Erdbeben in der TürkeiFußballer aus Köln bei Rettungsaktion schwer verletzt

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Türkei, Adana: Menschen und Rettungsteams versuchen, eingeschlossene Bewohner in eingestürzten Gebäuden zu erreichen.

Türkei, Adana: Menschen und Rettungsteams versuchen, eingeschlossene Bewohner in eingestürzten Gebäuden zu erreichen.

Das schwere Erdbeben in der Türkei und in Syrien hat zahlreiche Opfer gefordert. Auch ein in Köln ausgebildeter Fußball-Profi wurde bei einem Rettungsversuch schwer verletzt.

Der in Köln geborenen Profi-Fußballer Baris Basdas ist bei den verheerenden Erdbeben in der Türkei und Syrien schwer verletzt worden. Der 33-Jährige habe im Zuge eines Rettungsversuchs Verletzungen erlitten, bestätigte sein Berater Serdar Topcu am Montag der Deutschen Presse-Agentur. „Bild.de“ hatte zuerst darüber berichtet.

Berater schildert bedrohliche Situation nach Erdbeben in der Türkei

Nach den Ausführungen des Beraters sei Basdas am frühen Montagmorgen nach den ersten Beben aus dem Fenster seines Zimmers gesprungen, das im zweiten Stock des Trainingsgeländes seines Clubs liegt. Dort übernachten auch immer wieder mehrere Spieler von Yeni Malatyaspor (Zweite türkischen Liga).

„Er hat sich den Fuß gebrochen und Probleme mit der Schulter“, sagte Topcu, der telefonischen Kontakt zu seinem Klienten hält. „Es sind Minusgrade dort, es liegt Schnee. Aber die Spieler sitzen draußen auf dem Trainingsplatz des Vereins, weil sie sich dort am sichersten fühlen. Niemand traut sich wegen der vielen Nachbeben mehr in die Häuser.“

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Auch die medizinische Untersuchung bei Basdas sei nur „schnell, schnell gegangen“, schilderte sein Berater die bedrohliche Situation vor Ort. Aktuell gebe es in der Stadt zu wenig Ärzte für mehrere hundert Verletzte.

Baris Basdas wurde in der Jugend des 1. FC Köln und Alemannia Aachen ausgebildet. Der Innenverteidiger lief in der Saison 2020/2021 18-Mal für Hannover 96 auf. Danach wechselte er zu Samsunspor, erst seit Februar 2022 ist er bei Malatyaspor aktiv.

Erdbeben in der Türkei: Fußball-Torwart unter den Trümmern

Außerdem wurde Teamkollege und Torwart Ahmet Eyüp Türkaslan unter Trümmern begraben, wie sein Verein Yeni Malatyaspor via Twitter mitteilte. Seine Ehefrau und das gemeinsame Kind konnten gerettet werden, die Suche nach dem 28-Jährigen sei mittlerweile aber eingestellt worden.

Der Verein postete ein Foto von Türkaslan und schrieb: „Unsere Gebete sind mit euch.“ Zahlreiche Fans kommentierten den Beitrag und richteten ihre Anteilnahme und besten Wünsche aus.

Lukas Podolski bekundet sein Mitgefühl für die Türkei

Auch Lukas Podolski bekundete sein Mitgefühl über das soziale Netzwerk. Dort schrieb der 37-jährige Ex-FC-Profi, der während seiner noch andauernden Karriere auch unter anderem in der Türkei spielte, am Montag: „Gute Besserung an die Türkei. Ich wünsche denjenigen, die bei dem Erdbeben ihr Leben verloren haben, Gottes Gnade und allen Verletzten dringende Heilung. Mein Herz ist bei Ihnen“

Nach den verheerenden Erdbeben in der Türkei und Syrien sind weit mehr als 1000 Menschen ums Leben gekommen, teilte der Katastrophenschutzdienst Afad unterdessen am Montag mit. Bei den Erschütterungen stürzten allein in der Südosttürkei Tausende Gebäude ein. (oke, dpa)

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