager entschieden – die Nummer 10 überlasse ich lieber Musiala auf dem Platz“, schrieb der Grünen-Politiker in einem Post am Mittwochabend bei Instagram zu einem Bild, das ihn, DFB-Präsident Bernd Neuendorf und DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig zeigt: „Danke DFB für den guten Austausch. In 65 Tagen ist Anpfiff – ich freu mich auf die EM und unser DFB-Team.“

Habeck hatte zum Ausrüster-Wechsel von Adidas zum US-Sportartikelgiganten Nike ab 2027 gesagt, er hätte sich vom DFB „ein Stück mehr Standortpatriotismus gewünscht“. Adidas hat seinen Firmensitz in Herzogenaurach. Neuendorf sagte als Reaktion, die Aussagen mancher Politiker hätten ihn „ein Stück weit fassungslos“ gemacht. Habeck zeigte sich daraufhin offen für ein Gespräch mit Neuendorf über den Nike-Deal des Verbandes. Das Treffen habe am Mittwoch auf Einladung des Ministers stattgefunden, hieß es aus seinem Haus.

Der DFB hatte vor knapp drei Wochen bekannt gegeben, den Vertrag mit Dauerpartner Adidas Ende 2026 nach mehr als 70 Jahren auslaufen zu lassen. Von 2027 an bis Ende 2034 wird Nike den DFB ausstatten. Das Angebot von Nike habe „weit über“ denen der Konkurrenten gelegen, hatte Neuendorf den Wechsel auch mit finanziellen Aspekten begründet.

Englische Medien warnen Fußballfans vor deutscher „Zombie-Stadt“

Die UEFA empfiehlt den englischen Fans bei der Fußball-Europameisterschaft in Deutschland die Hotels im Frankfurter Bahnhofsviertel anzusteuern. Die britische Boulevardzeitung „The Sun“ nennt die Gegend rund um den Hauptbahnhof Frankfurt ein „Zombie-Viertel“ und warnt die Fußballbegeisterten vor den „gefährlichsten Slums in Deutschland“.

Laut den Organisatoren der EURO 2024 besticht das Bahnhofsviertel durch seine zentrale Lage sowie die gute Anbindung zum Frankfurter Flughafen, der FanZone und zum Deutsche Bank Park, in dem insgesamt fünf Spiele ausgetragen werden, und macht den Stadtteil so zu einer „besonders reizvollen Wahl“. Die „Sun“ sieht das etwas anders. Die Zeitung kritisiert die „ahnungslosen Fußball-Bosse“, die den Fans das Problemviertel, trotz der Kriminalität und Drogenszene, ans Herz legen.

Der Bericht der britischen Boulevardzeitung spricht von 5.000 Drogenabhängigen und 300 Dealern, welche die anreisenden englischen Anhänger gefährden könnten und erwähnt Schießereien sowie Gewalttaten, die auf offener Straße und am helllichten Tag vonstattengehen würden.

Zahlreiche Fotos und ein Video von den sogenannten „Drogen-Zombies“ untermalen die Dramaturgie der Berichterstattung und dürften bei den britischen Fans für Angst und Panik sorgen, wie eine Stimme eines Mitglieds einer Fan-Vereinigung zeigt: „Als jemand, der mit seinem jungen Sohn zur EURO reisen will, ist es beunruhigend, dass die UEFA Empfehlungen ausspricht, ohne richtige Untersuchungen gemacht zu haben. Die Naivität in dieser Situation könnte ahnungslose Fans und Familien in Gefahr bringen“, warnte ein besorgter Fan.

Die Three Lions werden ihr zweites Gruppenspiel gegen Dänemark in Frankfurt spielen. Trotz der kritischen Berichte von der Insel ist mit einem erhöhten englischen Fan-Aufkommen in der Stadt am Main zu rechnen. Die Frankfurter Polizei kündigte bereits an, die Sicherheitsvorkehrung anlässlich zur EM in Deutschland zu verschärfen.

Nagelsmann für kleinen EM-Kader: „Bin eher bei 23“

Bundestrainer Julian Nagelsmann präferiert bei der Heim-EM im Sommer (14. Juni bis 14. Juli) einen kleineren Kader. „Ich bin generell eher bei 23, ich kann aber alle Argumente auch für 26 verstehen“, sagte Nagelsmann am Montag bei einem Workshop der Nationaltrainer der 24 EM-Teilnehmer in Düsseldorf: „Ich finde, dass man das relativ offenhalten kann.“

Sein Vorschlag wäre, „eine maximale Anzahl von 26“ Spielern festzulegen, „und jeder kann dann entscheiden, ob er weniger mitnimmt“, sagte er. Österreichs Nationaltrainer Ralf Rangnick stimmte zu: „Ich wäre dafür, dass jeder Trainer selbst entscheiden kann, ob er 23, 22 oder 20 Feldspieler mitnehmen will.“

Nagelsmann rechnete vor: „Am Ende sind es in allen Vereinen, die erfolgreich sind, 14 oder 15, die die Minuten sammeln. Und fünf, sechs kriegen dann noch fünf Prozent der Spielzeit.“

Dies könne man auch auf die Nationalmannschaft übertragen. „Was die Kaderhygiene angeht, Handling von Spielern, darf es in meinen Augen nicht so sein wie bei der WM, dass dann mehrere Spieler auf der Tribüne sitzen von den 26. Dann stimmt das Verhältnis zwischen zufriedenen und unzufriedenen Spielern einfach nicht“, sagte Nagelsmann: „Und wenn es elf zufriedene Spieler sind und 15 unzufriedene, dann hast du ja mehr damit zu tun, die unzufriedenen zu trösten, als die zufriedenen weiter nach vorne zu bringen. Das passt das Verhältnis nicht ganz.“

Wenn in einer „Abteilung von 30 Leuten 20 arbeiten und zehn sitzen rum, weil sie nichts zu tun haben, dann ist das Verhältnis okay“, sagte Nagelsmann: „Wenn du es aber etwas andersrum hast, zehn arbeiten, 20 sitzen rum, dann wird es irgendwann eng.“

Ballack würde mit Nagelsmann-Verlängerung warten

Der ehemalige Fußball-Vizeweltmeister Michael Ballack plädiert dafür, mit einer möglichen Vertragsverlängerung von Bundestrainer Julian Nagelsmann bis nach der EM zu warten. „Erst einmal ist es wichtig, dass Nagelsmann nachweist, dass er mit einem sehr guten Kader auch sehr gute Arbeit leisten kann und erfolgreich ist. Deshalb sollte man vor einer Entscheidung auf jeden Fall bis nach der Europameisterschaft warten“, sagte Ballack dem „Kicker“ (Montag) in einem Interview.

Nach den beiden Testspielsiegen gegen Frankreich (2:0) und die Niederlande (2:1) hat sich der DFB öffentlich deutlich positioniert und eine langfristige Zusammenarbeit mit Nagelsmann zum Ziel erklärt. Man habe schon vor den beiden erfolgreichen Länderspielen „zum Ausdruck gebracht, dass wir uns vorstellen könnten, mit ihm bis zur nächsten Weltmeisterschaft dann weiterzumachen. Das wäre unser großer Wunsch“, sagte Sportdirektor Rudi Völler. Nagelsmann wird auch als möglicher Nachfolger von Thomas Tuchel als Trainer des FC Bayern München gehandelt.

Ballack lobte Nagelsmann dafür, nach den enttäuschenden Testspielniederlagen gegen Österreich und die Türkei im vergangenen Herbst „auf den einen oder anderen rechts und links von sich“ gehört zu haben. Prompt habe man nun gesehen, was in der Mannschaft steckt. Dennoch gehe es bei der Heim-EM in der Gruppe zunächst gegen Schottland, Ungarn und die Schweiz, „also gegen vermeintlich fußballerisch schwächere Mannschaften, gegen die wir uns zuletzt besonders schwergetan haben“, sagte der 47 Jahre alte Ex-Kapitän der DFB-Elf. Wenn man da die richtige Auf- und Einstellung finde, „kann es beim Turnier funktionieren. Dann können wir eine erfolgreiche Europameisterschaft spielen.“

Neuer, Kroos und Mbappé fehlen im EM-Sammelalbum

Kein Manuel Neuer, kein Toni Kroos und auch kein Kylian Mbappe: Die Sammler der beliebten Fußballer-Klebebildchen müssen bei der EM auf einige prominente Kicker verzichten. Als „Ersatz“ für den einen oder anderen Star stehen sogenannte „Legenden“ bereit. Das führt im deutschen EM-Aufgebot zu einer kuriosen Situation.

Weil der Hersteller Topps, der die Lizenz von Panini übernommen hatte, die Bildrechte an Profis wie Neuer, Kroos oder Florian Wirtz fehlen, wurden kurzerhand die Alt-Internationalen Oliver Kahn, Lothar Matthäus und Bastian Schweinsteiger „eingewechselt“. Neben den Genannten fehlen im deutschen Kader auch feste Größen wie Antonio Rüdiger, Kai Havertz oder Jonathan Tah sowie Ersatztorwart Marc-Andre ter Stegen oder der Kroos-Partner im Mittelfeld, Robert Andrich.

