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Kultur-Festival in KölnTabus brechen beim Sommerblut

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Das „Festival der Multipolarkultur“ umfasst in diesem Jahr mehr als 80 Veranstaltungen aus den Bereichen Tanz, Musik, Theater, Film, Literatur und Ausstellungen mit gut 500 Künstlern an 35 Orten in der Stadt. Im Fokus des Festivals stehen Tabus, die aus vielen Blickwinkeln und über Genregrenzen hinweg betrachtet werden. Ursprünglich umfasste der Begriff "Tabu" alles was "verboten und "heilig" ist. Heute bestimmen dagegen eher gesellschaftliche Regeln und Konventionen was als tabu gilt. In der Kunst sind Tabubrüche allgegenwertig, darf gezeigt werden, was verborgen bleiben soll, darf gesagt werden, was verschwiegen werden soll. Das will das Sommerblut-Festival in diesem Jahr aufgreifen.

Programm-Highlights

Beim internationalen Theaterprojekt „Taburopa“ (9.-11.5., Bühne der Kulturen) beleuchten Ensembles aus Brüssel, Lissabon, Warschau und Köln kulturelle, historische und alltägliche Tabus in Europa. Im Stück „Dschingis Khan“ (Bild; 15.5., Orangerie Theater) treten drei Menschen mit Down-Syndrom als waschechte „Mongolen“ auf die Bühne.

Beim Workshop „Unterwelt“ (8.-10.5.) mit der italienischen Gruppe Teatro Due Mondi können Kulturfreunde den trostlosen Ebertplatz – mit seiner belebten Unterwelt – neu erleben. (rei)

Einzelheiten zum Programm gibt es hier.

www.sommerblut.de