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Amazons KI-Alexa startetOhne Prime-Abo kostet die neue Assistentin 22,99 Euro

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Amazon Neuheitenevent

Amazons Sprachassistentin Alexa+ kann sich nach einem Ki-Umbau mit Nutzern unterhalten.

Amazons neue KI Alexa+ startet in Deutschland. Sie soll natürliche Dialoge führen und wird auch von BMW genutzt.

Die vollständig neu entwickelte Sprachassistentin Alexa+ wird von Amazon nun auch für den deutschen Markt bereitgestellt. In Berlin gab der US-Konzern das Versprechen ab, die auf generativer KI gestützte Software könne deutlich natürlicher kommunizieren sowie komplexe Aufgaben autonom bewältigen. Zeitgleich teilte der Automobilhersteller BMW mit, die Technologie als Grundlage für seinen künftigen Sprachassistenten in Fahrzeugen zu verwenden.

Wer bis jetzt smarte Lautsprecher verwendet, ist mit den engen Begrenzungen derartiger Systeme vertraut. Um beispielsweise Geräte in einem Smart Home mittels Sprache zu bedienen, muss eine spezifische Syntax befolgt werden. Andernfalls kann das System die Befehle nicht verarbeiten. Mit Alexa+ sichert Amazon zu, dass nun natürlich geführte Dialoge funktionieren.

Als Assistentin im realen Leben aktiv

Im Unterschied zu konventionellen Chatbots soll die Amazon-KI nicht allein als eine Suchmaschine mit Sprachfunktion dienen, sondern als tatsächliche Helferin in der echten Welt agieren. So ist Alexa+ beispielsweise in der Lage, selbstständig Tische in Gaststätten über Portale wie OpenTable zu buchen.

Um im eigenen vernetzten Zuhause von Nutzen zu sein, muss die Software von Amazon Daten sammeln und verarbeiten. Eine bedeutende Funktion sollen dabei die Sicherheitskameras der Amazon-Eigenmarke Ring einnehmen. Dies zeigt sich am Beispiel der Hundefütterung: Die Erinnerungsfunktion wird ausgelöst, weil eine Ring-Kamera den Napf im Blick hat und registriert, dass dieser noch nicht gefüllt wurde.

Genauso könnten in der Vision von Amazon Außenkameras von Ring feststellen, ob die blaue Papiertonne für die Abholung durch die Müllabfuhr schon am Straßenrand steht.

Kosten und Zugang in der Startphase

Während einer sofort beginnenden «Early Access»-Phase kann Alexa+ in Deutschland gebührenfrei genutzt werden. Wer mitmachen will, muss entweder ein neues Gerät (wie den Echo Show 11 oder den Echo Dot Max) kaufen oder sich mit einem schon vorhandenen, kompatiblen Echo-Gerät für eine Teilnahme registrieren.

Nach Beendigung der Testperiode wird Amazon den Dienst ohne Aufpreis in das Prime-Abonnement integrieren. Wer kein Prime-Abo besitzt, wird hingegen deutlich zur Kasse gebeten: Für diese Nutzer verlangt Amazon zukünftig einen recht hohen monatlichen Betrag von 22,99 Euro.

BMW integriert die neue Sprach-KI

Die neue Technologie von Amazon ist nicht nur auf die hauseigenen Echo-Lautsprecher begrenzt. BMW hat in Berlin auf eine umfassende Partnerschaft mit dem US-Konzern hingewiesen. Der bayerische Automobilproduzent bringt die deutsche Fassung seines neuen «Intelligent Personal Assistant» auf den Markt, dessen technologische Basis der «Alexa Custom Assistant» von Amazon darstellt.

Dabei werden bestimmte Funktionen der neuen KI-Technologie Alexa+ tief in die Software der Fahrzeuge eingebunden. Autofahrer können zukünftig über natürlich formulierte Gespräche weitreichende Fahrzeugfunktionen bedienen oder Routen mit mehreren Stopps planen, wozu das System sogar erklärende Hintergrundinformationen bereitstellt. Auf Wunsch lässt sich außerdem das persönliche Amazon-Konto koppeln, um reibungslos auf Musikstreaming-Dienste zuzugreifen. In Deutschland wurde das System im neuen BMW iX3 bereits Mitte April des Jahres 2026 eingeführt. Ab der zweiten Jahreshälfte 2026 soll die dialogfähige KI dann nach und nach in weiteren BMW-Modellen zur Verfügung stehen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.