Stattdessen können die Sammler Bilder von Spielern einkleben, die unter Bundestrainer Julian Nagelsmann längst keine Rolle mehr spielen: Darunter sind etwa der ewige WM-Held Mario Götze, Malick Thiaw oder Thilo Kehrer. Borussia Dortmund, im jüngsten Länderspielkader einzig von Niclas Füllkrug repräsentiert, ist mit gleich sechs Profis vertreten.

Auch bei anderen Nationen fehlen Top-Stars. Frankreich muss bei Topps auf Mbappe verzichten, den wohl prominentesten europäischen Fußballer. Bei England fehlen die Offensivstars Phil Foden und Bukayo Saka. Außerdem gibt es wegen fehlender Lizenzen bei Top(ps)-Teams wie Deutschland, Frankreich, England oder Italien weder die sonst üblichen Verbandslogos noch die jeweiligen Spieler im Nationaltrikot zu sehen.

Die Sticker sind seit Donnerstag im Handel, je Album müssen mehr als 700 Bildchen eingeklebt werden. Ein Tütchen mit sechs Stickern kostet einen Euro. Weil die letzten drei Turnierteilnehmer erst Ende März über die Play-offs bestimmt wurden, sind auch alle anderen zu diesem Zeitpunkt noch in der Qualifikation vertretenen Nationen dabei - unter anderem gibt es deshalb Bildchen von Luxemburg, Estland oder Israel.

DFB ruft Fans zu Fahnen-Aktion auf

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) plant zur Heim-EM eine besondere Aktion und ist dabei auf die Unterstützung der Fans angewiesen. Die Anhänger der deutschen Nationalmannschaft sollen Fahnen einschicken. Dazu rief der Verband am Donnerstag in einer Mitteilung auf. Die eingesendeten Fahnen der Amateurvereine, Fanclubs, Städte und Dörfer Deutschlands sollen während der Heim-EM im Quartier der Nationalmannschaft in Herzogenaurach aufgehängt werden.

„Jede Fahne wird platziert und symbolisiert unserer Mannschaft und ganz Europa: ‚Wir stehen hinter euch!‘“, hieß es in der Mitteilung des DFB. Konkret ist geplant, die Fahnen am Balkon der Spielerzimmer, am Trainingsplatz oder im Presseraum zu platzieren. Unter anderem können die Fans erfahren, wo sich ihre Fahne befindet und erhalten sie nach der EM wieder zurück.

Der Verband könne jedoch keine Haftung übernehmen. „Schickt uns also bitte lieber nicht die heilige Gründungsfahne eures Heimatvereins aus dem 19. Jahrhundert oder ähnlich besondere Flaggen“, teilte der DFB mit: „Aber auf alle anderen freuen wir uns!“

Watzke wünscht sich DFB-Verbleib von Trainer Nagelsmann

BVB-Chef Hans-Joachim Watzke würde Julian Nagelsmann auch nach der Heim-EM gerne weiter als Bundestrainer sehen. „Der DFB sollte jetzt versuchen, mit Julian den Vertrag zu verlängern. Und wenn es dem DFB gelingt, ihn zu verpflichten, länger, dann wäre es gut für den deutschen Fußball“, sagte der Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund im Podcast „Spielmacher – Der EM-Talk mit Sebastian Hellmann und 360Media“ (Donnerstag). Watzke ist auch Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bunds und sagte zu den möglichen Vertragsgesprächen mit Nagelsmann: „Ich halte mich da ein bisschen raus, damit niemand sagt, ich hätte da Einfluss genommen.“

Nagelsmann habe eine klare Vorstellung, „wie man Fußball spielen sollte. Er ist sehr konzeptionell, er hat den richtigen Mix. Er war in Hoffenheim, er war in Leipzig, er war bei Bayern - Julian hat bis jetzt an jeder Stelle Erfolg gehabt. Wenn du mit drei Vereinen verschiedenster Prägung erfolgreich bist, ist es schon eine gute Visitenkarte“, sagte Watzke, der den 36-Jährigen nach eigenen Angaben zweimal zum BVB holen wollte. Beide Male scheiterte es aber an der fehlenden Freigabe.

Nach dem abgekühlten Verhältnis der Fans zur deutschen Nationalmannschaft nach den letzten enttäuschenden Großereignissen kann aus Sicht von Watzke nun wieder eine neue Nähe entstehen. „Ich glaube, dass die Mannschaft jetzt bereit ist, sich in die Herzen der Deutschen zu spielen. Und da die Deutschen grundsätzlich ein sehr emotionales und sehr festes Verhältnis zum Fußball haben, sind die dann auch leicht entflammbar“, sagte er.

Man müsse den Menschen das Gefühl geben, „dass man ehrliche Arbeit abliefert, dass man selbst begeistert ist“. Die Mannschaft sei zudem auch wieder nahbarer geworden.

Nach den Siegen zuletzt gegen Frankreich und die Niederlande könne die deutsche Nationalmannschaft mit Blick auf die Europameisterschaft (14. Juni bis zum 14. Juli) eine neue Euphorie entfachen. „Wenn wir jetzt gute Spiele machen, dann wird der Funke noch weiter überspringen. Und das Selbstvertrauen haben wir jetzt. Ich freue mich total auf die Euro“, sagte Watzke.

Vor Heim-EM: Gosens hakt DFB-Team noch nicht ab

Robin Gosens hat die Nichtberücksichtigung bei den jüngsten Länderspielen der deutschen Nationalmannschaft im EM-Jahr schon „ein bisschen überrascht“. Er sei im Oktober dabei gewesen, im November habe er dann selbst abgesagt, weil er nochmals Vater geworden war. „Dann ist man schon der Meinung, dass man Teil der Nationalmannschaft ist“, sagte Gosens vom 1. FC Union Berlin im „Aktuellen Sportstudio“ des ZDF. „Ich glaube auch, dass meine Leistungen gepasst haben.“

Der 29-Jährige bestritt bisher 20 Länderspiele in der A-Nationalmannschaft des Deutschen Fußball-Bundes. Beim 2:0 in Frankreich und beim 2:1 gegen die Niederlande stand Gosens nicht im Kader von Bundestrainer Julian Nagelsmann. Es gebe nun aber genug Partien, bei denen er sich noch beweisen könnte, sagte Gosens: „Solange die Tür nicht zu ist, kann man noch durchgehen.“ Der Fokus sei nun auf den Endspurt gelegt.

Hummels und Co. senden „Signal“ an Nagelsmann

Der Sieges-Coup von Borussia Dortmund um den überragenden Routinier Mats Hummels im deutschen Fußball-Klassiker in München soll auch Bundestrainer Julian Nagelsmann beeindrucken. BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl sieht in dem Auftritt seiner Abwehrspieler Hummels und Nico Schlotterbeck eine Bewerbung für einen Platz im deutschen EM-Kader. „Die beiden haben heute auch mal ein Statement setzen wollen“, sagte Kehl nach dem 2:0 der Borussia am Samstagabend beim FC Bayern. Das Duo wolle sich „in den nächsten Wochen weiter anbieten. Und das war heute, glaube ich, ein richtig gutes Signal“.

„Ich glaube, sie können nur mit Leistung überzeugen, dann auch im Sommer wieder dabei sein zu wollen“, analysierte Kehl. Dortmunds Trainer Edin Terzic attestierte seinen beiden Innenverteidigern „ein herausragendes Spiel“, speziell zu Hummels sagte er: „Überragendes Spiel von Mats, glatte Note 1.“

Hummels selbst sagte im Sky-Interview angesprochen auf eine erhoffte Nominierung für die EM, dass dies andere entscheiden müssten.

Hoeneß schwärmt von DFB-Team – Hamann warnt vor zu viel Euphorie

Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß ist von den jüngsten Auftritten der deutschen Fußball-Nationalmannschaft angetan und hofft auf einen nachhaltigen Schub für die EM-Euphorie. Man habe gegen Frankreich mit einem „überragenden Toni Kroos, Musiala und Wirtz überragend gespielt“, sagte Hoeneß im BR24Sport-Interview: „Das war ein Genuss, und das ganze Land scheint in einen Jungbrunnen gefallen zu sein. Und jeder freut sich jetzt plötzlich auf die Europameisterschaft.“

Er hoffe, dass es Bundestrainer Julian Nagelsmann und seiner Mannschaft gelinge, „diese extreme Stimmung bis zum Juni aufrechtzuerhalten“, sagte Hoeneß.

Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann warnt hingegen vor zu viel Euphorie rund um die deutsche Nationalmannschaft. „Jetzt lasst uns doch mal abwarten“, sagte der 50-Jährige beim Sender Sky. Die beiden Partien in Lyon (2:0) und in Frankfurt/Main (2:1) seien „zwei gute Länderspiele“ nacheinander gewesen, mehr nicht. Er sei „weit davon entfernt“ die DFB-Auswahl zum Topfavoriten für die Heim-EM im Sommer zu erklären, meinte Hamann.

Er denke „nach wie vor, dass, wenn es losgeht, dass es drei oder vier Mannschaften gibt, die besser sind als wir“, äußerte der TV-Experte, der aber sagte, es sehe inzwischen „sehr viel besser aus“ als vor ein paar Tagen vor den Partien.

Schock für die DFB-Elf: Manuel Neuer fällt mit Muskelfaserriss aus

Bitter für Manuel Neuer: Kaum hatte sich Bundestrainer Julian Nagelsmann am Mittwoch auf den Bayern-Keeper als neue Nummer eins im DFB-Kasten festgelegt, verletzte sich der 37-Jährige im Training der Nationalmannschaft in Frankfurt. Dies bestätigte der DFB in einer Mitteilung auf X. 

Laut DFB-Angaben zog sich Neuer im Training einen Muskelfaserrisses im linken Adduktor zu und ist bereits vorzeitig aus dem Lager der DFB-Auswahl in Frankfurt abgereist. Damit verpasst er das Länderspiel am Samstag (21.00 Uhr/ZDF) in Lyon gegen Frankreich, in dem er nach 15 Monaten sein DFB-Comeback hatte geben sollen, und die Begegnung mit den Niederlanden am Dienstag in Frankfurt.

Somit dürfte doch Neuers „ewiger“ Stellvertreter Marc-Andre ter Stegen (31) zum Zuge kommen, dem Bundestrainer Julian Nagelsmann den Weltmeister von 2014 eigentlich vorziehen wollte. Ter Stegen, seit Jahren Stammkraft beim FC Barcelona, bestritt bereits in Neuers Abwesenheit nach dessen Beinbruch acht der elf Länderspiele seit dem Vorrunden-Desaster bei der WM in Katar.

Nagelsmann macht Manuel Neuer zum EM-Torwart – Verlierer ter Stegen

Manuel Neuer soll auch bei der Heim-Europameisterschaft wieder im Tor der deutschen Fußball-Nationalmannschaft stehen. Bundestrainer Julian Nagelsmann hat sich nach dpa-Informationen knapp drei Monate vor dem Eröffnungsspiel in München gegen Schottland und vor den anstehenden Länderspielen gegen Frankreich und die Niederlande für den nach einer langen Verletzungspause in den DFB-Kader zurückgekehrten Torwart des FC Bayern München entschieden.

Marc-André ter Stegen vom FC Barcelona bleibt bei einem großen Turnier einmal mehr nur die Rolle als Nummer zwei, wie zuvor auch das Online-Portal Sportbuzzer berichtete. Eine offizielle Bestätigung des DFB gab es am Mittwoch zunächst nicht. Nagelsmann hatte aber bei der Kaderbekanntgabe in der vergangenen Woche angekündigt, am Montag und Dienstag mit den eingeladenen Akteuren über ihre künftigen Rollen sprechen zu wollen.

Der 37-jährige Neuer und der sechs Jahre jüngere ter Stegen sind seit zwölf Jahren Konkurrenten in der DFB-Auswahl. Beide zählen seit Jahren zu den weltbesten Torhütern. Nach dem schweren Beinbruch von DFB-Stammkeeper Neuer bei einem Skiunfall im Anschluss an die Weltmeisterschaft 2022 in Katar schien die Zeit für ter Stegen gekommen.

Der frühere Gladbacher sah sich während Neuers langer Abwesenheit endlich auf dem Weg zu seinem ersten großen Turnier als Nummer eins. Bei allen WM- und EM-Endrunden seit 2010 stand immer Neuer im DFB-Tor. Gegen Frankreich soll der Bayern-Kapitän am Samstag in Lyon sein 118. Länderspiel seit dem Debüt im Jahr 2009 bestreiten. Ter Stegen kommt seit 2012 auf 38 Einsätze im DFB-Tor.

Nationalspieler schwingen sich auf die Elektro-Karts

Die Spieler der deutschen Nationalmannschaft haben sich am Dienstagabend in Frankfurt zu einem Team-Abend getroffen. Zusammen ging es in Frankfurt zum Elektro-Kart-Fahren. Dies berichtete zuerst die Bild.

Die Aktion soll dafür sorgen, dass sich insbesondere die neuen Spieler schneller in die Mannschaft integrieren können. Dass dies ein wichtiger Faktor innerhalb einer Fußballmannschaft sei, bekräftigte der zurückgekehrte Routinier Toni Kroos zuvor auf der Pressekonferenz des DFB.

Auch Manuel Neuer ist nach längerer Pause wieder im Team. Dazu kommen mit Jan-Niklas Beste (Heidenheim), Maximilian Beier (Hoffenheim), Deniz Undav, Maximilian Mittelstädt und Waldemar Anton (alle Stuttgart) zudem fünf Neulinge.

Das DFB-Team soll schließlich nach den beiden Pleiten unter Bundestrainer Julian Nagelsmann im November gegen die Türkei (2:3) und gegen Österreich (0:2) bestenfalls schon am Wochenende die richtige Antwort geben. Dann geht es am Samstag zunächst gegen Frankreich (21 Uhr in Lyon), am Dienstag darauf wartet die Niederlande (20.45 Uhr in Frankfurt).

Das Team war am Hotel „Kempinski Gravenbruch“ mit dem Mannschaftsbus aufgebrochen. Nicht dabei wie bei jedem Team-Abend: Das Trainerteam um Nagelsmann. Der Bundestrainer kickte derweil am DFB-Campus gegen den Ball.

Lothar Matthäus sieht Parallelen zur WM 1990

Lothar Matthäus sieht bei der neuformierten deutschen Fußball-Nationalmannschaft Parallelen zur Generation der Weltmeister von 1990. Bundestrainer Julian Nagelsmann habe bei seiner jüngsten Kader-Nominierung „eine Aufbruchstimmung eingeleitet“, schrieb der Rekordnationalspieler in seiner Sky-Kolumne: „Ein Trainer muss viele Kriterien einfließen lassen, das hat Franz Beckenbauer vor der WM 1990 auch so gemacht. Damals waren Spieler dabei, die vielleicht nicht die besten waren, die aber vom Charakter her am besten ins Team gepasst haben.“

Das treffe aktuell auf Profis wie Chris Führich, Deniz Undav, Waldemar Anton oder Maximilian Mittelstädt (alle VfB Stuttgart) zu. „Diese Spieler brennen und geben Gas, um ihre Einsatzminuten zu bekommen, und das vielleicht noch etwas mehr als Spieler, die zehn Jahre lang dabei waren“, meinte Matthäus: „Ich glaube, dies ist ein wichtiges Kriterium, das Nagelsmann mit einbezogen hat.“

Grundsätzlich ist Matthäus vor der Heim-EM im Sommer nicht bange. „Wir haben Jahrhundert-Talente wie Musiala und Wirtz, aus der jüngeren Garde noch Havertz, dazu Spieler im besten Fußballeralter wie Sane, Kimmich, Tah und Rüdiger, und wir haben sehr erfahrene Leute wie Kroos, Gündogan, Müller und Neuer“, schrieb er: „Wenn man bedenkt, in welchen Vereinen sie spielen und welche Erfolge sie vorzuweisen haben - was will man da noch mehr?“

Deshalb sollte man „nicht nur immer über die Stärken der anderen reden, sondern an unsere Stärken denken“. Die Franzosen um Superstar Kylian Mbappe etwa sollten im Länderspiel am Samstag (21.00 Uhr/ZDF) in Lyon „erst einmal schauen, dass sie Musiala und Wirtz oder die Pässe von Kroos und Gündogan in den Griff bekommen“.

Kroos hält DFB-Karriere über die EM hinaus für möglich

Toni Kroos sieht seine Rückkehr in die deutsche Fußball-Nationalmannschaft nicht unbedingt auf die Heim-EM beschränkt. „Ich habe mir darüber gar nicht groß Gedanken gemacht, die Entscheidung ging ja Richtung Turnier“, sagte der Weltmeister am Dienstag auf dem DFB-Campus in Frankfurt/Main.

Kroos schloss eine Karriere im Nationaltrikot über die Saison hinaus nicht aus, wies aber darauf hin, dass er „nicht mal einen Vertrag für die nächste Saison“ besitze: „Das sollte ich erst mal klären. Aus dem kompletten Ruhestand wird man mich sicherlich nicht mehr rausholen.“

Kroos (34) war das „Metronom“ im Mittelfeld der Weltmeister-Elf von 2014, das verlorene EM-Achtelfinale 2021 gegen England in Wembley war sein bis heute letztes von 106 Länderspielen (17 Tore). Bei Real Madrid zieht Kroos weiterhin die Fäden und ist einer der sichersten Passgeber der Fußball-Welt.

