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Mittelrheinliga
Trainer Ali Meybodi denkt an Abschied – Ära beim FC Pesch vor dem Ende?

Lesezeit 2 Minuten
12.03.32023, Fussball-FC Pesch - Bonn

TR: Ali Meybodi (Pesch)

Foto: Uli Herhaus

Peschs langjähriger Trainer Ali Meybodi

Der Kölner Mittelrheinligist kämpft um den Klassenerhalt. Für seinen langjährigen Trainer könnte die aktuelle Saison die letzte in Pesch sein.

Ali Meybodi trainiert den Fußball-Mittelrheinligisten FC Pesch in der siebten Saison. Nach einem aus finanziellen Gründen radikalen personellen Schnitt und einem großen Verletzungspech wurde die Hinrunde auf dem letzten Tabellenplatz abgeschlossen. Doch nach nur einer Niederlage in neun Spielen ist die sportliche Wende sichtbar.

Umso überraschender ist die Nachricht, dass am Saisonende eine Trennung von Trainer Meybodi nicht mehr ausgeschlossen ist. „Ja, das stimmt. Ich habe eine Woche Bedenkzeit erbeten, ob ich weiter mache. Die Entscheidung über meine Zukunft liegt nach den Gesprächen mit dem Vorstand aber allein bei mir“, sagt Meybodi.

Abdullah Keseroglu wird als Nachfolger beim FC Pesch gehandelt

Auch im Fall eines Abstieges hatte der Vorsitzende Faisal Neumann ihm mehrfach das Vertrauen ausgesprochen. Ein Nachfolger wird jedoch schon gehandelt: Der ehemalige Profi Abdullah Keseroglu (35), der im November 2022 beim Mittelrheinligisten Eintracht Hohkeppel nach etwas mehr als drei erfolgreichen Jahren vorzeitig gekündigt wurde.

Meybodi macht keinen Hehl daraus, dass eine fehlende sportliche Perspektive in Pesch ihn zum Nachdenken veranlasste. So hat zum Beispiel Oliver Noster aktuell nach Granit Rama, Finn Springer und Mats Kremer der vierte Stammspieler am Saisonende dem A-Ligisten SC Fliesteden seine Zusage gegeben.

Ali Meybodi muss sich zwischen „Herz und Hirn“ entscheiden

„Ich musste seit dem vergangenen Sommer vierzehn neue Spieler integrieren, einen ähnliche Situation möchte ich nicht mehr bewältigen“, erklärt der Coach, der sich nach eigenen Worten zwischen „Herz und Hirn“ entscheiden muss. Der Fußball habe sein Leben geprägt, aber eben nur als Hobby. Hauptberuflich ist der Verkaufsleiter eines international agierenden Konzerns ausgelastet, Angebote aus der Regionalliga waren noch nie relevant.

„Die Mittelrheinliga ist wegen der stetigen Professionalisierung für mich das ideale Betätigungsfeld, das ich auch mit meiner Familie vereinbaren kann“, sagt Meybodi. Einen kompletten Rückzug vom Fußball schließt er bei einer Trennung in Pesch aus.

Zunächst sei er aber auf die verbleibenden sechs Spiele im Kampf um den Klassenerhalt fokussiert, für den am Sonntag (16 Uhr, Escher Str.) ein Sieg gegen den VfL Vichttal dringend nötig wäre.

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