Käsekuchen backenCheesecakes in süß und herzhaft

Cheesecake à la New York
Copyright: Guillaume Czerw
Der Klassiker ist natürlich der New York Cheesecake ganz ohne überflüssigen Chichi. Ganz pur, ganz köstlich. Käsekuchen lässt sich aber noch in unzähligen anderen Varianten backen. Besonders gut schmeckt er in Kombination mit frischen Beeren oder auch Mango.
Mehr als ungewöhnlich erscheint er dagegen, wenn er mit herzhaften Zutaten kombiniert wird – zumindest auf den ersten Blick. Sophie Dupuis-Gaulier beweist in ihrem appetitlich gestalteten Buch „Cheesecakes“, dass das sehr wohl möglich ist. Die Autorin und Food-Stylistin hat mehr als 30 Kuchenrezepte zusammengetragen, darunter auch so ungewöhnliche wie Käsekuchen mit Roter Bete und Ingwer, Lachs, Schafskäse und eingelegten Tomaten – oder ganz unkompliziert mit Rucola-Pesto.
Ein paar Tipps für das gute Gelingen:
Für den Boden
Der Boden besteht aus Keksen und Butter. Die Kekse können grob zerbröselt oder fein zermahlen werden. Der Teig muss in der Form fest angedrückt und am Rand leicht hochgezogen werden. Er sollte mindestens 15 Minuten lang im Kühlschrank stehen. Für die süße Variante eignen sich Butterkekse, Schokokekse und Cookies. Eine besondere Note erhält der Boden durch Aromen von abgeriebener Zitrusschale, Kokosraspel oder Zimt. Für die herzhafte Variante empfehlen sich Cracker, Grissini oder Salzgebäck. Zum Verfeinern eignen sich Gewürze wie Paprikapulver, Curry, Anis oder Samen und Kerne.
Für die FrischkäsefüllungAm besten funktionieren Doppelrahmfrischkäse und Quark. Je nach verwendeter Sorte bekommt die Füllung eine festere oder weichere Konsistenz. Auch Frischkäsesorten mit Kräutern, Gewürzen und anderen Aromen (z.B. Frischkäse mit Lachs) sind mögliche Alternativen.
BackzeitGenerell sollte ein Käsekuchen nicht zu lange und möglichst bei niedriger Temperatur oder im Wasserbad gebacken werden. Nach meist 50 Minuten bekommt er in der Mitte eine cremige Konsistenz. Den fertig gebackenen Kuchen im ausgeschalteten Backofen abkühlen lassen.
KühlzeitJe länger der Kuchen gekühlt wird, desto besser können sich die Aromen entfalten. Der Kuchen kann daher gut am Vortag zubereitet werden.
Einige Rezepte zum nachmachen:
Cheesecake mit Himbeeren
Zutaten für sechs Portionen
Für den Boden70 g Butter200 g Löffelbiskuits rosa Lebensmittelfarbe50 g Puderzucker
Für die Füllung400 g Doppelrahmfrischkäse 400 g Ricotta 100 g Puderzucker4 Eier200 g Himbeeren, plus einige zum Dekorieren
ZubereitungDen Backofen auf 150 Grad vorheizen. Die Butter zerlassen. Die Biskuits mit der rosa Lebensmittelfarbe einfärben, grob zerbröseln und mit der zerlassenen Butter mischen. Den Puderzucker gut unterrühren. Eine Springform (18 bis 20 Zentimeter Durchmesser) fetten und den Teig darin verteilen. Mit einem Glas gut festdrücken, nun 15 Minuten kühl stellen. Inzwischen die Füllung zubereiten. Dazu in einer Schüssel Frischkäse, Ricotta und Puderzucker zu einer glatten Creme verrühren. Die Eier einzeln unterschlagen. Nun die Hälfte der zubereiteten Masse in die Form füllen und die Himbeeren gleichmäßig darauf verteilen. Dann die restliche Creme darüber gießen. Die Backform in eine größere, mit Wasser gefüllte Form setzen und im vorgeheizten Backofen 50 Minuten backen. Im ausgeschalteten Backofen vollständig abkühlen lassen. Vor dem Servieren mindestens 12 Stunden lang kühl stellen. Kurz vor dem Servieren mit den restlichen (frischen) Himbeeren garnieren.
Cheesecake à la New York
Zutaten für sechs bis acht Portionen
Für den Boden70 g Butter200 g Spekulatius50 g Puderzucker
Für die Füllung800 g Doppelrahmfrischkäse150 g Puderzucker3 Eier
ZubereitungDen Backofen auf 150 Grad vorheizen. Die Butter zerlassen, Spekulatius grob zerbröseln und mit der Butter mischen. Den Puderzucker zugeben und alles gut verrühren. Eine Springform (18 bis 20 Zentimeter Durchmesser) fetten und die Teigmasse darin verteilen. Den Boden mit einem Glas gut festdrücken. Dann 15 Minuten kühl stellen. Für die Füllung den Doppelrahmfrischkäse mit dem Puderzucker in einer Schüssel glatt verrühren. Dann die Eier einzeln untermischen. Die Masse auf den Teigboden verteilen. Die Backform in eine größere, mit Wasser gefüllte Form setzen und im vorgeheizten Backofen 50 Minuten lang backen. Anschließend den Kuchen im ausgeschalteten Backofen vollständig abkühlen lassen. Vor dem Servieren mindestens zwölf Stunden lang kühl stellen. Nach Wunsch mit roten Beeren oder einer Fruchtsauce dekorieren.
Cheesecake mit roter Bete und Ingwer
Zutaten für sechs bis acht Portionen
Für den Boden70 g Butter200 g Cracker1 TL Ingwerpulver
Für die Füllung3 Blätter Gelatine 2 cm frischer Ingwer200 g Rote Bete, gegart450 g Doppelrahmfrischkäse150 g SahneRote-Bete-Blätter zum GarnierenSalz, frisch gemahlener weißer Pfeffer
ZubereitungDie Gelatineblätter in einer Schüssel mit kaltem Wasser einweichen. Für den Boden die Butter in einem Topf zerlassen. In einer Rührschüssel die Cracker fein zerbröseln und mit der zerlassenen Butter und dem Ingwerpulver mischen. Eine Springform (etwa 15 Zentimeter Durchmesser) fetten und den Teig darin verteilen. Mit einem Glas gut festdrücken. Dann 15 Minuten kühl stellen. Für die Füllung den Ingwer schälen und fein reiben. Die Rote Bete pürieren und mit dem Frischkäse glatt verrühren. Die Sahne in einem Topf zum Kochen bringen, vom Herd nehmen und die gut ausgedrückte Gelatine darin einrühren. Die Sahne-Gelatine-Mischung nun unter die Frischkäse-Rote-Bete-Masse mischen. Dann den fein geriebenen Ingwer zufügen und mit Salz und Pfeffer mischen. Die Creme in die Backform füllen und mindestens zwölf Stunden kühl stellen. Vor dem Servieren den Kuchen mit den Rote-Bete-Blättern garnieren.
Buchtipp: Dupuis-Gaulier, Sophie: Cheesecakes, Fackelträger Verlag, 12,99 Euro.