Toni Kroos spricht nach dem Trainingsauftakt mit der Nationalmannschaft vor den Länderspiel-Tests gegen Frankreich und die Niederlande.

Toni Kroos spricht nach dem Trainingsauftakt mit der Nationalmannschaft vor den Länderspiel-Tests gegen Frankreich und die Niederlande.

Sein Vertrag bei den Königlichen läuft allerdings im Sommer aus. „Da hakt es nicht“, sagte er, „dafür ist mein Verhältnis im Klub zu gut. Wir werden eine zufriedenstellende Lösung finden.“

Im Training hatte sich Kroos am Dienstag gleich wieder eingefügt, als wäre er nie weg gewesen. Er scherzte mit Thomas Müller, war in einer sehr intensiven Einheit Dreh- und Angelpunkt der Pass-Übungen. Kroos ließ außerdem durchblicken, dass Bundestrainer Nagelsmann fest mit ihm plant: „Wenn der Bundestrainer vorher gesagt hätte, ‚du spielst vielleicht, und vielleicht auch sechs von sieben Spiele nicht‘. Dann wäre es schwierig geworden.“

Letzte Spiele vor der EM gegen Ukraine und Griechenland

Die deutsche Nationalmannschaft trifft in ihren finalen Vorbereitungsländerspielen vor Beginn der Heim-EM auf die Ukraine und Griechenland. Dies teilte der DFB am Dienstag mit.

Deutschland spielt zunächst am 3. Juni (ab 20.45 Uhr live in der ARD) im Max-Morlock-Stadion in Nürnberg gegen die Ukraine. Das Duell mit Griechenland, dem Europameister von 2004, findet am 7. Juni (ab 20.45 Uhr live bei RTL) im Borussia-Park in Mönchengladbach statt. Beide Gegner des DFB-Teams spielen aktuell noch um die Teilnahme an der UEFA EURO 2024 in Deutschland. Die Ukraine trifft im Halbfinale der Playoffs am Donnerstag auf Bosnien-Herzegowina, Griechenland auf Kasachstan.

Bundestrainer Julian Nagelsmann zu den letzten EM-Tests: „Wir müssen uns mit Blick auf die Europameisterschaft und unsere Gruppengegner auf verschiedene Spielstile und -systeme vorbereiten. Die Ukraine und Griechenland sind zwei kampfstarke, leidenschaftliche Mannschaften - mit Gegnern dieser Art hatten wir zuletzt unsere Schwierigkeiten. Spätestens mit diesen Spielen beginnt die heiße Phase der EM.“

Rudi Völler, Direktor der Männer-Nationalmannschaft, wird ebenfalls vom DFB zitiert: „Die letzten Länderspiele vor Turnierbeginn sind immer etwas Besonderes. Die Mannschaft steckt dann mitten in der Vorbereitung, jeder einzelne Spieler kämpft um seinen Platz im Team und der Bundestrainer kann letzte Details ausprobieren. Wir gehen nach dem Trainingslager in Ostdeutschland ganz bewusst in zwei äußerst fußballbegeisterte Städte mit ganz viel Fußballtradition, die aber keine Spielorte der Heim-Europameisterschaft sind. Denn diese EURO ist eine EM für das ganze Land, und die Nationalmannschaft möchte ihre Fans überall in Deutschland auf dem Weg durch das Turnier mitnehmen.“

„Danke, Franz“: DFB-Bus im Zeichen Beckenbauers

Die deutsche Nationalmannschaft ist ab sofort ganz im Zeichen ihres verstorbenen Ehrenspielführers Franz Beckenbauer unterwegs. Auf dem Bus, in dem die Auswahl von Bundestrainer Julian Nagelsmann am Dienstag zum Training am Frankfurter Campus vorfuhr, prangte ein Porträt des Weltmeister-Kapitäns von 1974 mit WM-Pokal. Dazu war der riesige Schriftzug „Danke, Franz“ zu lesen. Unter den Lebensdaten (1945 - 2024) des „Kaisers“ stand außerdem klein: „Und für immer“.

‚Danke, Franz.‘ steht in Erinnerung an Franz Beckenbauer auf dem Teambus der Fußball-Nationalmannschaft.

'Danke, Franz.' steht in Erinnerung an Franz Beckenbauer auf dem Teambus der Fußball-Nationalmannschaft.

Beckenbauer war am 7. Januar im Alter von 78 Jahren verstorben. Er gilt als größter deutscher Fußballer. 1974 führte er die DFB-Auswahl als Kapitän zum WM-Triumph, 1990 als Teamchef. 2006 war er der „Vater“ des Sommermärchens bei der Heim-WM.

Bayern-Jungstar Pavlovic fällt für Länderspiele aus

Bayern Münchens Jungstar Aleksandar Pavlovic fällt für die kommenden beiden Länderspiele der deutschen Fußball-Nationalmannschaft aus. Der 19 Jahre alte Mittelfeldspieler, der von Bundestrainer Julian Nagelsmann erstmals in den DFB-Kader berufen worden war, leidet an einer Mandelentzündung und musste deshalb für die Testspiele am Samstag (21.00 Uhr/ZDF) in Lyon gegen Frankreich und drei Tage später gegen die Niederlande in Frankfurt absagen. Stand jetzt plant Nagelsmann keine Nachnominierung.

Am Dienstag (19. März) standen dem Bundestrainer beim Mannschaftstraining auf dem DFB-Campus in Frankfurt/Main alle anderen 25 Profis zur Verfügung, inklusive der fünf weiteren möglichen Debütanten. Jan-Niklas Beste vom 1. FC Heidenheim, Maximilian Beier von der TSG 1899 Hoffenheim und die drei Stuttgarter Waldemar Anton, Maximilian Mittelstädt und Deniz Undav hatte Nagelsmann wie Pavlovic erstmals nominiert.

Der Bayern-Spieler hatte schon seine eigentlich für Montag geplante Anreise wegen des Infekts verschoben. Am Samstag hatte sich der Jungstar beim 5:2-Sieg der Münchner bei Darmstadt 98 bei einem Zusammenprall eine dicke Schwellung über dem linken Auge zugezogen. Diese Blessur ist letztendlich aber nicht die Ursache für die Absage gewesen.

Toni Kroos ist wieder bei der Nationalmannschaft

Toni Kroos ist wieder da. 993 Tage nach seinem 106. und bislang letzten Länderspiel ist der Weltmeister von 2014 am Montag in den Kreis der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zurückgekehrt.

Kroos wurde am Mittag mit den drei anderen Spanien-Legionären - Kapitän Ilkay Gündogan, Marc-Andre ter Stegen (beide FC Barcelona) und sein Klubkollege Antonio Rüdiger von Real Madrid - in einem schwarzen Kleinbus vorgefahren. Nach seiner Ankunft am Teamquartier in Neu-Isenburg bei Frankfurt, wo er der mit Abstand begehrteste Spieler war, schrieb er geduldig Autogramme für die rund drei Dutzend Fans und stand für Selfies bereit.

Nationalspieler Toni Kroos kommt im Teamhotel in Gravenbruch an und schreibt Autogramme für seine Fans.

Nationalspieler Toni Kroos kommt im Teamhotel in Gravenbruch an und schreibt Autogramme für seine Fans.

In der Auswahl von Julian Nagelsmann ist dem 34-Jährigen sofort wieder die Rolle als Mittelfeld-Chef zugedacht. „Toni ist nicht der alleinige Heilsbringer“, sagte der Bundestrainer, doch der Routinier könne „ein genialer Verbindungsspieler zwischen Defensive und Offensive sein. Wer noch von Querpass-Toni schreibt, der hat keine Ahnung vom Fußball.“

Zuletzt war Kroos bei der EM 2021 mit dem Achtelfinal-Aus gegen England (0:2) für Deutschland aktiv. „Er hätte auch im Sommer am Meer liegen können“, sagte Nagelsmann, das Comeback zur Heim-EM rechne er ihm „hoch an“. Seine zweite Länderspielkarriere wird Kroos am Samstag (21.00 Uhr/RTL) in Lyon gegen Vize-Weltmeister Frankreich starten.

Nagelsmann möchte Trainer-Zukunft gerne vor EM regeln

Julian Nagelsmann würde eine Entscheidung über seine Zukunft als Trainer am liebsten vor Beginn der Fußball-Europameisterschaft treffen. Der aktuelle Vertrag des Bundestrainers mit dem DFB läuft nach dem Heimturnier vom 14. Juni bis 14. Juli aus.

