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Sommeranfang in und um KölnDie schönsten Outdoor-Touren quer durch die Region

6 min

Schippern

Der romantische Rhein ist ja bekanntermaßen immer eine Reise wert. Und die schönste Art der Annäherung an das Siebengebirge und den burgengekrönten Mittelrhein bietet ein Ausflug mit dem Schiff. Die weiße Flotte lädt ein zu verschiedenen Fahrten auf dem viel besungenen Rhein. Eine der beliebtesten Touren führt von Bonn nach Königswinter, wo die Besuche von Drachenfels und Schloss Drachenburg ein Muss sind – Burgenromantik pur nur eine Dreiviertelstunde von Bonn entfernt. Im Linienverkehr auf dem Rhein zwischen Köln oder Bonn nach Linz kann man bei den Schifffahrtsgesellschaften alle möglichen Arrangements für einen gelungenen Ausflug auf dem Wasser buchen: Schlemmertour, Panoramafahrt, Wanderausflug und vieles mehr. Für Familien mit Kindern hat die Köln-Düsseldorfer drei spannende Ausflüge in den Regionen Drachenfels, Loreley und Rüdesheim zusammengestellt, die Eltern gemeinsam mit ihren Kindern unternehmen können.

www.k-d.com

Skaten

Der letzte Abstecher zu den Schlössern Augustusburg und Falkenlust in Brühl ist schon Jahre her? Dann wird es mal wieder Zeit, immerhin sind sie Unesco-Weltkulturerbe. Schlossbesichtigungen sind zwar kostenpflichtig, aber die Gartenanlagen rund um die Rokoko-Schlösser darf man ja sogar umsonst betreten. Eine 17 Kilometer lange Rundtour führt aktive Inliner hinaus zu den Brühler Welterbestätten, zum Entenfang in Wesseling und durch die Felder östlich von Brühl. Die Route beginnt und endet am Südfriedhof in Brühl und kann in beide Richtungen befahren werden. An verschiedenen Stellen entlang der Strecke bieten sich Gelegenheiten für Pausen und Picknick – am schönsten natürlich im Schlosspark. Die Tour wurde vom Deutschen Inlineskate-Verband (DIV) erarbeitet. Bei der gesamten Wegstrecke handelt es sich um asphaltierte und gut befahrbare Wege, die allerdings aus Sicherheitsgründen nicht bei Regenwetter befahren werden sollten.

www.rheinland.info

Radeln

Radler können ganz ohne Unterbrechung auf bergischen Panorama-Radwegen unterwegs sein: Rund 175 Kilometer des Streckennetzes führen über ehemalige Schienenwege, die im 19. Jahrhundert die Industrialisierung vorantrieben. Damit die schweren Eisenbahnwaggons fahren konnten, wurden steigungsarme Strecken mit Tunneln, Brücken und Viadukten gebaut. Sie prägen noch heute das Landschaftsbild im Bergischen Städtedreieck Wuppertal, Solingen und Remscheid. Radtouren auf den Panoramawegen bieten nicht nur Weitblicke in die Natur, sondern auch Einblicke in die Geschichte der Region. Zum Netz gehören vier Radwege: Der Bergische Panorama-Radweg (130 km) führt von Hattingen nach Olpe, der Ruhr-Sieg-Radweg (100 km) verbindet Meschede an der Ruhr mit Kirchen an der Sieg, auf dem Radweg Niederbergbahn (40 km) gelangen Radler von Essen-Kettwig nach Haan und der Radweg Balkantrasse (50 km) führt von Leverkusen nach Oberbarmen.

www.panorama-radwege.de

Kutschieren

Von Holperstrecken mit tiefen Schlaglöchern, vom Schaukeln und Regen, Kälte oder Hitze ist im Lied vom „Gelben Wagen“ natürlich nie die Rede. Die Reise in der Postkutsche war ein Abenteuer – und ursprünglich den Privilegierten vorbehalten. Vor gut 30 Jahren erlebte die Fahrt „hoch auf dem gelben Wagen“ im Homburger Land ihre Renaissance, als der Nachbau einer kaiserlichen Postkutsche in Betrieb ging. Dieses Reisevergnügen kann sich nun jeder leisten und es geht ausgesprochen gemütlich zu. Man steigt an der Post in Nümbrecht ein und fährt über Spreitgen, Bierenbachtal und Hübender bis zur Endstation im Freizeitpark Wiehl. Zurück geht es vorbei an der Tropfsteinhöhle und Holsteins Mühle. Der Postillon in kaiserlicher Uniform sorgt vom Kutschbock aus dafür, dass das Tempo gemächlich bleibt. Die Postkutsche fährt bis Mitte Oktober jeweils freitags, samstags, sonntags und an Feiertagen. Fahrkarten (14/8 Euro) in der Touristinfo Nümbrecht oder Wiehl!

www.nuembrecht.de

Lesen Sie auf der nächsten Seite vier weitere Outdoor-Tipps!

