Eine repräsentative Umfrage im Auftrag von Steffen Schraut und QVC unter mehr als 2.000 Frauen zeigt, wie eng Kleidung, Selbstwahrnehmung und gesellschaftliche Erwartungen miteinander verknüpft sind. Während Italienerinnen und Französinnen als modische Vorbilder gelten, berichten viele Frauen in Deutschland von Selbstzweifeln, die sie daran hindern, ihren eigenen Stil frei auszuleben.
Italienischer Chic, deutsche ZweifelWarum viele Frauen ihren Stil nicht ausleben

Designer Steffen Schraut ließ gemeinsam mit QVC mehr als 2.000 Frauen befragen. Das Ergebnis: Nicht der Kleiderschrank bremst viele Frauen aus, sondern die eigene innere Kritikerin.
Copyright: QVC / Steffen Schraut PR
Sehnsucht nach italienischer Leichtigkeit
Auf die Frage, welchen europäischen Modestil sie selbst gerne tragen würden, nennen 34 Prozent der befragten Frauen Italien. Französinnen folgen mit 30 Prozent auf Platz zwei, Spanierinnen mit 11 Prozent auf Platz drei. Deutschland landet lediglich auf Rang sieben.
Bemerkenswert ist dabei, welche Eigenschaften die Befragten mit den als besonders stilvoll wahrgenommenen Frauen verbinden. Fast die Hälfte nennt mehr Mut zu Farben, 40 Prozent glauben, dass Frauen in Ländern wie Italien oder Frankreich mehr Zeit und Aufmerksamkeit in ihr Erscheinungsbild investieren. Auch ein stimmiger Gesamtlook und figurbetontere Schnitte werden häufig als Gründe genannt.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Stil nicht nur als Frage der Kleidung verstanden wird. Vielmehr scheint er für viele Menschen Ausdruck einer Haltung zu sein: selbstbewusst aufzutreten und die eigene Persönlichkeit sichtbar zu machen.
Die innere Kritikerin als größte Hürde
Gleichzeitig zeigt die Studie, wie stark Selbstzweifel die eigene Selbstdarstellung beeinflussen können. 45 Prozent der Befragten geben an, von ihrer „inneren Kritikerin“ gebremst zu werden. 28 Prozent warten nach eigener Aussage lieber auf den „idealen Körper“, bevor sie bestimmte Kleidungsstücke tragen würden. Unter den 18- bis 34-Jährigen steigt dieser Anteil sogar auf 36 Prozent.
Hinzu kommt die Sorge vor Bewertungen von außen. Vor allem jüngere Frauen berichten von Unsicherheiten beim Kombinieren von Kleidung oder von der Angst vor Kommentaren anderer Menschen.
Aus psychologischer Sicht ist das wenig überraschend. Kleidung erfüllt nicht nur eine praktische Funktion, sondern dient auch als Mittel sozialer Kommunikation. Sie kann Zugehörigkeit ausdrücken, Individualität betonen oder Sicherheit vermitteln. Wer befürchtet, negativ bewertet zu werden, entscheidet sich häufig eher für Anpassung als für Sichtbarkeit.
Warum ältere Frauen oft entspannter werden
Interessant ist der Blick auf die verschiedenen Altersgruppen. Während jüngere Frauen häufiger an ihrem Aussehen zweifeln oder auf den „richtigen Moment“ warten, zeigt sich bei älteren Befragten eine größere Gelassenheit. Fast jede zweite Frau über 55 Jahre sagt, bereits heute alles anzuziehen, was ihr gefällt.
Gleichzeitig halten viele der Befragten die Vorstellung, Frauen würden ab einem bestimmten Alter modisch „unsichtbar“, für einen Mythos. Jede Dritte widerspricht dieser Annahme ausdrücklich.
Stil als Frage des Selbstbildes
Die Ergebnisse zeigen, dass die Diskussion über Mode weit über Trends hinausgeht. Hinter der Frage, was Menschen tragen, stehen oft Themen wie Körperbild, Selbstwert und gesellschaftliche Erwartungen. Die Bewunderung für italienische oder französische Frauen könnte deshalb weniger auf einzelne Kleidungsstücke abzielen als auf das, was viele mit deren Auftreten verbinden: Selbstverständlichkeit, Selbstvertrauen und die Freiheit, sich zu zeigen.
Gerade in einer Zeit, in der soziale Medien ständig neue Schönheitsideale produzieren, wirkt die Erkenntnis fast überraschend schlicht: Nicht die fehlende Garderobe scheint viele Frauen zu bremsen, sondern die Frage, ob sie sich selbst erlauben, sichtbar zu sein.
FAQ
Welche Nation gilt als modisches Vorbild?
Italien führt das Ranking mit 34 Prozent an, gefolgt von Frankreich (30 Prozent) und Spanien (11 Prozent). Deutschland landet auf Platz sieben.
Was nennen die Befragten als Erfolgsgeheimnis stilvoller Frauen?
Vor allem mehr Mut zu Farben, ein stimmiger Gesamtlook und eine bewusstere Beschäftigung mit dem eigenen Erscheinungsbild.
Was hält viele Frauen davon ab, modisch mutiger zu sein?
Die größte Hürde sind Selbstzweifel. 45 Prozent nennen ihre „innere Kritikerin“ als Bremsfaktor.
Wer wurde befragt?
Für die Studie „Discover your Courage: Shopping-Vernunft versus Self Expression – wie mutig sind wir?“ wurden im April 2026 mehr als 2.000 Frauen ab 18 Jahren vom Marktforschungsinstitut Bonsai online befragt. Auftraggeber waren Steffen Schraut und QVC.