„Wenn ich vor der EM ein Vertragsangebot daliegen habe, mit dem ich zufrieden bin und wo ich sage, da fühle ich mich wohl und da sehe ich mich, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ich das vor der EM unterschreibe“, sagte der 36 Jahre alte Nagelsmann am Donnerstag bei der Bekanntgabe des Kaders für die ersten Länderspiele im EM-Jahr gegen Frankreich und die Niederlande. „Aktuell habe ich keinen Zettel daliegen.“ Er zeigte sich demonstrativ gelassen. „Ich empfinde da keinen Stress. Ich möchte aktuell erfolgreich arbeiten.“

Es wird erwartet, dass der ehemalige Bayern-Trainer nach dem EM-Turnier seine Zukunft wieder auf Vereinsebene sieht. Nagelsmann möchte wieder täglich mit einer Mannschaft arbeiten können. Der DFB wiederum wird den Verlauf der EM abwarten.

„Die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwas vor der EM passiert, ist gegeben“, erklärte Nagelsmann. „Stand jetzt ist aber auch die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass nichts vor der EM passiert. Das ist de facto so, da lüge ich auch nicht. Dass es mein Wunsch ist, die Zukunft zu regeln, ist normal. Den Wunsch hat, glaube ich, jeder. Stand jetzt liegt nichts da.“

Daum hätte Kroos nicht in Nationalelf zurückgeholt

Der frühere Meistertrainer Christoph Daum sieht die Rückkehr von Rio-Weltmeister Toni Kroos (34) in die deutsche Fußball-Nationalmannschaft kritisch. „Ich hätte diese Entscheidung so nicht getroffen. (…) Toni Kroos wird ja nicht hierherkommen, um sich einen Platz zu erkämpfen, sondern der hat quasi eine Spiel-Stammplatzgarantie. Und das ist immer ein bisschen, ja, fast gefährlich für den Zusammenhalt in der Mannschaft“, sagte Daum dem TV-Sender RTL/ntv.

Gleichwohl sei die Qualität des Mittelfeldspielers von Real Madrid unbestritten, meinte der 70-Jährige. „Was der alles gewonnen hat und auch als Mensch, wie er auftritt, das ist hervorragend. Wer traut sich denn da zu sagen, Kroos will ich nicht bei einer Nationalmannschaft haben? Ja, ich würde ihn trotzdem nicht einladen.“

Kroos war nach der EM 2021 und 106 Länderspielen aus dem DFB-Team zurückgetreten. Im Februar erklärte der Weltmeister von 2014 seine Rückkehr in die DFB-Auswahl. Schon bei den Länderspielen in Frankreich und gegen die Niederlande im März wird er für das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann auflaufen.

Nagelsmann verzichtet wohl auf Goretzka und nominiert Pavlovic

Leon Goretzka steht nach einem Medienbericht für die kommenden beiden Länderspiele nicht im Kader der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Nach Informationen der „Bild“ (Dienstag) erhält der Mittelfeldspieler des FC Bayern München keine Einladung für die Testpartien in Frankreich (23. März) und gegen die Niederlande (26. März). Stattdessen werde Bundestrainer Julian Nagelsmann Goretzkas Teamkollegen Aleksandar Pavlovic erstmals nominieren.

Die Entscheidung kommt überraschend, da Goretzka im Mittelfeld des Rekordmeisters zuletzt wieder gesetzt war und mit guten Leistungen wie jüngst beim 8:1 gegen den FSV Mainz 05 überzeugen konnte. Stattdessen könnte nun der 19-jährige Pavlovic zu seinem Debüt im A-Nationalteam kommen. Pavlovic hatte zuletzt regelmäßig in der Münchner Mittelfeldzentrale an der Seite von Goretzka gespielt. Auch der serbische Verband hatte sich um ihn bemüht.

Matthäus rät Nagelsmann vor Länderspielpause zu Debütanten

Trotz seiner guten Leistungen beim FC Bayern München in der Fußball-Bundesliga ist Youngster Aleksandar Pavlovic für Lothar Matthäus noch kein Kandidat für die A-Nationalmannschaft. „Er hat zuletzt super gespielt, das muss man anerkennen, aber man sollte dem Jungen nicht den Kopf verdrehen“, sagte Rekordnationalspieler Matthäus in seiner „Sky“-Kolumne. Der 19 Jahre alte Pavlovic sei nicht „jetzt schon ein Kandidat für die Nationalmannschaft“, sagte Matthäus einen Tag vor der Länderspiel-Nominierung für die kommenden Partien in Frankreich und gegen die Niederlande.

Bundestrainer Julian Nagelsmann habe auch gar keinen Bedarf für Pavlovic, der zuletzt immer wieder mit der Nationalelf in Verbindung gebracht wurde. „Mit Rückkehrer Toni Kroos, Kapitän Ilkay Gündogan, Leon Goretzka und Pascal Groß gibt es genügend Kandidaten, um auf der Sechser- oder Achterposition zu spielen“, sagte der Rekordnationalspieler.

Dafür solle Nagelsmann in der Abwehr umstellen und nicht nur erneut Robin Koch (Eintracht Frankfurt) nominieren, sondern erstmals auch Waldemar Anton vom VfB Stuttgart. „Ich würde ihn auf jeden Fall einladen, weil er auch ein Leadertyp ist“, sagte Matthäus über Anton, der nach Medienberichten ebenso wie seine Mitspieler Maximilian Mittelstädt und Deniz Undav vor der Debüt-Nominierung in die A-Nationalelf steht.

In der Offensive kann sich Matthäus ebenfalls vorstellen, dass es Debütanten geben wird: „Vielleicht wird sich der Bundestrainer Jan-Niklas Beste (FC Heidenheim) und Maximilian Beier (TSG Hoffenheim) anschauen. Beide haben zuletzt auf sich aufmerksam gemacht und beide verfügen über etwas, was vielleicht der eine oder andere nicht hat, wie zum Beispiel gefährliche Standards und Geschwindigkeit“, sagte Matthäus.

Becker über Kroos-Comeback: Aktuell bester deutscher Fußballer

Tennis-Ikone Boris Becker ist froh über die Rückkehr von Toni Kroos in die deutsche Nationalmannschaft. „Ich glaube, wir brauchen eine solche Größe im deutschen Fußball. Aktuell ist er für mich der beste deutsche Fußballer. Nicht nur, weil er bei Real Madrid seit Jahren der wichtigste Mittelfeldstratege ist, auch international gesehen“, sagte Becker in der Sky-Sendung „Triple - der Schüttflix Fußballtalk“ (Donnerstag).

Man müsse zwar abwarten, wie Ex-Weltmeister Kroos (34) drei Jahre nach seinem Rücktritt mit dem neuen Team und dem neuen Bundestrainer Julian Nagelsmann zurechtkomme. „Aber ich glaube, er weiß genau, was er macht“, sagte Becker (56).

Derweil kam Nationalspieler Joshua Kimmich (29) vom FC Bayern München beim ehemaligen Wimbledonsieger nicht so gut weg. „Als Sechser hat er bei den Bayern und in der Nationalmannschaft versagt. Da muss sich Kimmich seine Gedanken machen und der Club auch“, sagte Becker.

Kroos mit Vorfreude auf Heim-EM als „Riesenerlebnis“

Toni Kroos hat sich seine Entscheidung zur Rückkehr in die deutsche Fußball-Nationalmannschaft nicht leicht gemacht. „Es hat ein bisschen gedauert“, berichtete der 34-Jährige nach dem Viertelfinaleinzug mit Real Madrid gegen RB Leipzig in der Champions League beim Streamingdienst DAZN über den Prozess der Entscheidung. Er habe alle Eventualitäten abgewogen. „Es gab Gründe, warum ich mich entschieden hatte, nicht mehr zu spielen. Aber dann gibt es natürlich Gründe, wenn einen der Bundestrainer anruft, wenn man auch sieht, wie die letzten Jahre gelaufen sind. Es ist und bleibt eine Heim-EM, ein Riesenerlebnis, das lässt keinen aktiven Fußballer einfach mal komplett kalt.“

Kroos war nach der EM 2021 und 106 Länderspielen aus dem DFB-Team zurückgetreten. Vor zwei Wochen erklärte der Mittelfeldspieler seine Rückkehr in die DFB-Auswahl. Schon bei den Länderspielen in Frankreich und gegen die Niederlande im März wird er für das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann auflaufen.

Es seien vor der Entscheidung nicht viele Telefonate mit dem Coach gewesen, „dafür waren sie einen Tick länger“, berichtete Kroos schmunzelnd. „So habe ich versucht, alles abzuwägen, einzuschätzen, und am Ende bin ich zu einem Ja gekommen.“

Völler glaubt an erfolgreiche EM: Qualität in vorderen Reihen enorm

Trotz enttäuschender Ergebnisse bei den zurückliegenden Großturnieren ist DFB-Sportdirektor Rudi Völler optimistisch, dass die deutsche Fußball-Nationalmannschaft eine erfolgreiche Heim-EM spielen wird. Ein „Top Bundestrainer“ und „junge Talente“ sowie „viel Qualität im vorderen Bereich und Mittelfeld“ stimmten den 63-Jährigen optimistisch, wie er am Mittwoch bei einem gemeinsamen Medientermin mit Bundesinnenministerin Nancy Faeser, Turnierchef Philipp Lahm und Turnierbotschafterin Celia Sasic sagte. „Mit fußballerischer Eleganz, mit Kampfgeist und Willen wollen wir das Volk hinter uns bekommen“, fügte Völler 100 Tage vor EM-Beginn an.

