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Gastro-RückblickAufsteiger, Absteiger, Neueinsteiger

2 min

Das „Ox und Klee“: Daniel Gottschlich (rechts) und sein Team.

Köln – 2013 hat sich viel im kulinarischen Köln getan. Neue Restaurants wie das „Maibeck – Für dich“ oder der „Werkshase“ im Schauspiel öffneten ihre Tore, auf der anderen Seite schloss mit dem „La Vision“ (Hotel im Wasserturm) eines von nur zwei Kölner Restaurants, die gleich zwei der begehrten Michelin-Sterne trugen. Spitzenkoch Hans Horberth konnte nach einem schweren Unfall noch nicht an den Herd zurückkehren, und dem jungen Team wurde keine Chance gegeben, sich weiter zu bewähren. Mit dem „Bitzerhof“ in Immendorf verschwand nach stolzen 25 Jahren ein Feinschmeckerrestaurant klassischer Art, und das „B.Easy“ am Hohenzollernring verschwand so schnell, wie es aufgetaucht war – Bestellungen per iPad reichten als Alleinstellungs- und Erfolgsfaktor anscheinend nicht aus.

Auf der Habenseite zeichnete der Gault&Millau Restaurantführer gleich eine ganze Handvoll neuer Restaurants und sogar Kölns beste Burgerbraterei „Die fette Kuh“ aus, wogegen der Guide Michelin einen der unverständlichsten Sterne in seiner Geschichte an das Rodenkirchener „Le Patron“ vergab – das damit wohl eines der wenigen Sternerestaurant Deutschlands ist, welches nur an vier Abenden geöffnet hat (Mittwoch bis Samstag). Kölns Weinfrau Claudia Stern zog 2013 mit ihrem „Vintage“ von der Hahnenstraße ins „Kap am Südkai“. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten läuft es dort jetzt richtig rund. An der Spitze der heimischen Küchenwelt thront nach wie vor das „Le Moissonier“.

Da an Kölns Herden einige vielversprechende junge Köche wirken, darf man sich auf 2014 freuen. So wird es spannend sein, zu sehen wie sich Mirko Gaul, Sternekoch vom „Taku“ (Excelsior Hotel Ernst) und Maximilian Lorenz vom „L’Escalier“ weiterentwickeln. 2014 verspricht kulinarisch zudem einige Neuheiten. Das „485 Grad“ bringt im Frühjahr die neapolitanische Pizza nach Köln – Torsten Schöneich (ehemals „Törtchen, Törtchen“) und Spitzen-Sommelier Sebastian Georgi stehen dabei für Kompetenz und Leidenschaft für gutes Essen. Der Name ihres Restaurants kam zustande, weil die Pizza hier bei 485 Grad für 90 Sekunden gebacken wird. Im Juni 2014 soll dann das neue Dom-Hotel eröffnet werden – mitsamt einem Restaurant, das, wie bei der Althoff-Gruppe üblich, wohl die Sternekategorie in Angriff nehmen wird. Beim Klassiker „Zur Tant“ in Porz steht der Stabswechsel an, die bekannte Kölner Gastronomenfamilie Campi zieht es an die Aachener Straße und das Schmitz-Imperium breitet sich sicher auch noch weiter aus. Wenn es nach mir geht, kann 2014 gar nicht schnell genug kommen!

Die Highlights: