Kunst, Konzert, KulturAusgehtipps für den April
Kunstmesse: 48. Art Cologne
Kunst Der Zuspruch für die weltweit älteste Messe für moderne Kunst, so formulieren es die Veranstalter, ist ungebrochen: 200 Galerien und Kunsthändler aus 25 Ländern werden Klassiker, marktfrische Kunst und neue Positionen präsentieren. Im Sekto „Collaborations“ stellen Galerien erstmals die Ergebnisse ihrer Zusammenarbeit vor. Im ebenfalls neuen Bereich „Film Cologne“ werden Arbeiten aus 50 Jahren Kunstgeschichte gezeigt. Gleichzeitig mit der Art Cologne findet die Berliner Kunstmesse Liste im New Yorker/Dock One statt. – Eintritt 20/25 Euro (Tageskarte), 35 Euro (Zweitagekarte); Do-Sa 12-20, So 12-18 Uhrwww.artcologne.com10.-13.4. Kölnmesse, Halle 11, Messeplatz 1, Köln
Kölner Polizei
Ausstellung Die Ausstellung „Wessen Freund und wessen Helfer? Kölner Polizei im Nationalsozialismus“ dekonstruiert das von der NS-Propaganda gemalte Bild von der Polizei als „Diener des Volkes“. Es wird gezeigt, wie Polizisten von den Nationalsozialisten teils in Dienst genommen wurden, teils bereitwillig mitwirkten. Konkrete Verbrechen werden den Besuchern vor Augen geführt: Die Schutzpolizei begleitete Transporte in die Konzentrationslager; die Kriminalpolizei verfolgte Sinti und Roma, Homosexuelle oder „Asoziale“. – Eintritt 2/4,50 Euro, Di-Fr 10-18, Sa+So 11-18 Uhr
8.4.-3.8. NS-Dokumentationszentrum, Appellhofplatz 23-25, Köln
Pierre Huyghe
Ausstellung Der französische Künstler Pierre Huyghe (geboren 1962) transformiert das Alltägliche ins Ungewöhnliche. Ein weißer Hund mit pinkfarbener Pfote, der sich durch die Ausstellungssäle bewegt; Ameisen und Spinnen, die sich in bestimmten Ecken diskret aufhalten dürfen. Gezeigt werden gut 50 Arbeiten – Filme, Zeichnungen, Installationen, Fotos, Performances – aus 20 Jahren. – Eintritt 7,50/13 Euro, Di-So 10-18 Uhr11.4.-13.7. Museum Ludwig, Heinrich-Böll-Platz, Köln
Thurston Moore
Konzert Die beiden Shows im King Georg sind die einzigen in Deutschland: Zwei frühere Sonic-Youth-Musiker – Thurston Moore (Gesang, Gitarre) und Drummer Steve Shelley – treten mit dem Briten James Sedwards (Chrome Hoof) an der zweiten Gitarre auf. – Eintritt 15 Euro31.3.+1.4. 21.00 Uhr, King Georg, Sudermanstr. 2, Köln
Carls Werk – Erster Teil
Theater Das Schauspiel setzt sich mit seinem Interimsstandort auseinander, dem Werk des Unternehmers Guilleaume. Die Regisseure Jan Neumann und Dirk Kummer recherchieren die Geschichte(n) der Firma (im Bild: Ensemblemitglied Seán McDonagh). – Eintritt 24 EuroPremiere: 17.4. 20.00 Uhr, Depot 2, Schanzenstraße 6-20, Köln
Acht Brücken: Im Puls
Festival Vom 30.4. bis 11.5. geht das „Festival für die Musik der Moderne“ dem Spannungsfeld Mensch-Maschine auf den Grund. Im Fokus steht der ungarische Komponist György Ligeti, dessen Schaffen vom Gegensatzpaar Takt und Puls geprägt ist. Maschinenästheten von gestern wie Igor Strawinsky und Johann Strauß kommen ebenso zum Zuge wie das Kammerflimmer Kollektief von heute. Eine Klanginstallation wird installiert, die auf der Hohenzollernbrücke Umweltgeräusche schluckt und sie aus einem gigantischen „Mund“ auf dem Roncalliplatz wieder ausspeit. www.achtbruecken.de
Heritage Collection
Ausstellung Die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft zeigt Bilder des südafrikanischen Fotografen Matthew Willman, der das Leben Nelson Mandelas und Orte von historischer Bedeutung Südafrikas dokumentiert hat. – Eintritt frei, Mo-Fr 14-19 Uhr29.4.-9.5. DEG, Kämmergasse 22
Henning May
Literatur Er ist die begnadete Stimme der Kölner Band Annenmaykantereit, die das Gebäude 9 ausverkauft und es aufs angesehene OBS-Festival geschafft hat. Im Freiraum präsentiert Henning May sich als Schriftsteller, liest eigene Gedichte und Erzählungen. – Eintritt 8 Euro 17.4. 20.00 Uhr, Freiraum, Unkelerstr. 30, Köln
Jonathan Wilson
Konzert Jonathan Wilson wurde erst 1974 geboren; den Sound der Siebziger transportiert der Wahl-Kalifornier dennoch kongenial ins Heute. Er bastelt atmosphärische Gitarrenlandschaften mit herrlich subtilen Melodiebögen – einfach schön. – Eintritt 20 Euro plus VVK8.4. 20.00 Uhr, Kulturkirche, Siebachstraße 85, Köln
Kenya Art Projects: The Fair Trade Play
Theater Was ist fair, was ist Fairtrade? Junge Menschen aus Kenia und Deutschland beschäftigen sich mit diesen Fragen in einem multimedialen Bühnenprojekt mit Videoclips, Interviews, Kurzstücken, Rap-Einlagen, Choreographien und Erlebnisberichten. – Eintritt 10/15 Euro 4.+5.4. 20.00 Uhr, Alte Feuerwache, Melchiorstraße 3, Köln
Der Freischütz
Oper Carl Maria von Webers romantische Oper in drei Aufzügen ist die erste Inszenierung des jungen lettischen Regisseurs Viestur Kairish an der Kölner Oper. Ensemblemitglied Claudia Rohrbach feiert ihr Rollendebüt als Agathe, die Tochter des Erbförsters. – Eintritt 16–125 Euro Premiere: 12.4. 19.30 Uhr, Oper am Dom, Goldgasse 1, Köln
Abenteuer Orient: Max von Oppenheim und der Tell Halaf
Ausstellung 1899 entdeckte der Kölner Forschungsreisende Max Freiherr von Oppenheim (1860-1946) auf dem Tell Halaf – einem Siedlungshügel im Nordosten Syriens – einen aramäischen Fürstensitz aus dem frühen ersten Jahrtausend v. Chr. Die Ausstellung lässt die lang vergangene Welt der Aramäer wiederauferstehen und präsentiert herausragende archäologische Funde, die 2011 auch schon in Berlin Furore gemacht haben. Monumentale steinerne Bildwerke, Reliefs und kostbare Grabbeigaben belegen, wie reich dieser Palast und andere aramäische Fürstensitze waren. – Di+Mi 10-21 Uhr, Do-So 10-19 Uhr30.4.-10.8. Bundeskunsthalle, Friedrich-Ebert-Allee 4, Bonn