Für die deutsche Nationalmannschaft geht es nach drei verpatzten Turnieren darum, mit Bundestrainer Julian Nagelsmann Erfolge zu feiern. Den Auftakt macht die DFB-Auswahl im Eröffnungsspiel in München am 14. Juni gegen Schottland. „Wir wollen gegen Schottland so auftreten, wie ganz Deutschland sich das erhofft. Wir wollen ab dem ersten Spiel eine Euphorie erzeugen“, kündigte Völler an.

Es folgen die Gruppenpartien gegen Ungarn in Stuttgart (19. Juni) und am 23. Juni in Frankfurt/Main gegen die Schweiz. „Unterschätzen dürfen wir ohnehin keinen mehr. Die Zeiten sind vorbei“, sagte Völler mit Blick auf die zurückliegenden Ergebnisse des Nationalteams und fügte an: „Das haben wir aber auch nie gemacht“.

Verbesserungspotenzial sieht Völler in der Defensive. „Da müssen wir stabiler werden. Der Bundestrainer hat sich seine Gedanken gemacht bei seiner Nominierung“, sagte der DFB-Sportdirektor, ohne Details zu nennen. Nagelsmann will am 14. März seinen Kader für die Testspiele bekanntgeben.

Nagelsmann-Anruf bei Beier? „Das müssen sie ihn fragen“

Maximilian Beier bekam das Grinsen nicht aus dem Gesicht, als er nach einem bevorstehenden Anruf von Julian Nagelsmann gefragt wurde. „Das müssen sie ihn fragen. Ich habe das nicht zu entscheiden“, sagte der Senkrechtstarter der TSG Hoffenheim nach seinem zweiten Doppelpack binnen neun Tagen: „Ich nehme den Flow einfach Woche für Woche mit. In Moment macht es extrem viel Spaß.“

Immer ernster werden gleichzeitig die EM-Bewerbungen des Youngsters. Dank des 21-Jährigen gewannen die Kraichgauer zum Abschluss des 24. Bundesliga-Spieltags 2:1 (2:0) gegen Werder Bremen. Schon beim Sieg am vergangenen Spieltag bei Borussia Dortmund (3:2) hatte Beier zweimal getroffen. Bundestrainer Nagelsmann kommt kaum noch an einer Nominierung des schnellen Stürmers vorbei. Am 14. März verkündet er seinen Kader für die Länderspiele in Frankreich (23. März) und gegen die Niederlande (26. März).

Das große Lob von Trainer Pellegrino Matarazzo für seinen Torjäger war keine Überraschung. „Er macht es sehr gut. Da müssen wir nicht drumherum reden“, sagte der Coach bei DAZN: „Er ist extrem wichtig für uns, er ist auch extrem fleißig. Seine Entwicklung ist unfassbar toll. Es wird immer spannender um ihn. Er geht seinen Weg.“ Vielleicht Richtung EM?

Bericht: Nagelsmann-Rückkehr zum FC Bayern nicht ausgeschlossen

Eine Rückkehr von Fußball-Bundestrainer Julian Nagelsmann zum FC Bayern ist laut eines Berichts der „Bild“-Zeitung zufolge nicht ausgeschlossen. Demnach könne sich der 36-jährige Nagelsmann selbst vorstellen, in der Zukunft wieder für den deutschen Fußball-Rekordmeister zu arbeiten.

Die Möglichkeit eines neuen Engagements als Cheftrainer dürfte es aber ohnehin überhaupt nur geben, wenn Wunschkandidat Xabi Alonso in der Sommerpause nicht aus Leverkusen nach München wechselt, schreibt die „Bild“ am Sonntagabend.

Nagelsmann ist noch bis nach der Heim-EM in diesem Sommer an den Deutschen Fußball-Bund gebunden. Wie es danach weitergeht und ob sein Vertrag verlängert wird, ist derzeit offen. Bis zum Ende der laufenden Saison ist Thomas Tuchel noch Trainer der Bayern, der 50-Jährige muss den Club danach verlassen. Tuchel wurde im März 2023 als Nachfolger von Nagelsmann berufen, der die Münchner zuvor wiederum seit 2021 betreut hatte.

Undav ins Nationalteam? VfB-Coach Hoeneß: „Fast kein Vorbeikommen“

Trainer Sebastian Hoeneß vom VfB Stuttgart traut seinem Torjäger Deniz Undav den Sprung in die deutsche Fußball-Nationalmannschaft und damit womöglich auch zur Heim-EM im Sommer zu. „Es ist die Aufgabe des Bundestrainers, das zu entscheiden“, sagte der Coach der Schwaben und machte deutlich, dass er sich in Nominierungs-Fragen nicht einmischen werde. Zugleich lobte Hoeneß den Stürmer aber in den höchsten Tönen.

„Deniz macht genau das, was er machen kann und muss: mit Leistung auf sich aufmerksam. Das macht er richtig gut“, sagte der 41-Jährige vor dem DFB-Pokal-Viertelfinale bei Bayer Leverkusen an diesem Dienstag (20.45 Uhr/ARD und Sky). „Ich glaube, wenn er das weiter so macht, dann hat er Riesenchancen, dann ist fast nicht an ihm vorbeizukommen.“

Stuttgarts Deniz Undav jubelt nach einem Tor

Stuttgarts Deniz Undav jubelt nach einem Tor

Undavs Quote in der bisherigen Saison sei „richtig, richtig gut“, sagt Hoeneß. In der Bundesliga hat der 27-Jährige bereits 13 Tore erzielt und fünf weitere vorbereitet. Allein in den vergangenen beiden Partien gegen RB Leipzig (5:2) und beim SC Freiburg (3:1) kam Stuttgarts Angreifer in Summe auf vier Treffer und zwei Assists.

Undav wurde in Deutschland geboren, seine Eltern stammen aus der Türkei. Im Dezember hatte er seine Entscheidung für die deutsche Nationalelf verkündet. Er habe Bundestrainer Julian Nagelsmann mitgeteilt, dass er bereitstünde, sollte er eine Chance bekommen.

Laut eines Berichts der Bild, soll Nagelsmann Undav bereits zugesichert haben, ihn für die nächsten beiden Länderspiele gegen Frankreich (23. März) und die Niederlande (26. März) zu nominieren.

DFB-Team: ZDF und RTL zeigen Länderspiel-Klassiker

Der Länderspiel-Klassiker der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zum Start ins EM-Jahr gegen Frankreich wird live im ZDF übertragen, RTL hat sich die Rechte am folgenden Härtetest gegen die Niederlande gesichert. Dies gaben die Sender am Donnerstag bekannt.

Das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann tritt am 23. März (Samstag) ab 21.00 Uhr in Lyon bei den französischen Vize-Weltmeistern an. Am 26. März (Dienstag) sind die Niederländer ab 20.45 Uhr in Frankfurt der erste Heimspiel-Gegner des DFB-Teams im Jahr 2024.

Termine und Gegner möglicher weiterer Spiele im Rahmen der Vorbereitung auf die Heim-EM stehen noch nicht fest.

Hoeneß gegen Kroos-Comeback im DFB-Team - „Titanic-Signal“

Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß ist erneut auf Konfrontationskurs zu Toni Kroos gegangen und hat sich gegen ein Comeback des Rio-Weltmeisters in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ausgesprochen. „Das wäre ein ziemliches Titanic-Signal“, sagte der 71-Jährige am Montag bei „Sport und Talk im Hangar 7“ auf ServusTV, wie die „Kronen Zeitung“ berichtet. Der Mittelfeldspieler von Real Madrid sei zwar „ein überragender Fußballer, aber ich glaube nicht, dass er den deutschen Fußball retten kann“, so Hoeneß weiter.

Schon in der Vergangenheit hatte sich Hoeneß mit markigen Worten gegen Kroos im DFB-Team ausgesprochen. „Toni Kroos hat in diesem Fußball nichts mehr verloren. (...) Seine Art zu spielen ist total vorbei“, hatte er 2021 im Sport1-„Doppelpass“ nach dem EM-Aus und dem anschließenden DFB-Rücktritt des langjährigen Leistungsträgers gesagt.

Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte zuletzt im ZDF-Sportstudio eine Kroos-Rückkehr als „interessanten Gedanken“ bezeichnet. Laut „Bild“-Zeitung kann sich der 33-Jährige tatsächlich ein Comeback bei der Heim-EM im nächsten Jahr vorstellen.

