Beim ersten Härtestest in der Königsklasse lässt ein Team die Konkurrenz in der F1 ganz alt aussehen.
Nach erster TestphaseDieses Formel-1-Team macht der Konkurrenz Angst

Der Formel-1-Zirkus muss sich auf ganz neue Regeln einstellen. (Archivfoto)
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Die Formel 1 steht vor einer Phase tiefgreifender Regeländerungen, die das Kräfteverhältnis im gesamten Teilnehmerfeld neu sortieren könnten. Während viele Teams noch damit kämpfen, die komplexen Neuerungen aerodynamisch, mechanisch und strategisch zu entschlüsseln, scheint ausgerechnet Mercedes-AMG, das in den letzten Jahren oft hinter Red Bull zurückgefallen ist, den großen Wurf gelandet zu haben. Das zeigte der erste Härtetest in Barcelona.
Die ersten Tests auf der Grand-Prix-Strecke vor den Toren Barcelonas zeigen ein klares Bild: Der neue Mercedes-AMG W17 wirkt stabiler und leichter beherrschbar und setzt insbesondere in schnellen Kurven und bei wechselnden Streckenbedingungen neue Maßstäbe.
Formel 1: AMG-Mercedes schockt die Konkurrenz
George Russell absolvierte in einer einzigen Morgensession 92 Runden. Zum Vergleich: Seine Rivalen kamen nur auf 41 bzw. 10 Runden. Für diese Phase ist das ungewöhnlich.
Hinter vorgehaltener Hand sprechen Ingenieure anderer Teams davon, dass Mercedes die neuen Regeln „am saubersten“ interpretiert habe – ein Satz, der im Fahrerlager selten ohne Nervosität fällt. Selbstverständlich lassen sich auch McLaren und Red Bull so früh noch nicht in die Karten schauen.
AMG-Mercedes scheint die neuen F1-Regeln am besten umgesetzt zu haben
Besonders bemerkenswert ist, dass der Mercedes-AMG W17 bereits sehr früh konstante Leistungen auf Rennniveau zeigt. Während andere Teams noch mit Bouncing, Balance-Problemen oder inkonstantem Reifenverhalten zu kämpfen haben, präsentiert sich der Mercedes präzise, ruhig und vor allem zuverlässig.
Genau das war in den letzten Saisons der große Schwachpunkt von Mercedes. Jetzt wirkt es jedoch so, als habe die Crew von Teamchef Toto Wolff in Brackley endlich jene aerodynamische Plattform gefunden, nach der sie seit 2022 gesucht hat. Sollten sich die Eindrücke aus den Tests in Barcelona bestätigen, könnte Mercedes nicht nur wieder voll dabei sein, sondern sogar das Team sein, das den Ton in der neuen Regelära angibt.
Ferrari hängt jetzt schon hinterher
Bei Ferrari läuten derweil schon die Alarmglocken. Der „SF-26“ getaufte Rennwagen bereitet bereits jetzt große Probleme. Dabei erhofft sich die Traditionsmarke von dem neuen Konzept eine positive Trendwende. Die Saison 2025 beendeten die Italiener lediglich auf dem vierten Platz der Konstrukteurswertung. Besonders enttäuschend war das erste gemeinsame Jahr mit Rekordweltmeister Lewis Hamilton im Cockpit.
Kein Wunder also, dass im Fahrerlager der Königsklasse bereits die Frage kursiert: „Hat Mercedes diesmal alles richtig gemacht – und müssen die anderen Teams nun hinterherfahren?“ Bereits am 8. März steht in Melbourne das erste Rennen der Saison auf dem Programm. Dann wird sich auch zeigen, wie die Premiere Nico Hülkenberg im Audi laufen wird. (mbr)

