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KEC mit 80 Punkten nach 36 SpielenKölner Haie üben sich trotz Rekord in Zurückhaltung

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Haie-Keeper Felix Brückmann

Haie-Keeper Felix Brückmann

Der KEC ist Tabellenführer und hat einen Punkterekord aufgestellt. Doch zu große Euphorie soll nicht aufkommen.

Zahlen lügen bekanntlich nicht, im Fall der Haie illustrieren sie zudem die Einzigartigkeit ihrer momentanen Erfolgssträhne. Das 8:1, das die Haie am Sonntag in Dresden feierten, der neunte Erfolg in Serie, brachte das Punktekonto des KEC an der DEL-Tabellenspitze auf 80. Und das ist Rekord. Der Verein hat ermittelt, dass die Haie nach 36 Saisonspielen seit Gründung der Liga in der Spielzeit 1994/95 zu diesem Zeitpunkt der Saison noch nie so viele Punkte gesammelt hatten.

Am Dienstag treten die Haie in Nürnberg an

Da es im Eishockey aber nicht darum geht, Erster zu werden, sondern im Frühjahr in den Playoffs zu bestehen – auch der Tabellenzehnte kann theoretisch Meister werden –, bleibt man beim KEC zurückhaltend. „Wir sind auf einem langen Roadtrip unterwegs und wollten deshalb einen guten Start in das erste Spiel haben, um darauf für die weiteren Spiele aufzubauen“, sagte Haie-Trainer Kari Jalonen am Sonntag in Dresden – und weiter: „Wir hatten viel Geschwindigkeit in unserem Spiel über die gesamten 60 Minuten. Das war ein Schlüssel zum Sieg, ebenso, dass wir gut auf das Dresdner Forechecking reagiert haben und so viele Konter fahren konnten.“ Auch die Special Teams waren in guter Form. Zwei Tore fielen im Powerplay, außerdem gab es zwei Shorthander, also Treffer in Unterzahl.

Die insgesamt vier Begegnungen umfassende Auswärtsfahrt, die in der sächsischen Metropole begann, setzt das KEC-Team am Dienstag in Nürnberg mit einer Partie gegen die Ice Tigers fort. Spielbeginn ist bereits um 16.30 Uhr, da in Bayern der Dreikönigstag ein Feiertag ist. In Dresden fehlte den Haien zum zweiten Mal ihr Torhüter Janne Juvonen, der laut KEC krank ist. Ob er in Nürnberg wieder dabei sein kann, war am Montag noch offen. Beruhigend für den KEC ist, dass Felix Brückmann, der Juvonen in den beiden Spielen vertrat, sich sehr sicher präsentierte. Das ist keine Selbstverständlichkeit, da der 35-Jährige zuvor wegen einer Knieverletzung mehr als zwei Monate pausieren musste. Anders ausgedrückt: Mit Juvonen und Brückmann verfügen die Haie über ein Torwart-Duo, das zu den besten der DEL gehört.

Gregor MacLeod fehlt verletzt

Ob der kanadische Stürmer Nate Schnarr, der sich am Freitag beim 4:2-Heimsieg der Haie gegen Straubing verletzte, als er in die Bande krachte, wieder mitmischen kann, ist noch offen. Auch über seinen Einsatz soll kurzfristig entschieden werden. Top-Angreifer Gregor MacLeod, der wegen einer offiziell sogenannten „Oberkörperverletzung“ (vermutlich an einer Hand) pausiert, ist dagegen nicht einsatzbereit. Der Kanadier befindet sich im Aufbau und trainiert nicht mit der Mannschaft. Nach der Begegnung in Nürnberg spielen die Haie am Freitag (19.30 Uhr) in Ingolstadt, am Sonntag in Augsburg (16.30 Uhr) – und danach am 16. Januar (19.30 Uhr) in Bremerhaven.