Doch auch Rekordnationalspieler und TV-Experte Lothar Matthäus sieht für ein Kroos-Comeback zur Heim-EM im nächsten Jahr keine Notwendigkeit. „Wenn Kroos Außenverteidiger spielen könnte - okay. Aber im Mittelfeld hat die deutsche Mannschaft den geringsten Bedarf“, schrieb Matthäus in seiner Kolumne für den Pay-TV-Sender Sky: „So macht man ein Fass auf, das man gar nicht braucht.“

Im offensiven Mittelfeld gebe es schon Ilkay Gündogan, Jamal Musiala oder Thomas Müller, erläuterte der Weltmeister von 1990: „Ein Abräumer vor der Abwehr ist Kroos auch nicht, aber wenn Nagelsmann plötzlich in Kroos die Holding Six sieht, wird es wieder viele Diskussionen geben.“

Havertz offen für verschiedene Positionen: „Stelle Ego hinten an“

Nationalspieler Kai Havertz zeigt sich offen für verschiedene Positionen unter Bundestrainer Julian Nagelsmann. „Mittlerweile müssen die Leute generell einfach verstehen, dass ich jemand bin, der sein Ego hinten anstellt und auch für eine Mannschaft und auf einer Position spielen wird, wie es denn gebraucht wird. Wenn ich spiele, dann gebe ich alles, egal wo. Und ich glaube auch, dass ich das Spiel ganz gut verstehe, so dass ich viele Positionen ausfüllen kann“, sagte Havertz dem TV-Sender Sky.

Offensivakteur Havertz war in den letzten Länderspielen von Nagelsmann als Linksverteidiger eingesetzt worden. Der Bundestrainer will dieses Experiment aber nicht weiterführen. Er freue sich einfach, diese EM spielen zu dürfen, und das „hoffentlich auch erfolgreich“, so Havertz. Dafür werde er alles tun in dieser Saison, sagte Havertz.

Inzwischen hat er sich auch bei seinem neuen Club FC Arsenal gut eingelebt. „Nach zwei, drei schlechten Spielen kam der Trainer zu mir und sagte: ‚Hey, alles ist gut, bald wird es klick machen und dann wird es kommen.‘ Und der Moment kam dann auch“, sagte der Ex-Leverkusener.

Toni Kroos schmunzelt über Comeback-Idee und lässt DFB-Rückkehr offen

Nationalverteidiger Antonio Rüdiger hat kürzlich seinen Wunsch offengelegt, bei der EM in Deutschland im kommenden Jahr wieder mit Toni Kroos in der Nationalmannschaft zu spielen.

„Ich würde mir sehr wünschen, dass er für die Nationalmannschaft spielt. Das ist aber seine Entscheidung. Ein Spieler wie er, der sich immer noch auf so einem hohen Level befindet, muss eigentlich dabei sein“, sagte der Verteidiger bei DAZN. Er spreche Kroos, mit dem Rüdiger bei Real Madrid zusammenspielt, „jeden Tag“ auf das Thema an.

Nun hat sich der Ex-Weltmeister zu einem möglichen Comeback ebenfalls bei DAZN geäußert. Klare Wote gab es vom Mittelfeld-Techniker zwar nicht. Doch Kroos bestätigte, dass ihn sein Teamkollege Antonio Rüdiger auf das Thema angesprochen habe.

„Antonio hat in der Tat gefragt. Ich musste lange überlegen, er hat mich auf dem falschen Fuß erwischt, weil ich selbst diesen Gedanken nicht hatte, der kam erst durch ihn“, so Kroos. Anschließend ließ der Spieler offen, wie es mit der Kommunikation zwischen den beiden Profis weitergegangen ist: „Dadurch habe ich überlegt und ihm eine Antwort darauf gegeben, die ich heute nicht geben kann.“

Der 33-Jährige möchte sich offenbar vorerst noch zrückhalten. Abgehakt ist das Thema damit aber wohl nicht. Kroos gab sich zudem durchaus geschmeichelt: „Ich habe schon geschmunzelt, weil ich den Gedanken bis dahin selbst noch nicht hatte.“

Kroos war nach der EM 2021 und 106 Länderspielen aus der Nationalmannschaft zurückgetreten, hatte mit starken Leistungen im Verein aber zuletzt wieder nachgewiesen, dass der dem kriselnden DFB-Team womöglich helfen könnte.

Ter Stegen könnte nach OP rund zwei Monate ausfallen

Die behandelnde Ärztin geht generell bei einem Eingriff wie beim deutschen Fußball-Nationaltorwart Marc-André ter Stegen von einer Pause von rund zwei Monaten aus. Dies sei die normale Erholungszeit nach einer Operation wie bei dem 31-Jährigen, sagte Amélie Léglise dem spanischen Radiosender Cadena Ser.

Die Französin hatte den Eingriff wegen einer Hernie im Rücken, die ter Stegen zunehmende Schmerzen bereitete, am Freitag vorgenommen. Ihre Aussage bezog Léglise auf Operationen dieser Art, nicht speziell auf ter Stegen.

Der FC Barcelona hatte nach der Operation mitgeteilt, dass sein deutscher Keeper den Eingriff gut überstanden habe. Die Rückkehr hänge von der weiteren Entwicklung ab.

Ter Stegen hatte wegen der Rückenprobleme die beiden Testspiele der DFB-Auswahl gegen die Türkei (2:3) und in Österreich (0:2) verpasst und auch bei folgenden Spielen von Barça zuschauen müssen. Er hatte in diesem Jahr bis zu seinem November-Ausfall in acht von neun Länderspielen im Tor der Nationalmannschaft gestanden.

Bayern-Kapitän Manuel Neuer sagte bei Prime Video, er habe nach der Rücken-Operation ter Stegens noch keinen Kontakt mit seinem Nationalmannschafts-Konkurrenten gehabt. „Wir stehen ja regelmäßig in Kontakt“, fügte Neuer bei Prime Video aber gleich hinzu.

Mit Blick auf die Heim-Europameisterschaft im kommenden Jahr und den Konkurrenzkampf mit ter Stegen erklärte der Weltmeister von 2014: „Ich glaube, dass man auch mal verstehen muss, dass wir Mannschaftskollegen sind, dass wir alle das Gleiche wollen, dass wir versuchen wollen, dass wir im eigenen Land eine tolle EM spielen. Und dass wir, egal, wie es am Ende ausgeht, einen Top-Torwart zwischen den Pfosten haben werden.“

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Laut „Handelsblatt“: DFB in 2022 mit 4,2 Millionen Verlust

Der Deutsche Fußball-Bund e.V. weist im Finanzbericht für 2022 einen Verlust von 4,2 Millionen Euro aus. Das berichtet das „Handelsblatt“ (Freitag-Ausgabe). Ohne Sondereffekte hätte das Minus demnach sogar bei 17,5 Millionen Euro gelegen, heißt es weiter. Ein aufgelöster Rentenfonds habe aber 9,5 Millionen Euro eingebracht. Die bilanziell wichtige freie Rücklage sei auf nur noch 41 Millionen Euro gesunken.

Es sei „insgesamt noch ein akzeptables wirtschaftliches Ergebnis, wenn man bedenkt, dass die Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Katar in der Vorrunde ausschied und wir es mittlerweile mit einem strukturellen Defizit zu tun haben“, wurde DFB-Finanzdirektor Stephan Grunwald vom „Handelsblatt“ zitiert. Sportliche Misserfolge der Nationalmannschaft, Streitigkeiten mit dem Finanzamt und der Bau des Campus für fast 190 Millionen Euro seien die Gründe für das Defizit.

Wirtschaftlich sei der DFB vom Abschneiden der Männer-Nationalmannschaft abhängig. Sollte auch die EM im kommenden Jahr vor eigenem Publikum enttäuschend verlaufen, „haben wir ein ernsthafteres Problem“, sagte Grunewald.

Die Rechte an der Nationalmannschaft, am DFB-Pokal und einzelnen DFB-Ligen hat der gemeinnützige Verband an die Tochterfirma DFB GmbH & Co. KG verpachtet. Diese kam 2022 im ersten Jahr auf 23 Millionen Euro Gewinn bei 377 Millionen Euro Umsatz. Für 2023 erwartet der DFB e.V. nach eigenen Angaben ein ausgeglichenes Ergebnis.

Ter Stegen unters Messer: Weg für Neuer frei?

Das Comeback von Manuel Neuer auch im deutschen Tor bei der Heim-EM wird immer wahrscheinlicher. Marc-Andre ter Stegen, ewiger Schattenmann des langjährigen Kapitäns, muss sich wie erwartet einer Rücken-OP unterziehen - und so könnte Neuer doch wieder zurück ins Licht treten. „Die Pause nervt offensichtlich“, schrieb ter Stegen am Dienstagabend bei Instagram, als er die Nachricht verkündete - denn nach Neuers langwieriger Verletzung dreht sich die Lage im Kampf um die Nummer 1 nun plötzlich wieder um.

