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Fahrrad-Werkstatt Teil 5Im richtigen Licht

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Die Mitte des Lichtkegels sollte nach etwas zehn Metern auf die Straße fallen.

Köln – Das Licht im Fahrrad wirkt oft wie eine Philosophie für sich. Kleinkriege werden auf der Straße geführt, wenn Radler ihr Licht zu weit oben eingestellt haben. Gerade leistungsstarke LED-Beleuchtung kann sehr unangenehm für den Gegenverkehr sein. Dabei kann die Einstellung relativ schnell und einfach vorgenommen werden. Laut umständlicher StVZO-Regel (Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung) muss der Lichtkegel „mindestens so geneigt sein, dass seine Mitte in fünf Meter Entfernung vor dem Scheinwerfer nur halb so hoch liegt wie bei seinem Austritt aus dem Scheinwerfer“.

Klingt kompliziert, heißt aber in der Praxis nur: Die Mitte des Lichtkegels sollte nach etwa zehn Metern auf die Straße fallen. Falls Sie Probleme haben sollten, zehn Meter abzuschätzen, hilft folgender Trick bei der Einstellung: Stellen Sie ihr Rad abends direkt vor eine möglichst helle Hauswand. Das eingeschaltete Licht lassen Sie waagerecht die Wand bestrahlen und merken sich diese Stelle. Schieben Sie das Rad anschließend etwa fünf Meter zurück. Nun stellen Sie das Licht so ein, dass es ungefähr halb so hoch strahlt wie direkt vor der Wand. Fertig.

Übrigens: Was für Bremsen oder Reifen gilt, ist auch beim Fahrradlicht wichtig. Überprüfen Sie regelmäßig seine Einstellung und ob alle Komponenten, wie etwa Reflektoren an den Speichen, noch vorhanden sind. Und ob die Lampen sauber sind. Wollen Sie sich eine neue Beleuchtung zulegen, ist es wichtig, dass diese für den Straßenverkehr zugelassen ist – erkennbar am Prüfzeichen mit der Wellenlinie.