Laufen

Sie sind bislang gar kein Wanderfreund? Dann haben Sie bisher was verpasst und sollten mal ausprobieren, wie das so ist: Wanderschuhe schnüren, Rucksack packen, Familie oder Freunde mitnehmen, ein paar Stunden Zeit auch und ab nach draußen. Die Strecken im Rheinland sind ebenso vielfältig wie die Landschaften, die man auf dem Weg zu sehen bekommt. Zum Beispiel hier: Auf einem schmalen Band zwischen Ufer und Wasserschutzwald, umgeben von den bewaldeten, steilen Hängen, verläuft die Rundwanderung „unverDHÜNNt 2“ rund um die Vorsperre Große Dhünn. Wie ein stiller Bergsee sie am östlichen Ende der Talsperre. Das drei Kilometer lange Gewässer war vor der Erweiterung bis Mitte der 1980er Jahre die erste Talsperre im Dhünntal und ist heute Rückzugsraum für viele Wasservögel. Das Besondere am rund 11 Kilometer langen Rundweg: Ein Teil der Strecke führt direkt entlang der Wasserkante durch die sonst für die Öffentlichkeit gesperrte Wasserschutzzone.

www.dasbergische.de

Sternegucken

Es gibt nur wenige Orte in Europa, an denen Betrachter das Funkeln der Sterne noch ungestört erleben können. Die Fläche des Nationalparks Eifel gehört dazu und ist deshalb zum ersten Sternenpark Deutschlands gekürt worden. Wer die Milchstraße mit bloßem Auge sehen will, kann das diese Saison mit einem Tages- oder Nachtausflug kombinieren – oder gleich einen himmlischen Kurzurlaub daraus machen. Nordeifel Tourismus hat mehrere Arrangements in Baukastenform entwickelt. Im Zentrum steht das Programm der Astronomie-Werkstatt „Sterne ohne Grenzen“ auf der ehemaligen Ordensburg Vogelsang. Dort erklärt ein Astronom den Nachthimmel und die Sternbilder. Als Bausteine stehen unter anderem geführte (Nacht-) Wanderungen mit Waldführern, Fahrten mit der Rursee-Schifffahrt, Rundgänge mit Nachtwächtern durch die Eifelstädte Monschau oder Nideggen sowie abendliche Fledermaus- und Biberbeobachtungen zur Auswahl.

sternenpark-nationalpark-eifel.de

Genießen

Nordrhein-Westfalen und mittendrin das Rheinland sind in den vergangenen Jahren zu einem der Hauptanbaugebiete von Spargel in Deutschland herangewachsen: Bei uns bauen etwa 450 landwirtschaftliche Betriebe auf mehr als 4000 Hektar die Pflanzen der Gattung Asparagus an. Das entspricht etwa einem Fünftel der gesamten deutschen Anbaufläche mit rund 23 000 Hektar und platziert Nordrhein-Westfalen nach Niedersachsen auf den bundesweiten Rang zwei. Zwischen 16 000 und 20 000 Tonnen Spargel werden zwischen Rhein und Weser jährlich geerntet. Genießer finden das erntefrische Gemüse vom Niederrhein bis hinunter in das Vorgebirge zwischen Köln und Bonn, über Westfalen-Lippe bis ins östliche Münsterland – überall, wo es Klima und Boden zulassen. Wer sich für das königliche Gemüse und dessen Anbau interessiert, kann während der Spargelsaison bei rund 150 Betrieben vorbeischauen. Sie bieten frischen Spargel und tolle Veranstaltungen an.

www.spargelstrasse-nrw.de

Zugreisen

Keine Sorge, diese Züge werden nicht bestreikt. An diesem Wochenende ist wieder Dampfbetrieb für den „Bergischen Löwen“ auf seiner Strecke von Gummersbach-Dieringhausen ins Wiehltal. Passagiere können im Triebwagen dem Lokführer über die Schulter schauen oder auf der letzten Bühne des Dampfzugs die Landschaft dahin ziehen lassen: Das ist möglich bei den Ausflugsfahrten auf der denkmalgeschützten Wiehltalbahn im Süden des Oberbergischen Landes. Gemeinsam mit Gastarbeitern aus Italien bauten unsere oberbergischen Urgroßväter vor mehr als hundert Jahren die fast 30 Kilometer lange Wiehltalbahn von Engelskirchen nach Waldbröl und Morsbach. Heute fährt der Museumszug über Obstwiesen und durch Dörfer und hält in Wiehl, Oberwiehl und Bielstein mitten im Ort. Die meisten Fahrten beginnen direkt an der Drehscheibe des Eisenbahnmuseums Dieringhausen, so dass sich die Fahrt mit einem Museumsbesuch optimal verbinden lässt.

www.wiehltalbahn.de