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Genuss-GartenSüßdolden für den Salat

5 min

Zitronengras

Zitronenbasilikum (Ocimum x citriodorum)

Dunkelrote Blätter, Zitronen - oder Anisaroma: Basilikum ist vielfältig, es muss nicht immer der typisch italienische Geschmack sein. Zitronen-Basilikum (Ocimum x citriodorum) hat ein frisches Aroma, Thai-Basilikum, auch als „Horapha“ bekannt, hat einen kräftigen, anisähnlichen Geschmack und gehört in viele asiatische Gerichte.

So geht’s: Basilikum ist einjährig. Im Frühjahr säen, entweder auf der Fensterbank oder im Gewächshaus, ab Ende Mai direkt in den Garten oder den Balkonkübel. Basilikum ist ein Lichtkeimer, die Saat darf nicht mit Erde bedeckt werden. Die Erde gut feucht halten. Wenn die Keimlinge zu dicht gedrängt stehen, sollten sie vereinzelt werden - überzählige herausziehen oder alle behutsam auseinanderpflanzen, auf mehrere Töpfe verteilen. Am aromatischsten ist das Kraut vor der Blüte.

Waldmeister (Galium odoratum)

Mit dem künstlichen Aroma von grüner Götterspeise hat der echte Waldmeister kaum etwas gemeinsam. Seine Blätter haben ein viel feineres, unverwechselbares Aroma, das der Maibowle den typischen Geschmack gibt. Der Waldmeister ist ein guter Begleiter im Beet oder sogar auf dem Balkon – vorausgesetzt, der Ort ist schattig.

So geht’s: Wer keine Ableger von anderen Gärtnern bekommen kann oder Waldmeister im Topf kaufen will, sät ihn selber aus. Die Saat kommt im Herbst in einen Topf und überwintert draußen an einem geschützten Ort. Keimlinge im Frühjahr vereinzeln und einpflanzen. Geerntet wird kurz vor der Blüte im April oder Mai, dann ist der Waldmeister am aromatischsten. Eine kleine Handvoll Blätter reicht für eine Bowle. Der Wirkstoff Cumarin kann Kopfschmerzen verursachen.

Koriander (Coriandrum sativum)

Im Sommer bilden die Dolden des Koriander würzig duftende Wolken im Beet. Schon das ist ein Grund, das Kraut selber zu ziehen. Koriander ist nicht winterhart, aber Saatgut kann leicht selber gesammelt werden. Blüten, Samen, Blätter und Wurzel sind essbar.

So geht’s: Samen können im Frühjahr direkt ins Freiland gesät werden, dünn mit Erde bedecken. Keimlinge ausdünnnen, so dass die Pflanzen genügend Platz haben. Die Blätter jung ernten, in regelmäßigen Abständen neu säen. Die Wurzeln des Koriander brauchen Platz nach unten, wer keinen Garten hat sollte also möglichst große Kübel wählen. Gut feucht, aber nicht zu nass halten. Um Saatgut zu gewinnen, einzelne Pflanzen blühen lassen. Die Dolden kurz vor der Reife abschneiden und in einer Papiertüte trocknen lassen.

Ingwer (Zingiber officinale)

Es sind die unterirdischen Rhizome, die vom Ingwer gegessen werden. Ingwer kann zwar leicht selber gezogen werden, doch ist nicht viel Ertrag zu erwarten. Immerhin sind die Blätter auch essbar und können als würzige Zugabe zum Essen verwendet werden.

So geht’s: Im Frühjahr eine möglichst frische Ingwerwurzel mit Knospe nach oben, Schnittfläche nach unten, in feuchte Anzuchterde stecken. Eine Tüte über den Topf ziehen, das hält die Feuchtigkeit. Wenn sich nach einigen Wochen Triebe zeigen, wird die Tüte entfernt. Hat sich die Pflanze nach etwa einem Jahr etabliert, kann sie geteilt und so vermehrt werden – oder die Knollen werden geerntet. In unseren Breiten gedeiht Ingwer am besten im Topf. Im Sommer nicht in die pralle Sonne stellen, im Winter nicht zu feucht halten.

