Restaurant FlehburgFleisch auf heißem Lavastein

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Brück – Schon lange sind Claudia Hintzen und ihr Mann Albert dem Restaurant Flehburg verbunden. In den 1980er Jahren feierten sie hier ihre Verlobung, später ihre Hochzeit. Immer wieder stiegen hier Familien- und Vereinspartys: „Das ist immer ein wichtiger Treffpunkt in Brück gewesen“, sagt Claudia Hintzen. Für das Paar ist die Flehburg in all den Jahren so etwas wie ein zweites Wohnzimmer geworden. Auch Sportbegeisterte kamen und kommen gern hierher: Zum Gebäudekomplex gehört nicht nur ein Hotel, sondern auch der Brücker Sportpark mit überdachten Fußball-, Tennis- und Beachvolleyballplätzen.
An diesem Abend hat Claudia Hintzen wieder in die Flehburg geladen, diesmal zur Geburtstagsparty. Auch die Flehburg ist Thema in der kleinen Runde, denn es hat sich viel geändert in jüngster Zeit. Der Besitzer hat gewechselt, nach monatelanger Renovierung ist das Restaurant moderner geworden. Erst kürzlich wurde die Neueröffnung groß gefeiert.
Showküche mit Anekdoten
Das einst dunkle Gebälk, das zwar nach altem Fachwerk aussieht, aber aus den 1970er Jahren stammt, ist nun weiß gekalkt. Dort, wo früher ein Kamin stand, geht nun Chefkoch Bernd Murnieks gut sichtbar seiner Arbeit nach. Auf heißem Lavastein gegartes Fleisch ist die Spezialität des 47-Jährigen, der weit herumgekommen ist in der Welt und nun in seiner „Showküche“ auch so manche Anekdote an den Gast zu bringen weiß. Wer kann schon von sich behaupten, auf dem Colonius und damit in 164 Metern Höhe gekocht zu haben?
Nun will sich Murnieks in anspruchsvoller Bodenständigkeit beweisen: „Gehobene, aber nicht abgehobene Küche“ sei sein Ziel. Kölsche Bürgerlichkeit sucht der Gast auf der Karte vergebens. Gute Steaks vom Grill anstatt Flönz und Reibekuchen gehören zur Kernkompetenz der neuen Flehburg. Aber auch Fisch und vegetarische Gerichte. „Alles, was wir machen, ist selbst zubereitet“, sagt Björn Eng, der neue Restaurantchef.
Nachdem es zuletzt mit der Gastronomie „bergab“ gegangen sei, will Eng die Flehburg wieder zu alter Form bringen. „Völlig normal und ungezwungen“ solle es zugehen, sagt der gebürtige Berliner: „Wie bei Freunden, bei denen man abends essen geht.“Neben dem weitläufigen Gastraum mit seiner langen Theke befindet sich ein etwas kleinerer Raum, in dem Sportübertragungen laufen, der aber auch gemietet werden kann. Im Sommer will Eng zudem einen Biergarten mit 150 Plätzen eröffnen. Claudia und Albert Hintzen sind ziemlich angetan von dem neuen Konzept. „Es hat sich zum Positiven verändert.“ Nicht nur das Ambiente, auch die Qualität des Essens ernten Lob. Den Hintzens gefällt ihr zweites Wohnzimmer auch nach seiner Erneuerung: „Wir empfehlen es schon überall weiter.“
