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Auf dem Weg zu 250 JahrenEine Reise zu 25 Orten der amerikanischen Geschichte

8 min
Die Sonne scheint durch eine US-Flagge

Vor 250 Jahren unterzeichneten 13 britische Kolonien die Unabhängigkeitserklärung - der 4. Juli 1776 gilt als Gründungstag der Vereinigten Staaten von Amerika.

Die USA feiern 2026 ihr 250. Jubiläum. Wir stellen 25 Orte vor, die Sie auf eine Reise durch die US-Geschichte mitnehmen.

In den Vereinigten Staaten stellt der 4. Juli als Independence Day einen wichtigen Feiertag dar. Im Jahr 2026 wird das 250. Jubiläum der Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung begangen. Die gemeinnützige Organisation America 250 Commission hat aus diesem Anlass „die größte synchronisierte Feier zum Unabhängigkeitstag in der Geschichte der USA“ angekündigt. Es bleibt offen, ob die Nation angesichts politischer Spaltung und wirtschaftlicher Probleme geschlossen feiern kann.

Wir präsentieren 25 touristisch bedeutsame Ziele für Reisende aus dem Kölner Raum, die anlässlich des Jubiläums eine Tour durch die USA planen. Jede dieser Stationen repräsentiert eine Dekade der amerikanischen Historie.

1770er – Independence Hall (Philadelphia, Pennsylvania)

In Philadelphia akzeptierten die Delegierten der dreizehn Gründerkolonien am 4. Juli 1776 die Erklärung der Unabhängigkeit. Die Gründungsurkunde der USA wurde wesentlich von Thomas Jefferson, dem späteren Präsidenten, formuliert. Die Signatur erfolgte im Versammlungsraum des damaligen Pennsylvania State House, welches man heute als Independence Hall kennt.

1780er – Federal Hall (New York City, New York)

Das Federal Hall National Memorial befindet sich im Financial District von Manhattan. George Washington wurde am 30. April 1789 auf dem Balkon des früheren Gebäudes an dieser Stelle als erster US-Präsident vereidigt. Ein Museum erläutert heutzutage die Historie des ursprünglichen Kapitols.

1790er – White House (Washington, D.C.)

In den 1790er-Jahren wurde mit der Errichtung des Amtssitzes des Präsidenten in Washington, D.C., begonnen. John Adams war der erste US-Präsident, der im Jahr 1800 dort residierte. Erst seit 1901 ist die Bezeichnung „White House“ offiziell. Gemäß der Deutschen Botschaft in Washington können keine touristischen Führungen stattfinden, jedoch gewährt das nahegelegene White House Visitor Center mittels einer interaktiven Besichtigung einige Impressionen.

1800er – U.S. Capitol (Washington, D.C.)

Um das Kapitol, eine architektonische Ikone, entwickelte sich die Stadt Washington. Am 17. November 1800 fand die erste Sitzung des US-Kongresses in dem monumentalen neoklassizistischen Bauwerk statt. Mit einer Länge von mehr als 200 Metern und einer Breite von über 100 Metern lockt das Bauwerk jedes Jahr Millionen Besucher an.

1810er – Fort McHenry (Baltimore, Maryland)

Amerikanische Einheiten wehrten im Jahr 1814 von Fort McHenry aus einen Angriff der britischen Royal Navy auf den Hafen von Baltimore erfolgreich ab. Die bei diesem Ereignis gezeigte Garnisonsflagge regte Francis Scott Key zum Verfassen des Gedichts „Defence of Fort M'Henry“ an. Eine musikalische Fassung davon avancierte 1931 zur Nationalhymne „The Star-Spangled Banner“.

1820er – Erie Canal (New York State)

Durch den Eriekanal, der 1825 in Betrieb genommen wurde, entstand eine Verbindung zwischen den Großen Seen und dem Hudson River, was dem Binnenland Zugang zum Atlantik verschaffte. Infolgedessen entwickelte sich New York zur wichtigsten Metropole für Handel und Finanzen. Heutzutage dient die Wasserstraße touristischen Zwecken für Bootsfahrer und Paddler, und ein Wander- sowie Radweg erstreckt sich entlang des über 580 Kilometer langen Verlaufs.

1830er – Trail of Tears National Historic Trail (mehrere Staaten)

Unter Präsident Andrew Jackson schuf der Indian Removal Act von 1830 die gesetzliche Grundlage für die Zwangsumsiedlung der indigenen Bevölkerung Nordamerikas. Als „Trail of Tears“ (Pfad der Tränen) gingen diese Deportationen in die Geschichte ein. Schätzungen zufolge starben in den Jahren 1838/39 zwischen 4000 und 5000 Angehörige der Cherokee während ihrer Vertreibung aus den angestammten Territorien nach Oklahoma. Auf einer Länge von circa 8000 Kilometern verknüpft der 1987 geschaffene Trail of Tears National Historic Trail diverse Gedenk- und Lernstätten.

