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Probleme mit dem RasenFortuna Köln trainiert in der „Matschwüste“

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Alex Ende vor Rödinghausen

Alexander Ende und der SC Fortuna schwören sich auf die Partie gegen Rödinghausen ein.

Köln – Kiebitze, die dieser Tage etwas früher zu den Trainingseinheiten des SC Fortuna Köln kommen, können ein eigenartiges Ritual beobachten. Auf dem quadratischen Rasenstück an der Vorgebirgsstraße läuft Alexander Ende auf und ab und stampft unregelmäßig mit den Füßen. „Unser Platz ist eine glatte Sechs“, schimpft der Fußballlehrer. „Eine reine Matschwüste, bei der ich vor jeder Einheit erstmal unterwegs bin, um die größten Löcher zu stopfen.“

Auch vor dem Jahresabschluss am Freitag (19 Uhr, Südstadion) gegen den SV Rödinghausen war der Regionalliga-Coach wieder als verkappter Platzwart unterwegs. Der 42-Jährige versuchte, die baulichen Fehler unter dem Trainingsrasen mit verdichtetem Beton und dadurch bedingt schlechtem Ablauf von Regenwasser oberflächlich auszubessern.

„Es besteht immer die Gefahr umzuknicken, muskuläre Probleme davonzutragen und zu viel Kraft zu lassen“, erklärt Ende. Ein einstündiges Training auf dem Fortuna-Rasen stelle die gleiche Belastung dar wie knappe zwei Stunden auf einem „normalen Platz“. „Wir müssen da eine Lanze für unseren Athletiktrainer und Physio brechen, dass wir so gut durchgekommen sind“, lobt er Nils Vogt und Fabian Kobus, die mit für die wenigen Verletzungen verantwortlich sind.

Jannik Löhden gegen Düsseldorf

Jannik Löhden (M.) ist der letzte fitte Innenverteidiger der Fortuna.

Bis auf Seymour Fünger, der im Training tatsächlich umknickte und sich die Bänder des Sprunggelenks ebenso verletzte wie Dominik Lanius, steht der Kader. Nur der kranke Nico Brandenburger, Jan-Luca Rumpf nach seiner Thrombose und der muskelverletzte Ismail Harnafi fehlen länger.

Försterling könnte neben Löhden rücken

Deswegen muss Coach Ende vor allem in der Abwehr improvisieren. „Mit Jannik Löhden haben wir noch einen fitten Innenverteidiger“, stellt er klar. Fünger und/oder Lanius könnten aber auf die Zähne beißen und mit Tapeverband spielen. Ansonsten müsste Sechser Kai Försterling – wie im Pokal gegen Hennef – ins Abwehrzentrum neben Kapitän Löhden rücken.

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So oder so nimmt Ende den Gegner sehr ernst. Dennoch vergisst er auch die eigene Situation nicht. „Wir sind besser“, betont Ende und relativiert die beiden witterungsbedingten Spielabsagen gegen Lotte und Wegberg-Beeck. „Natürlich möchtest du, wenn du einen guten Lauf hast, auf den Platz. Da mussten wir improvisieren, konnten das aber mit unserem 18-Mann-Kader im Training beim Neun-gegen-Neun gut auffangen.“