Nach SEK-EinsatzPolizei sucht in Swisttal-Buschhoven nach weiteren Waffen

Am Montag war in Buschhoven stundenlang ein Teil des Ortes für den SEK-Einsatz gesperrt.
Copyright: Matthias Kehrein
Swisttal – Nach dem Fund von zwei Pistolen, zwei Gewehren und mehreren Hieb- und Stichwaffen in einem Haus in Swisttal-Buschhoven sucht die Polizei derzeit fieberhaft nach möglichen weiteren Waffen.
Ermittler des Kriminalkommissariats 11 haben bereits das Auto des 34-Jährigen untersucht, der am Montagabend nach mehrstündigen Verhandlungen doch nicht von einem Spezialeinsatzkommando aus Düsseldorf aus dem Haus geholt werden musste, weil er sich stellte. Der offenbar psychisch kranke Mann befindet sich derzeit in einer entsprechenden Fachklinik. Von Notarzt und Ordnungsdienst ist er noch am Montagabend in die Klink eingewiesen worden.
Pistolen und Gewehre durchgeladen
Anlass für die weitere Waffensuche, die auch den Arbeitsplatz des Mannes einschließt, boten die gefundenen Waffen. Sie waren nicht bloß im Haus verteilt, sondern auch allesamt schussbereit – also geladen und durchgeladen. Die Gefahr, dass der Mann beim Einsatz der Polizei noch geschossen hätte, war demnach hoch.
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Zudem sind mehrere hundert Schuss Munition entdeckt und sichergestellt worden. Derzeit gehen die Ermittler davon aus, dass die Waffen noch vom Vater des 34-Jährigen stammen. Er ist der Polizei seit 15 Jahren als „waffenaffin“ bekannt. Zwar waren die registrierten Waffen des Vaters, eines Akademikers, nach Widerruf der Waffenerlaubnis abgegeben worden, aber es könnte einen weiteren, illegalen Bestand gegeben haben, vermutet die Polizei.
Der Sohn verfügte indes nie über eine Waffenerlaubnis. Möglich weitere Waffen werden nun noch im Bekanntenkreis des Buschhoveners vermutet.

