Sarah Schleper de Gaxiola startet mit 46 Jahren erneut bei Olympia. Ihr Sohn ist ebenfalls dabei – eine Premiere.
Historische Olympia-TeilnahmeMutter und Sohn aus Mexiko treten bei Winterspielen an

Sarah Schleper im Dezember 2011 beim Slalom-Weltcup in Lienz mit ihrem Sohn Lasse auf dem Arm.
Copyright: IMAGO/Camera 4/PhotoSI
Mexikos Delegation für die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo ist klein: Aus dem 130-Millionen-Einwohner-Land treten nur fünf Personen an.
Um in Mexiko mit Wintersport in Berührung zu kommen, bedarf es in der Regel besonderer Verbindungen. Dass ein Mutter-Sohn-Gespann Teil der fünfköpfigen Olympia-Auswahl des Landes ist, erscheint daher umso bemerkenswerter.
Sarah Schleper mit Olympia-Erfahrung
Die Skifahrerin Sarah Schleper de Gaxiola war bereits 2006 und 2010 bei den Olympischen Spielen dabei. Damals startete sie für die USA im Slalom sowie im Riesenslalom und erreichte bei ihrer Premiere in Turin den zehnten Platz. 20 Jahre später, mit 46 Jahren, unternimmt sie nun einen weiteren Anlauf.
Bei ihrem Debüt in Turin war ihr Sohn Lasse noch nicht auf der Welt, 2026 wird er mit 17 Jahren selbst die Piste bezwingen. „Es ist sehr aufregend, und es ist unser Leben. Seit vielen Jahren dachten wir, dass es passieren könnte, und jetzt zu sehen, dass es tatsächlich passiert … es ist schwer zu begreifen“, äußerte sich Mama Schleper gegenüber der offiziellen Olympia-Seite.
Durch ihren sportlichen Werdegang kam Lasse schon sehr früh mit dem Skifahren in Berührung. Als sie Ende 2011 ihren vorläufigen Abschied vom professionellen Rennsport zelebrierte, fuhr sie beim Weltcup in Lienz in einem knappen Kleid über einem Bikini anstelle eines Skianzugs. Auf dem Weg nach unten nahm sie ihren damals dreijährigen Sohn auf und fuhr mit ihm im Arm ins Ziel.
An diesen besonderen Moment erinnert sie sich bis heute: „Als ich am Start wartete, sagte jemand, ich glaube, mein Mann: ‚Warum nimmst du Lasse nicht auf dem Weg in die Arme?‘ Es geschah einfach. Es war nicht geplant.“
Mehr als 14 Jahre später wird Lasse Schleper nun nicht mehr als Mitfahrer, sondern als Leistungssportler die Piste befahren. Sie bilden damit das erste Mutter-Sohn-Duo in der Geschichte der Olympischen Winterspiele.
„Ich glaube, während der Spiele und danach werden wir es viel bewusster wahrnehmen und denken: Wow, wir haben es geschafft“, sagte die gebürtige US-Amerikanerin voller Vorfreude. Medaillenchancen werden dem mexikanischen Duo zwar nicht zugesprochen, doch gemäß dem olympischen Gedanken „Dabei sein ist alles“ gehören beide schon jetzt zu den Gewinnern der Winterspiele. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

