Es fängt an zu blühen, in den Städten und Wäldern: Ausflugstipps zur Apfelblüte, wilden Narzissen, Orchideen, Ginster und Kirschblüten.
Narzissenfest, Kirschblüten7 Ideen für Ausflüge mit bunten Blüten

Tulpen und Kirschbäume blühen im Rheinpark. (Archivbild)
Copyright: Uwe Weiser
Ab März erwachen die Wiesen und Gärten der Region zu neuem Leben: Zuerst strecken sich die Krokusse aus dem Boden, kurz darauf folgen Narzissen, Tulpen und viele weitere Frühjahrsblumen, die unsere Umgebung in fröhliche Farben tauchen. Ein besonders bekanntes Highlight ist die Kirschblütenstraße in Bonn – Mitte April verwandeln sich die Bäume dort in ein rosafarbenes Blütenmeer, das selbst Besucherinnen und Besucher aus entfernteren Regionen anzieht.
Doch auch abseits dieses bekannten Spots hält der Frühling zahlreiche kleine Naturschönheiten bereit: Über Wochen hinweg bieten Parks, Wiesen und Gärten immer wieder neue farbenfrohe Eindrücke. Wir stellen sieben besonders schöne Orte vor, an denen man die bunte Blütenpracht der Region erleben kann.
Narzissenfest Eifel

Wilde Narzissen im Oleftal. (Archivbild)
Copyright: Stephan Everling
Kaum eine Blume steht so sehr für den Frühling wie die Narzisse. Als Wildpflanze ist sie in ihren Beständen bedroht und wird in besonderen Gebieten geschützt, zum Beispiel in der Eifel im Perlenbach- und Fuhrtsbachtal bei Monschau sowie im Oleftal bei Hellenthal. Rund sechs Millionen wild wachsende kleine Narzissen breiten sich Frühling zu rund 280 Hektar großen gelben Teppichen aus. Bis Mai werden Führungen und Wanderungen zu den Narzissenwiesen im Oleftal und durch das Fuhrtsbachtal angeboten.
Termintipp Narzissenfest: Am Sonntag, 19. April 2026
Wenn das obere Oleftal in leuchtendem Gelb erblüht, lädt die Gemeinde Hellenthal zum Narzissenfest. Am Parkplatz „Hollerather Knie" erwarten die Besucher Informations- und Verkaufsstände sowie ein Rahmenprogramm aus Bildung, Unterhaltung und Naturerlebnis. Der Eintritt ist frei – ein schöner Anlass für einen Ausflug in die Eifel zur Blütezeit der geschützten Wildnarzissen.
Wo: Parkplatz „Hollerather Knie", Luxemburger Str./B265, 53940 Hellenthal-Hollerath | Wann: Sonntag, 19. April 2026, 10–17 Uhr | Wie viel: Eintritt frei, Parkplätze könnten gebührenpflichtig sein| Mehr Infos hier
Tipp für Köln: Wanderung zu Narzissen und Wildblumen vom Gut Leidenhausen am 2. April
Die Route führt über bebaute Wege vorbei an Wiesen des Longericher Grünzugs zum Militärring und umrundet die Longericher Höhe im Äußeren Grüngürtel. Auf den Wiesen und am Wegesrand blühen Narzissen und Hasenglöckchen, unterwegs passiert man eine auffällige Brunnengalerie für Industriebrauchwasser und eine artenreiche Wiese im Winkel von Militärring/Neusser Landstraße. Die Wanderung endet nach einem Spaziergang entlang der Vorgärten der Gartenstadt Nord am Altonaer Platz.
Treffpunkt: Herforder Str., Hst. der KVB-Linie 15, 14.30 Uhr | Mehr Infos hier
Kirschblüte in Bonn

In der Heerstraße bilden die Kirschblüten eine Art Tunnel.
Copyright: Alexander Schwaiger
Die Bonner Kirschblüte ist jedes Jahr ein Höhepunkt, der viele Touristen anzieht. Die Zierkirschen wurden Ende der 1980er Jahre im Zuge einer umfassenden Stadtteilsanierung gepflanzt. Mitte April befindet sich die Blüte in der Altstadt in der Regel auf dem Höhepunkt, je nach Wetter kann sich die Blütezeit jedoch etwas verschieben.
Besonders lohnt sich ein Besuch in der Heerstraße und in der Breite Straße. Hier stehen jeweils 60 Japanische Nelkenkirschen, die für ihre besonders üppigen rosafarbenen Blüten berühmt sind und mit ihren Kronen einen Kirschblütentunnel bilden. Das beeindruckt auch viele Influencer, sodass die Bilder aus Bonn um die Welt gehen.
Termintipp: Damit man noch schöner schauen kann, sperrt die Stadt an den Highlight-Wochenenden Teile der Heerstraße und der Breite Straße. Wann die Kirschbäume in voller Blüte stehen, ist noch offen – die Stadt rechnet jedoch mit Sperrungen an den Osterwochenenden am 11./12. und 18./19. April. Je nach Wetter und Blütestand können auch die Wochenenden davor und danach betroffen sein. Für zentrale Bereiche der Altstadt ist zudem ein Durchfahrtsverbot für Busse geplant, weitere Straßensperrungen sind aus Sicherheitsgründen vorgesehen. Da es an den Wochenenden voll werden kann, ist auch ein Besuch unter der Woche empfehlenswert. Voraussichtlich am 11. April 2026 findet hier zusätzlich der Altstadt-Flohmarkt statt.
Zwei Café-Tipps in Bonn zur Kirschblüte
1. Das Café Camus liegt direkt an der Kirschbüte auf der Breite Str. 54-56, 53111 Bonn
2. Das Café Per Tutti liegt direkt an der Kirschblüte auf der Heerstraße 61, 53111 Bonn
Alle Informationen zur Kirschblüte finden Sie auf www.kirschbluete-bonn.de.
Tulpenfelder- und Fest rund um Köln