Zitronengras (Cymbopogon citratus)

Zitronengras lässt sich gut im Topf ziehen, kann im Sommer sogar raus ins Beet. Beim Kochen werden meist nur wenige Stängel benötigt.

So geht’s: Die Saat kommt im Frühjahr in die Erde, muss warm und feucht gehalten werden. Sie keimt nach rund drei Wochen. Junge Pflänzchen werden in größere Töpfe gesetzt oder, in warmen Lagen, in den Garten. Wer sich die Mühe nicht machen möchte: In gut sortierten Gärtnereien gibt es auch Jungpflanzen im Topf zu kaufen. Ältere Horste können auch geteilt und auf diese Weise vermehrt werden. Geerntet werden die Stängel, die möglicherweise bitteren Blätter abstreifen. Überwintern sollte Zitronengras an einem frostfreien, möglichst hellen Ort. Dann nur wenig wässern. Im Frühjahr trockene Pflanzenteile zurückschneiden.

Chili (Capiscum)

Die scharfen Paprika (Capiscum) gehören wie Tomaten oder Auberginen zu den Nachtschattengewächsen. Sie lassen sich gut aus Samen ziehen. Saat ist meist keimfreudig, daher nicht zu viel aussäen.

So geht’s: Samen im Frühjahr in einen Topf mit guter Anzuchterde säen, dünn mit Erde bedecken. Eine Tüte über den Topf stülpen, das hält die Wärme und Feuchtigkeit. Nach dem Keimen ohne Tüte an ein helles Fenster stellen. Sind die Sämlinge groß genug, werden sie einzeln in Töpfe gesetzt. Ab 30 Zentimetern Höhe gegebenenfalls stützen, Triebspitzen herausknipsen, damit die Pflanze buschig wird. Nach den Eisheiligen ins Freie setzen, in Töpfen oder ins Beet. Regelmäßig gießen und ab der Blühzeit düngen, die Schoten können ab etwa Juli geerntet werden. Je mehr gepflückt wird, desto mehr kommt nach.

Süßdolde (Myrrhis odorata)

Sie sieht nicht nur schön aus im Beet, sondern schmeckt auch gut, etwa im Salat. Sie hat einen intensiven Geschmack, der an Lakritz erinnert. Blüten, Blätter und Wurzeln der Süßdolde sind essbar, die Samen können sowohl grün und unreif, als auch schwarz und trocken geerntet werden. Die Süßdolde ist eine ausdauernde Staude, die sich selber versamt, kann aber auch in einem großen Kübel gezogen werden.

So geht’s: Die Saat braucht einen Kältereiz, um zu keimen, daher wird im Herbst ins Beet gesät. Gut sortierte Gärtnereien bieten aber auch junge Pflanzen an. Ältere Pflanzen lassen sich gut teilen. Die Süßdolde mag Halbschatten und gut durchlässigen Boden. Wer sie im Topf kultiviert, muss ein tiefes Gefäß wählen, denn sie macht tiefe Wurzeln. Während der Wachstumszeit gut gießen.

Lorbeer (Laurus nobilis)

Lorbeer ist ein Gehölz und kann zu einem stattlichen, zehn Meter hohen Baum heranwachsen – das sollte bedenken, wer sich einen Lorbeer in den Garten pflanzt. Im Topf fühlt sich ein Bäumchen allerdings auch wohl, was es zu einer guten Balkonpflanze macht.

So geht’s: Lorbeer kann im Frühjahr aus Samen gezogen werden, allerdings keimen sie nicht zuverlässig, mitunter dauert es ein halbes Jahr. Vermehrt werden kann er auch über Stecklinge oder Ableger. Wer schnell ernten will, kauft am besten ein Bäumchen im Topf. Lorbeer mag volle Sonne und einen durchlässigen Boden, er sollte nicht zu stark gewässert werden. Im Winter wird der Topf an einen kühlen, aber frostfreien Ort gestellt. Die Blätter können das ganze Jahr über geerntet werden, die schwarzen Beeren im Herbst.