1840er – Marshall Gold Discovery State Historic Park (Coloma, Kalifornien)

James W. Marshall entdeckte am 24. Januar 1848 in Nordkalifornien am American River ein Goldstück. Diese Entdeckung war der Auslöser für den Goldrausch in Kalifornien, welcher zu einer enormen Einwanderungswelle führte. Im Marshall Gold Discovery State Historic Park nahe Coloma kann der historische Ort des Fundes besichtigt werden, wo Besucher auch die Möglichkeit haben, sich im Goldwaschen zu probieren.

1850er – Harpers Ferry (West Virginia)

Am 16. Oktober 1859 attackierte der Abolitionist John Brown zusammen mit 21 Verbündeten das staatliche Waffenarsenal in Harpers Ferry. Sein Ziel war es, Sklaven mit Waffen auszustatten und eine Rebellion zu initiieren. Dieses Vorhaben misslang, und Brown wurde exekutiert. Die Begebenheit wird als bedeutender Vorbote des amerikanischen Bürgerkriegs angesehen. Im Harpers Ferry National Historical Park werden heute Führungen von Rangern angeboten.

1860er – Gettysburg National Military Park (Pennsylvania)

Als entscheidende Wende im amerikanischen Sezessionskrieg wird die Schlacht bei Gettysburg angesehen, die vom 1. bis zum 3. Juli 1863 stattfand. Ein Erfolg der Konföderierten erschien danach weniger wahrscheinlich. Durch die „Gettysburg Address“, Abraham Lincolns Ansprache im November 1863, wurde der Schauplatz zu einem Ort von politischer Symbolkraft. Heutzutage leiten verschiedene Routen für Autos, Fahrräder und Wanderer über das ehemalige Schlachtfeld.

Gettysburg National Military Park

Gettysburg gilt als Wendepunkt im Amerikanischen Bürgerkrieg - die Nordstaaten gewannen, viele sehen darin die zweite Geburt der USA. Noch heute ist das Schlachtfeld von 1863 ein wichtiger und viel besuchter Symbolort.

1870er – Yellowstone National Park (Wyoming/Montana/Idaho)

Als weltweit erster Nationalpark wird der 1872 ins Leben gerufene Yellowstone betrachtet. Berühmt ist er für seine Geysire, Thermalquellen sowie eine artenreiche Fauna, zu der die größte Bisonpopulation der USA, Grizzlybären und Wölfe zählen. Die Etablierung dieses Schutzgebietes stellte einen Wendepunkt für den umfassenden Naturschutz dar.

1880er – Statue of Liberty (New York City, New York)

Die Freiheitsstatue, eine Gabe Frankreichs an die Vereinigten Staaten, wurde am 28. Oktober 1886 enthüllt. Ihre Höhe beträgt inklusive des Sockels mehr als 90 Meter. Gäste können die Statue auf Liberty Island im Hafen von New York besichtigen und in ihrem Inneren bis zur Krone emporsteigen.

1890er – Ellis Island (New York/New Jersey)

Millionen von Einwanderern durchliefen zwischen 1892 und 1954 die Kontrollstation auf Ellis Island im Hudson River. Für zahlreiche Menschen war dies das „Tor nach Amerika“, während andere zurückgewiesen wurden. Die Insel fungiert heute als Museum und Gedenkstätte.

1900er – Wright Brothers National Memorial (Kitty Hawk, North Carolina)

Den Gebrüdern Wright glückte am 17. Dezember 1903 am Strand von Kill Devil Hills ihr erster Flug mit einem Motor. Ob es sich dabei um den weltweit ersten handelte, wird von Historikern diskutiert; manche schreiben diesen Erfolg dem deutschstämmigen Konstrukteur Gustave Whitehead bereits im Jahr 1901 zu. In touristischer Hinsicht sind die Gedenkorte der Wrights jedoch von größerer Bedeutung.

1910er – Ford Piquette Avenue Plant (Detroit, Michigan)

Die Massenproduktion mit dem Fließband setzte 1913 mit dem Ford Model T ein und machte Mobilität für eine breitere Bevölkerungsschicht erschwinglich. Die historische Piquette Avenue Plant, der Entwicklungsort des Model T, dient heute als Museum. Im nahegelegenen Fords Greenfield Village können Besucher an Fahrten in einem Model T teilnehmen.

