Lange Staus für Erdbeeren: Ein Hof in Niedersachsen hat einen Drive-in-Schalter eröffnet und wurde zum Tiktok-Hit.
Erdbeeren statt BurgerNeuer Drive-in in Niedersachsen sorgt für lange Schlangen

Neben frischen Erdbeeren gibt es auch Eis und Milchshakes im Erdbeer-Drive-in.
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Rote Beeren statt Schnellgerichte: Ein spezieller Auto-Schalter in Niedersachsen unweit der A30 verursacht seit Kurzem beträchtliche Fahrzeugkolonnen. Das Sortiment des landwirtschaftlichen Betriebs umfasst frische Erdbeeren, Milchshakes, Spaghettieis und mit Schokolade umhüllte Früchte, die von einem Verkaufsstand direkt in die Autos gereicht werden. Ihre Bestellung tätigen die Käufer zuvor von ihrem Fahrzeug aus an einer Bestellstation.
Einige Personen akzeptieren für diese besondere Einkaufsmöglichkeit lange Anfahrtswege und geduldiges Warten. So legten beispielsweise Nina und Mia eine Strecke von circa 80 Kilometern von Gelsenkirchen bis ins südliche Emsland mit ihrem Pkw zurück. „Das ist mal etwas Außergewöhnliches im Drive-in“, sagt Mia. Nina fügt hinzu, dass gewöhnliche Verkaufsstände für Erdbeeren in der Regel weder Früchte mit Schokoladenüberzug noch Spaghettieis im Sortiment hätten. Der Standort des Erdbeer-Autoschalters befindet sich in der Nähe der A30-Ausfahrt Rheine-Nord.
Konzept hat seinen Ursprung im Nachbarland
Silvan Schulze-Weddige, der den Spargel- und Erdbeerhof Gut Holsterfeld leitet, entwickelte den Einfall für den Verkaufsstand während einer Reise ins Nachbarland. „Im letzten Jahr haben wir uns überlegt, dass wir einen Erdbeer-Drive-in bei uns eröffnen wollen und wir kamen auf die Idee, weil wir uns das bei holländischen Kollegen angeguckt haben“, erläutert Schulze-Weddige.
Geschäftsmodell wurde sofort zum Tiktok-Hit
Anfänglich sei es erforderlich gewesen, die Mitarbeiter seines Betriebs von dem Vorhaben zu überzeugen. „Aber wie man jetzt sieht, war der Riecher richtig“, so der Betriebsleiter. Insbesondere zu Beginn sei der Zuspruch gewaltig gewesen. Zahlreiche Fahrzeugführer filmten während des Wartens und teilten die Aufnahmen in sozialen Netzwerken. „Das ganze ging am ersten Tag viral auf Tiktok“, sagt Schulze-Weddige. (dpa/red)
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