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BasketballHallen-Situation in Leverkusen könnte Existenz der Wings bedrohen

2 min
01.02.2025, Basketball-Wings Leverkusen-Alba Berlin

rechts: Nicole Scales (Wings)

Foto: Uli Herhaus

Spielszene aus der vergangenen Saison in der Heisenberg-Halle: Nicole Scales (r.) von den Wings am Ball

Die Zweitliga-Basketballerinnen aus Leverkusen können derzeit nur zweimal pro Woche trainieren.

Nun ist auch Tessa Brugler in Leverkusen angekommen. Die 25-jährige US-Amerikanerin, die zuletzt in der zweiten spanischen Liga bei Hierros Diaz Miralvalle spielte, wurde am Flughafen mit einem „Welcome Wings“-Plakat empfangen. Damit kann Headcoach Patrick Reusch mit dem kompletten Kader arbeiten und das Team auf die am 3. Oktober beginnende Saison vorbereiten. Personell ist also alles okay, allerdings gibt es eine andere große Baustelle. Und dies im wahrsten Sinne des Wortes.

Sanierung der Heisenberg-Halle dauert länger als geplant

Die Sanierung der Heisenberg-Halle, Heimspielort des Zweitligisten und Trainingsstätte der allermeisten Mannschaften des Vereins, der sich der Förderung des Mädchen- und Frauenbasketballs verschrieben hat, dauert länger als geplant. Ursprünglich sollte die Halle zum Ende der Sommerferien wieder zur Verfügung stehen. Tatsächlich wird die Halle bis mindestens Ende September geschlossen bleiben.

Für die Zweitliga-Mannschaft und die anderen Teams des Klubs ist dies – aus sportlicher Sicht betrachtet – ein Desaster. Patrick Reusch kann aktuell mit seinen Zweitliga-Spielerinnen nur zweimal in der Woche trainieren. Die Regionalligamannschaft, die als Unterbau dient, steht momentan komplett ohne Halle da. Ebenso alle Jugendmannschaften. „Abgesehen davon, dass sich die Spielerinnen alle nur unzureichend bis überhaupt nicht auf die neue Spielzeit vorbereiten können, kann diese Situation auch existenziell für uns bedrohlich werden. Schließlich zahlen die Spielerinnen Beiträge und erhalten nun keine Gegenleistung dafür. Außerdem müssen jede Menge Spiele verlegt werden. Das beschäftigt uns schon sehr“, gibt Wings-Sportdirektorin Grit Schneider einen Einblick in die aktuelle Situation des letztjährigen Erstligisten.

Die Hallen-Situation in Leverkusen ist nach wie vor kritisch. Die neue Halle in der Bahnstadt ist noch nicht fertig, die große Halle an der Gesamtschule Schlebusch steht ebenfalls weiter nicht zur Verfügung.