1920er – Route 66 (Start Chicago, Illinois)

Die im Jahr 1926 eröffnete Route 66 entwickelte sich zum Symbol der amerikanischen Automobilkultur. Eine Reise auf der „Mother Road“ erstreckt sich über etwa 4000 Kilometer von Chicago bis Santa Monica, durchquert acht Bundesstaaten und führt an historischen Motels, Diners und Tankstellen vorbei.

1930er – Golden Gate Bridge (San Francisco, Kalifornien)

Zum Zeitpunkt ihrer Fertigstellung 1937 war die Golden Gate Bridge die längste Hängebrücke der Welt und ist heute das Wahrzeichen von San Francisco. Man kann die Brücke zu Fuß überqueren oder ihre Ausmaße bei einer Bootstour vom Wasser aus erfassen. Der Battery Spencer Overlook und der Golden Gate Overlook bieten gute Möglichkeiten für Fotos.

Golden Gate Bridge

Eine der berühmtesten Brücken der Welt - auch wegen ihrer besonderen Ästhetik: Die Golden Gate Bridge überspannt seit 1937 die Bucht von San Francisco.

1940er – Pearl Harbor (Honolulu, Hawaii)

Japan attackierte am 7. Dezember 1941 die US-Marinebasis Pearl Harbor auf Oʻahu. In der Folge traten die Vereinigten Staaten am nächsten Tag in den Zweiten Weltkrieg ein. An die Geschehnisse, bei denen mehr als 2400 Amerikaner starben, erinnert das Pearl Harbor National Memorial.

1950er – Little Rock Central High School (Little Rock, Arkansas)

Neun afroamerikanische Schüler, bekannt als die „Little Rock Nine“, sollten 1957 zum ersten Mal die Little Rock Central High School besuchen, eine Bildungseinrichtung, die bis dahin ausschließlich für Weiße zugänglich war. Der Gouverneur versuchte dies mithilfe der Nationalgarde zu unterbinden, woraufhin Präsident Dwight D. Eisenhower Bundestruppen zur Durchsetzung des Bundesrechts entsandte. Die Little Rock Central High School National Historic Site gilt heute als bedeutende Gedenkstätte für die Gleichberechtigung.

1960er – Lincoln Memorial (Washington, D.C.)

Vor hunderttausenden Demonstranten hielt Martin Luther King Jr. am 28. August 1963 am Lincoln Memorial seine bekannte Rede „I have a dream“. Der „Marsch auf Washington“ war ein zentrales Ereignis der Bürgerrechtsbewegung. Ein weiteres einschneidendes Ereignis des Jahrzehnts war die Ermordung von Präsident John F. Kennedy am 22. November 1963 in Dallas. Dort informieren heute Touren und ein Museum über die Fakten.

1970er – Watergate-Komplex (Washington, D.C.)

Der Einbruch in das Wahlkampfhauptquartier der Demokraten im Watergate-Gebäudekomplex am 17. Juni 1972 war der Auslöser für die Affäre, die 1974 im einzigartigen Rücktritt des Präsidenten Richard Nixon gipfelte. Das Hotelzimmer 214, das den Einbrechern als Operationsbasis diente, ist heute als „Scandal Suite“ im „Watergate Hotel“ buchbar. Ein benachbartes Museum dokumentiert die Geschehnisse.

1980er – Presley-Anwesen Graceland (Memphis, Tennessee)

Im Jahr 1977 wurde Elvis Presley in seinem Anwesen tot aufgefunden. Seine frühere Ehefrau Priscilla machte Graceland 1982 für die Öffentlichkeit zugänglich. Seitdem besuchen jährlich hunderttausende Anhänger den Ort, was Graceland zu einem der meistbesuchten privaten Wohnhäuser in den USA macht.

1990er – Getty Center (Los Angeles, Kalifornien)

In den Santa Monica Mountains wurde 1997 das Getty Center eröffnet, das zu den wichtigsten Kunstmuseen der Vereinigten Staaten zählt. Bereits das vom Architekten Richard Meier entworfene Gebäude wird als spektakulär angesehen.

2000er – The High Line Park (New York City, New York)

Auf einer stillgelegten Hochbahnstrasse für Güterzüge wurde 2009 in Manhattan der High Line Park eingeweiht. Dieses Projekt der Umwandlung wurde zu einem Vorbild für städtische Umnutzungskonzepte auf der ganzen Welt und zieht jährlich mehr als sieben Millionen Menschen an.

2010er – National Museum of African American History and Culture (Washington, D.C.)

Barack Obama, der zu jener Zeit amtierende US-Präsident, weihte 2016 an der National Mall das National Museum of African American History and Culture ein. Dargestellt wird dort die komplette afroamerikanische Historie – beginnend bei der Sklaverei, über die Bürgerrechtsbewegung bis hin zu den Bereichen Musik und Sport. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.