Tulpen blühen im Rheinpark. (Archivbild)
Copyright: Uwe Weiser
Wer im Frühling ein Blütenmeer aus Tulpen sehen möchte, findet rund um Köln mehrere schöne Ausflugsziele. Besonders bekannt ist die Tulpenschau auf dem Krewelshof in Lohmar, die in diesem Jahr am 28. März startet. Dort blühen rund 200.000 Tulpenpflanzen in vielen Farben und Sorten. Damit die Schau möglichst lange zu sehen ist, wurden Früh-, klassische und Spätblüher kombiniert, sodass sich das Bild der Felder von Ende März bis zum Muttertag am 10. Mai immer wieder verändert. Statt eines großen Feldes verteilen sich die Blumen auf zahlreiche „Tulpeninseln“ aus Beeten und Feldern, durch die ein Rundweg führt. Außerdem gibt es ein Pflückfeld, auf dem Besucher selbst Tulpen schneiden können.
Krewelshof Lohmar, Krewelshof 1, 53797 Lohmar; www.krewelshof.de
Wann: vom 28.3. bis 10.5. 2026 täglich 11–17.30 Uhr (letzter Einlass 17 Uhr), Parkplatz bis 18 Uhr | Preise: Mo–Do ab 5,90 €, Fr–So & Feiertage 6,90 € | Familienkarte: 21 € (Mo–Do) / 24 € (Fr–So) | Flexi-Ticket: 8,50 € / Familie 29,90 € | Tickets: online vorbestellbar.

Der Duft von Tulpen entfaltet sich besonders gut an sonnigen Tagen. (Symbolbild)
Copyright: dpa-tmn
Auch andere Höfe in der Region bieten Tulpenfelder: Auf dem Gut Clarenhof in Frechen können Besucher im Frühjahr Tulpen auf den Feldern bewundern oder selbst pflücken, während auf dem Gertrudenhof in Hürth ebenfalls regelmäßig Frühlingsaktionen mit Blumenfeldern stattfinden. Hier findet am 12. April auch ein Tulpenfest mit Aktionen für Kindern statt.
Wer es kostenlos und naturnaher mag, kann auch innerhalb der Stadt Tulpen entdecken – etwa im Forstbotanischen Garten in Rodenkirchen oder im Rheinpark, wo im Frühling zahlreiche Tulpenbeete blühen und sich ein Spaziergang besonders lohnt.
Wilde Orchideen in der Eifel

Am besten dem Schild „Eifelschleifen Zittergras und wilde Orchideen“ folgen.
Copyright: Nordeifel Tourismus GmbH
In der Eifel gibt es gleich mehrere Gebiete mit wilden Orchideen. Die Blumen blühen nicht alle zur gleichen Zeit, haben ihre Hauptphase aber zwischen Mai und Juni. In diesen Monaten empfiehlt sich die Wanderung „Eifelschleife Zittergras und Orchideen“, die am Aussichtsturm Weißer Stein (Neuhof 38, 53940 Hellenthal-Udenbreth) beginnt. Der Turm selbst ist bereits ein Höhepunkt, die Sicht reicht bei gutem Wetter bis zur Nürburg und ins Hohe Venn.
Die Strecke ist 12,6 Kilometer lang und wird als mittel-anspruchsvoll eingestuft. Der Weg führt mit Blick auf Belgien durch vermoostes Unterholz an blühenden, wilden Orchideen vorbei. Weiter geht es durch die Nadelwälder der Eifel im Naturpark Hohes Venn-Eifel und durch das Naturschutzgebiet Kyllquellgebiet. Die Tour führt zum Ausgangspunkt zurück.
Eine genaue Beschreibung finden Sie auf www.outdooractive.com
Obstweg in Leichlingen

