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AusflugEin Tag in Wiehl

4 min

Alte Fachwerkhäuser im Ortskern von Wiehl.

7 Uhr: Erster Überblick

Der Tag startet mit einem Überblick von oben. Wiehl ist Zentrum des Ballonfahrens. Die Wiehler Ballonfahrer starten schon mit Sonnenaufgang und nehmen Mitfahrer mit, danach gibt es Frühstück auf der Landwiese. Wer so früh nicht aus dem Bett kommt, der kann auch die Sonnenuntergangsfahrt wählen - hoch über dem Bergischen Land ein Erlebnis.

Mit dem Auto: Auf der A4 Richtung Olpe bis Autobahnausfahrt Wiehl/Gummersbach

Mit der Bahn: Von Köln Hbf mit der Regionalbahn bis Dieringhausen, mit dem Bus nach Wiehl. Fahrzeit ca. 90 Minuten. Oder ab Dieringhausen mit dem historischen Dampflokzug "Bergischer Löwe".

9 Uhr: Wege ins Bergische So eine schöne Landschaft lässt sich am besten zu Fuß erkunden. Einen großen Parkplatz gibt es am Wiehlpark. Vom Zentrum der kleinen Stadt Wiehl geht es zu Fuß in zehn Minuten auf den Bismarckturm, der eine wunderbare Aussicht über Wiehl und Umgebung bietet. Vom Wiehlpark führt ein Wanderweg hinauf zum Bismarckturm. Ideal für den Tag ist der Wanderweg A2, der von dort zur Tropfsteinhöhle führt. Auf dem Wanderweg X11 erreicht man Schloss Homburg. Von Wiehl zur Tropfsteinhöhle und auch weiter nach Schloss Homburg kann man mit einer historischen Postkutsche fahren - eine gemütliche Zuckeltour im Reisetempo längst vergangener Tage.

10 Uhr: Fossilien und Wild

1860 wurde die Tropfsteinhöhle entdeckt, als im nahe gelegenen Steinbruch gesprengt wurde. Aber erst seit 1927 ist die Höhle für Besucher begehbar. Durch mehr als 1 500 Meter lange unterirdische Gänge voller Stalaktiten und Stalagmiten führt der Weg. Unterirdische Wasserflüsse wuschen diese Hohlräume aus dem Kalkgestein, das sich aus einem ehemaligen Korallenriff bildete. Unter Tage sind Fossilien zu sehen. In Jahrtausenden wuchsen Tropfsteine und Sintervorhänge, die diese faszinierende Höhle schmücken. Konstant 8 Grad Celsius beträgt die Temperatur im Innern der Erde, erfrischend an heißen Sommertagen. Wieder draußen pausiert man auf der Sonnenterrasse oder stärkt sich im Restaurant Tropfsteinhöhle (letzte Führung 16.30 Uhr). Direkt hinter der Tropfsteinhöhle liegt der Wildpark Wiehl - mit vielen Arten von Wild und Wildschweinen.

11 Uhr: Der bergische Löwe

Wem es in der Tropfsteinhöhle zu kalt oder vielleicht sogar zu unheimlich ist, der fährt mit dem Bergischen Löwen, einem historischen Zug mit Dampflok, von Wiehl zum Eisenbahnmuseum Dieringhausen und wieder zurück. Eine Tour dauert eine Stunde, so gemütlich unter Dampf ist man selten gereist. Ein echtes Erlebnis für Technik- und vor allem für Eisenbahnfans, unter Volldampf durchs Wiehltal zu brausen. Es gibt auch Triebwagentage, an denen historische Triebwagen verkehren.

13 Uhr: Schloss Homburg

Die schönste Burg weit und breit liegt südlich von Wiehl im Wald. Die Anfänge von Schloss Homburg gehen wohl schon ins 11. Jahrhundert zurück. Von der Tropfsteinhöhle führt ein schöner, etwa zwei Kilometer langer Wanderweg (X11, Straße der Arbeit) durch die Wälder zum Schloss, in dem das Museum des Oberbergischen Landes beheimatet ist. Auf vielen Etagen wird das Leben der Bevölkerung in den vergangenen Jahrhunderten gezeigt, inklusive Ritterrüstungen. Allerdings ist noch bis Ende August die Burg wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Im Burginnenhof und im Park lässt sich im Schatten entspannen, oft finden Veranstaltungen statt und ein Restaurant im Roten Haus lädt zu ritterlicher Stärkung ein. Hier ist auch die Biologische Station Oberberg zu finden - mit Exkursionen, Kräutergarten, Bienenhotel und Feuerplatz.

15 Uhr: Wiehlpark

Nahe dem Ortszentrum am Fluss Wiehl liegt der Wiehlpark. Hier sind Kinder bestens aufgehoben: In dem Areal mit Naturerlebnispark, Grillplätzen, Abenteuerspielplatz und Minigolfanlage kommt keine Langeweile auf. Für Ältere gibt es Beachvolleyball. Im Café am See lässt es sich gemütlich ausspannen, Liegewiesen gibt es ausreichend und die zahlreichen Gänse sind ziemlich zutraulich.

18 Uhr: Natur am Wasser

Wiehl liegt am Flüsschen Wiehl, das entscheidend die Wirtschaft der kleinen Stadt prägte. Die Wasserkraft trieb Sägewerke, Mühlen und Hammerwerke an. Im Ortsteil Oberwiehl startet eine etwa 90-minütige Wanderung zu den historischen Stätten dieser Zeit, hochinteressant für Technikinteressierte. Der Weg ist mit einer blauen Krähe markiert, an allen Stellen stehen