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Buch von Köchin Maori MurotaJapanische Alltagsküche in „Tokio – die Kultrezepte“

2 min

Essbare Chrysanthemen als Salat mit Schweinefleisch

Egal, was gerade Mode ist – Superfood hin oder her –, die asiatische und besonders die japanische Küche bleibt mit das Spannendste, was der kulinarische Kosmos zu bieten hat. Einen echten Einblick in die Essgewohnheiten und Rezeptwelt Tokios gibt die mittlerweile in Frankreich lebende Köchin Maori Murota, gebürtige Tokioterin, die in Paris zwei Restaurants führt.

Sie spricht nicht nur über die Küche, sondern auch über das Zusammenleben in Gesellschaft und Familie. Bemerkenswert ist dabei vor allem, dass es nicht nur um althergebrachte Techniken und Traditionen geht, sondern auch Gerichte präsentiert werden, die sich die japanische aus anderen Länder-Küchen einverleibt hat. Burger mit Teriyaki-Huhn etwa, Makkaroni-Salat oder Erdbeerkuchen mit Kirschwasser. „In Tokio wird der Crêpe auf eine sehr farbenfrohe Weise neu interpretiert“, schreibt Murota, nämlich als quietschbunter Pop-Art-Wickel, überdekoriert mit Sahne, Eis, Früchten und Saucen . Hauptsache er ist kawaii – niedlich.

Die Tradition wird trotzdem bedient und selbst wenn man niemals Dashi, die Basisbrühe für Miso-Suppe, selbst zubereiten wird, selbst wenn man niemals Sushi rollen möchte oder Soba wie ein Soba-Meister knetet, ist der Band ein inspirierender Einblick in die Alltagsküche Japans. Und: Venusmuscheln in Sakedampf, frittierter Oktopus mit Butternusskürbis, Salat aus Algen und Lotuswurzeln oder „Maccha Aisu“, Matcha-Tee-Eis empfehlen sich zum Nachkochen.