Freibad-Fritten im TestSo schmecken die Pommes in den Kölner Freibädern

So schmecken die Pommes in diesen vier Kölner Freibädern.
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Zündorfbad
Pommes sind meine Lieblings-Ketchupträger. Dass es im Zündorfbad nur Tütchen mit Ketchup oder Salat-Mayonnaise für je 30 Cent extra gibt, ist deshalb für mich ein klarer Minuspunkt. Aber: Die Pommes sind lecker, und um die geht es ja schließlich. Dünn, außen knusprig, gut gewürzt mit Salz und Paprika und nicht zu fettig – solide Fritten. Die große Portion für 3 Euro ist für mich zu viel, die kleine für 2 Euro hätte es auch getan. Der Pommeswagen auf der Wiese hat zu, die Pommes stammen von der netten Bedienung im Restaurant. Zum Mitnehmen oder auch zum Essen auf der Terrasse. Das Freibad lohnt einen Besuch, auch wenn es nur zwei recht kleine Becken außen hat. Die Liegefläche ist dafür riesig und es gibt eine schattige Sandfläche, eine Kinderwasserlandschaft, einen Wasserspielplatz, einen Grillplatz sowie eine Riesenwasserrutsche und ein Becken mit Massagedüsen. (jam)
Zündorfbad, Groov/Trankgasse, 51143 Köln, Mo-Fr 6.30 bis 22 Uhr, Sa/So 9 bis 21 Uhr
Lentpark
Stehen die Tage im Zeichen der Wüstenhitze, läuft im schönen Freibad die Imbiss-Versorgung an einem Pavillon, neben dem drei Biertische mit Bänken unter großen Sonnenschirmen stehen. Einladend – also Pommes her. Die kleine Portion ist für 2 Euro (groß 4 Euro) im Umfang in Ordnung. Convenience-Produkte werden generell immer besser, so ließe sich auch an diesen Fritten nichts weiter aussetzen – niemand tut schließlich so, als würden irgendwo hinterm Häuschen frische Kartoffeln geschält – hätte der Fritteur die Technik im Griff. Da aber diese Pommes der Art lange dünne Stäbchen viel zu kurz in sauberem aber wohl nicht entsprechend heißem Fett gegart wurden, das: blassgelb, kein kross, lasch, gut die moderate Salzwürze. Rot-weiß aus Tütchen zu 30 Cent konnte auch kein echtes Pommes-Vergnügen mehr anwürzen. Das läuft unter vergebener Chance, könnte aber ganz einfach gelingen. (don)
Lentpark, Lentstraße 30, 50668 Köln, Di-Fr 10-20 Uhr, Sa/So ab 9 Uhr
Zwei weitere Bäder auf der folgenden Seite
Ossendorfbad
Wer sagt eigentlich, dass man bei warmem Wetter weniger Hunger hat? Pommes sind Pflichtprogramm für Schwimmer und Planscher. Nichts macht mehr Lust auf Fritten. Im Ossendorfbad gibt es sie in klein und groß (1,70/2,70 Euro) , schön knusprig, ein klein bisschen salzarm und mit Ketchup und Mayo (je 30 Cent) aus dem Tütchen. Das schmiert ein bisschen, vor allem wenn Kinder damit hantieren. Dafür gibt es im gutsortierten Imbiss auch Pizzen in klein und groß (ab 4,90 Euro), Flammkuchen (6,50 Euro) und Salate (ab 5,90 Euro). Auch Würste sind zu haben: Currywurst für 3 Euro mit Pommes 4,70 Euro, Bratwurst mit Brot für 4,70 Euro. Eis, Kalt- und Heißgetränke ergänzen das solide Angebot. Der Imbiss liegt im Hallenbad, man kann an der Seite draußen im Schatten sitzen und das Erstandene verzehren. Wenn es voll ist, wird auch die Draußenverkaufstheke geöffnet. (lio)
Ossendorfbad, Äußere Kanalstraße 191, 50827 Köln, Mo-So 11 bis 20 Uhr
Agrippabad
Vielleicht liegt es daran, dass meine Mutter sich weigerte, ihre schöne Fritteuse einzusauen und es bei uns deshalb nur Backofenpommes gab. Frittierte Pommes üben auf mich jedenfalls eine ebenso große Anziehungskraft aus wie das Blütenblau auf eine hungrige Hummel. Da lasse ich mich auch nicht abhalten vom nicht ganz frischen Fettgeruch, der durch die Schwimmhalle zieht. Die große Portion (3 Euro, klein für 2 Euro) belohnt mich für meine Toleranz. Die Fritten dauern ein wenig, so dass wir erst auf den blauen Plastikstühlen Platz nehmen und eine Cola und ein giftig waldmeistergrünes, dann aber für unseren Geschmack zu zitroniges Eis-Slush (2,60 Euro für 0,2 Liter) schlürfen müssen. Aber dann: Ketchup- und Mayotüte aufreißen, ausquetschen und: Sehr kross, sehr salzig, sehr fettig, sehr geil. Besser kann es einer Hummel auch nicht schmecken. (cle)Agrippabad, Kämmergasse 1, 50676 Köln, 0221 2791730, Mo-Fr 6.30-22.30, Sa/So 9-21 Uhr