Auf dem Obstweg in Leichlingen gibt es viel zu sehen.
Copyright: Bert Gerhards
Der Leichlinger Obstweg ist ein Rundweg, der über etwa 9 Kilometer durch die reizvolle und abwechslungsreiche Landschaft der Stadt verläuft. Hauptattraktion sind die Streuobstwiesen mit den zahlreichen alten und neu angepflanzten Obstbäumen. Die Apfelbäume hier blühen im Frühjahr. In der Regel blühen die meisten Apfelbäume in Deutschland im April; je nach Sorte und Wetterlage liegt die Hauptblüte meist zwischen Mitte April und Anfang Mai. Für die Wanderung weist das Apfelsymbol den Weg. Entlang der Strecke informieren Informationstafeln und Sortenschilder über den vielfältigen Lebensraum Obstwiese und über alte Obstsorten. Für Kinder gibt es eigene Erklärtafeln mit der Maus. Einkehrmöglichkeiten und Hofläden entlang der Route sind ebenfalls im Plan verzeichnet.
Wer sich keine neun Kilometer zutraut, kann auf dem Obstweg Witzhelden auf fünf Kilometer verkürzen. Auch dieser Weg ist mit einem Apfelsymbol ausgeschildert. Start und Ziel ist die Marktstraße/Ecke Mittelstraße in 42799 Leichlingen. Unsere Autoren Sabine Kuza und Ralf Krieger sind die Strecke bereits gegangen und beschreiben sie in diesem Artikel.
Die genaue Strecke finden Sie hier: www.leichlingen.de
Ginster in der Wahner Heide

Ginsterblüte in der Wahner Heide.
Copyright: Peter Squentz Lizenz
Von Köln aus muss man gar nicht so weit fahren, um blühende Landschaften zu sehen. Allerdings braucht es noch etwas Geduld. In der Wahner Heide blüht ab Mitte/Ende Mai der Ginster. Die gold-gelbe Farbpracht sieht man besonders gut im Geisterbusch zwischen Eil/Grengel und Rösrath. Neben dem bekannten Besenginster wachsen auf dem nährstoffarmen Boden der Heide auch andere kleinere Ginsterarten, wie etwa der Englische Ginster und der Haarginster.
Termintipp: Am 16. Mai gibt es vom Gut Leidenahausen ab 9 Uhr eine geführte naturkundliche Exkursion mit Dirk Ferber, die etwa dreieinhalb Stunden dauern wird. Im strukturreichen Geisterbusch mit Heide-, Moor- und Waldflächen lassen sich seltene Pflanzen und Tiere entdecken. Am Weg blüht Besenginster, außerdem können Vögel der Offenlandschaft beobachtet werden. Zudem werden Pflegemaßnahmen und ihre Auswirkungen auf Natur und Lebensräume erklärt.
Eine Wanderung durch den blühenden Ginster findet am gleichen Tag ebenfalls statt. Auf sportlichen 20 Kilometern durch die Wahner Heide geht es von Troisdorf über den Telegraphenberg und das Heidedorf Altenrath bis nach Gut Leidenhausen. Unterwegs führt die Tour durch blühende Ginsterlandschaften sowie durch Hühnerbruch und Geisterbusch. Rucksackverpflegung wird empfohlen, die Teilnahme ist kostenlos.
Treffpunkt: Parkplatz „Rösrather Weg“, Alte Kölner Str. | Anmeldung: 02203 9800541 | info@gut-leidenhausen.de
Weitere Informationen finden Sie hier.
Galmei-Veilchen in Stolberg

Galmei-Veilchen sind etwas ganz Besonderes.
Copyright: Kupferstadt Stolberg
Auch die Kupferstadt Stolberg hat eine Blumen-Rarität zu bieten, denn hier wachsen die Galmei-Veilchen. Diese blühen wie die Osterglocken ebenfalls in Gelb und sind oft auf eigentlich kargen Flächen zu finden. Diese Veilchenart wächst meist dort, wo früher Galmei geschürft wurde, ein zur Herstellung von Messing erforderliches Zinkerz, das für Stolberg einst sehr wichtig war. Es ist ein äußerst selten vorkommendes Mineral, das im Stolberger Raum für Jahrhunderte wirtschaftliche Grundlage für viele Menschen war. Galmei wurde zusammen mit Kupfer zu Messing verarbeitet, durch das Stolberg einst weltbekannt war. Wann? Das Veilchen hat eine lange Blütezeit. Von Mai bis August erstrahlt das Naturschutzgebiet Schlangenberg durch die Blumen in zartem Gelb.
Tipp: Am 31. Mai 2026 findet eine geführte Wanderung über den Schlangenberg statt. Unterwegs erfahren die Wandernden mehr über die besondere Flora der Region. Einkehr mit Kaffee und Kuchen ist im Anschluss auch geplant. Mehr auf https://www.erlebnis-region.de.
Zeit: 9 Uhr | Kostenlos, aber 8 Euro Mitfahrpauschale| Nettersheim-Marmagen, Eiffelplatz, Kölner Str. 49 | Info-Telefonnummer: 02486-203302
Mehr Infos hier.
Sehen können Sie die Galmei-Veilchen auch individuell bei der rund 8 Kilometer langen Blütenwanderung. Infos zur Strecke finden Sie hier: eifelverein-breinig.de