„Nach intensiven Gesprächen mit dem Ärzteteam des Vereins und verschiedenen unterstützenden Experten haben wir uns für einen chirurgischen Eingriff entschieden“, schrieb ter Stegen zu einem Foto, auf dem er im Trikot des FC Barcelona nachdenklich in die Zukunft blickt. Es sei jedoch „die richtige und sichere Entscheidung, um zu den besten Bedingungen für meinen Klub und die Nationalmannschaft zurückzukommen“, ergänzte ter Stegen.

Die Reaktion des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) erfolgte prompt. „Alles Gute für die OP, Marc! Wir denken an dich!“, hieß es unter dessen Post. Der Eingriff soll laut Barca noch in dieser Woche erfolgen, im Anschluss daran soll es eine neue Stellungnahme des Vereins geben.

Spanischen Medien zufolge werde ter Stegen weitere vier bis sechs Wochen ausfallen. Eine Rückkehr sei Anfang bis Mitte Januar möglich - sofern die OP und die folgende Reha wie erhofft verlaufen sollten.

Große Nachfrage zum Start der zweiten Ticket-Phase – So kommen Fans an Karten 

Auch nach der Auslosung der EM-Gegner der deutschen Nationalmannschaft ist die Ticket-Nachfrage für die drei Gruppenspiele enorm hoch. Das bestätigte der Deutsche Fußball-Bund kurz nach dem Start der nächsten Verkaufsphase.

Genaue Angaben über die Anzahl der Zugriffe auf das Kontingent von je 10 000 Eintrittskarten pro Partie der DFB-Elf waren aber noch nicht möglich.

Deutschland spielt am 14. Juni 2024 das EM-Eröffnungsspiel in München gegen Schottland, vier Tage später (18. Juni) ist Ungarn in Stuttgart der Gegner. Am 23. Juni geht es in Frankfurt gegen die Schweiz.

Die UEFA überlässt jedem Verband die Verteilung des für dessen Fans reservierten Kontingents. Der DFB gliedert den Verkauf in drei Phasen und Gruppen. Ersten Zugriff haben Mitglieder des offiziellen Fan Clubs Nationalmannschaft, dann kommen Mitglieder anderer Fan Clubs zum Zug und letztlich dürfen sich auch noch Personen bewerben, die eine sogenannte Turnierregistrierung beim DFB abgeschlossen haben.

Zeitlich begrenzt ist diese Verkaufsphase bis zum 15. Dezember. Die Kosten pro Ticket in der Gruppenphase reichen von 30 bis 200 Euro. Für das Eröffnungsspiel gegen Schottland sind es 50 bis 600 Euro.

Für alle Verbände stellt die UEFA derzeit rund eine Million Tickets zur Verfügung. Auf dem eigenen Portal werden vom Kontinentalverband zudem noch Restposten aus der ersten Verkaufsphase im Oktober veräußert, die von den Käufern nicht bezahlt und daher storniert worden waren. Dort kann man sich mit einer noch möglichen Online-Registrierung um Tickets für alle 51 Turnier-Spiele bewerben. In der ersten Verkaufsphase hatte es für die damals 1,2 Millionen verfügbaren Karten mehr als 20 Millionen Anträge gegeben.

Weitere Infos zum Weiterverkauf von Tickets und darüber, was Gewinner im Zuge der Auslosung tun sollten, gibt es hier.

Kimmich-Versetzung in DFB-Elf vom Tisch

Bundestrainer Julian Nagelsmann hat auf dem Weg zur Heim-EM anscheinend eine wegweisende Entscheidung für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft getroffen. Wie die Bild-Zeitung am Donnerstag berichtete, werde Joshua Kimmich weiterhin im Mittelfeld spielen und somit nicht auf die Rechtsverteidigerposition versetzt. Dies habe Nagelsmann „intern klargemacht“.

Kimmich (28/Bayern München) kann beide Positionen spielen, sieht sich allerdings eindeutig in der Zentrale am stärksten, weil er dort mehr Einfluss auf den Aufbau nehmen kann. Bei der WM in Katar hatte er im Vorrundenspiel gegen Costa Rica (4:2) die erste Halbzeit hinten rechts gespielt - ebenso im letzten Spiel unter Hansi Flick im September gegen Japan (1:4).

Die rechte Abwehrseite ist in der Nationalmannschaft schon länger eine offene Baustelle. Nagelsmann könnte dort auf einen der Innenverteidiger Niklas Süle (Borussia Dortmund) oder Jonathan Tah (Bayer Leverkusen) setzen, auch Benjamin Henrichs (RB Leipzig) ist eine Option.

In der defensiven Zentrale hatte Kapitän Ilkay Gündogan auf der USA-Reise zweimal gut mit Pascal Groß harmoniert. Auch Leon Goretzka drängt zurück ins Team.

EM 2024: UEFA reduziert Kadergrößen

Geringere Auswahl für Julian Nagelsmann: Der Bundestrainer geht, verglichen mit seinen Vorgängern Hansi Flick und Joachim Löw, mit einem kleineren Kader in die Heim-EM 2024. Die Europäische Fußball-Union (Uefa) hat die Größe der Aufgebote für das Turnier in Deutschland wieder auf die früher gängigen 23 Spieler reduziert.

Flick und Löw hatten bei der WM 2022 und der Euro 2021 noch jeweils 26 Spieler zur Verfügung. Die nun erfolgende Reduktion geht aus den Regularien der Uefa für die Endrunde (14. Juni bis 14. Juli 2024) hervor.

Die Kader waren vor der vergangenen EM aufgestockt worden, um Ausfälle wegen Corona-Infektionen auffangen zu können. Der Weltverband Fifa hielt für die WM in Katar an der Zahl von 26 Profis aufgrund der hohen Belastung der Spieler beim Turnier inmitten der Saison fest.

Nagelsmann hatte für seine Premiere im Oktober mit den Länderspielen gegen die USA (3:1) und Mexiko (2:2) noch 26 Spieler berufen. Diesmal nominierte er für die Duelle mit der Türkei am Samstag (20.45 Uhr/RTL) in Berlin und mit Österreich drei Tage später in Wien sogar 27 Akteure. Nach den Ausfällen von Malick Thiaw und Chris Führich hat Nagelsmann aber nur noch 25 Spieler in seinem Aufgebot. Robin Gosens wurde durch David Raum ersetzt.

Für die nächste Maßnahme im März will der Bundestrainer seinen Kader etwas ausdünnen. Dann liege der Fokus stärker auf dem Einspielen für die Euro, sagte er.

Sein EM-Aufgebot wird der 36-Jährige aller Voraussicht nach kurz vor dem letzten Bundesliga-Spieltag am 18. Mai benennen. Der finale Kader muss spätestens am 7. Juni bis Mitternacht bei der Uefa gemeldet werden.

EM 2024: Spielball heißt „Fußballliebe“

Der offizielle Spielball für die Heim-EM 2024 in Deutschland heißt „Fußballliebe“. Hersteller adidas stellte den Ball am Mittwoch in Anwesenheit des Nationaltorhüters Manuel Neuer sowie der UEFA-Partner Celia Sasic und Philipp Lahm auf dem Maifeld in Berlin vor.

Auf dem Ball sind neben dem Aufdruck „FUSSBALLLIEBE“ unter anderem die Namen und Illustrationen aller zehn Spielorte abgebildet.

Mit Musik, aber weiter ohne Mats Hummels hat Julian Nagelsmann die Vorbereitung auf die EM-Testspiele der Fußball-Nationalmannschaft fortgesetzt. Der 34 Jahre alte Dortmunder Verteidiger fehlte wegen seiner Rückenprobleme auch am Mittwoch auf dem DFB-Campus. Wie am Vortag ließ Bundestrainer Nagelsmann seine 20 verbliebenen Feldspieler bei rhythmischen Klängen die Aufwärmübungen machen. Die vier Torhüter um Marc-André ter Stegen trainierten auf einem kleinen Nebenplatz.

Mit dabei war wieder Leon Goretzka. Der Bayern-Profi hatte am Dienstag noch wegen seiner muskulären Probleme eine individuelle Einheit absolviert. Erstmals im Einsatz: Der neue EM-Ball, der kurz zuvor in Berlin unter anderem von Torwart Manuel Neuer vorgestellt worden war.

Der Spielball für die Europameistershaft in Deutschland heißt „Fußballliebe“ wurde am 15. November in Berlin präsentiert.

Der Spielball für die Europameistershaft in Deutschland heißt „Fußballliebe“ wurde am 15. November in Berlin präsentiert.

Die Nationalmannschaft bereitet sich noch bis Donnerstag auf dem Akademiegelände in Frankfurt auf die Länderspiele am Samstag in Berlin gegen die Türkei und drei Tage später in Wien gegen Österreich vor. Am Freitag reist das DFB-Team in die Hauptstadt.

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