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Mirabellen im ÜberflussSo machen Sie ihr Obst haltbar

4 min

Mirabellen im Überfluss: Wir haben Ideen für Sie, was Sie damit machen könnten.

Mirabellen waschen und in Einmach-Gläser so dicht wie möglich bis zwei Zentimeter unter den Rand einfüllen. Mit Zuckerwasser (300g Zucker in 1 Liter Wasser aufkochen und erkalten lassen) komplett übergießen. Für ein 1-Liter-Glas benötigt man etwa 400 ml Zuckerwasser. Einmach-Gummis mit kochendem wasser übergießen und fünf Minuten drin liegen lassen. Glas- und Deckelrand vor dem Schließen noch einmal säubern und dann mit Klammern schließen.

Rezepte und andere Konservierungsmethoden wie Dörren finden Sie hier:Marianne Obermair, Romana Schneider: „Obst haltbar machen“, Leopold-Stocker-Verlag, 200 Seiten, 16,90 Euro.

„Das Bäuerinnen-Einkochbuch. Von süßen Marmeladen bis zu sauren Gurken“, Leopold-Stocker-Verlag 128 S., 19,90 Euro

Einkochtopf (meist liegt eine Beschreibung bei): Wasser einfüllen bis die Gläser zu 2/3 drin stehen. 30 Minuten bei 80 Grad einkochen (variiert je nach Obstsorte). Zeit startet erst bei Erreichen der Temperatur.

Backofen: Gläser in Fettpfanne oder tiefes Blech stellen und bis zur Hälfte mit Wasser füllen. In den Ofen schieben und dann 150 bis 170 Grad Umluft (160 – 180 Grad Ober-/Unterhitze) einstellen. Wenn Perlen im Glas hochsteigen, den Ofen abstellen und 30 Minuten einkochen.

Herausnehmen, auf und unter ein Handtuch stellen und langsam abkühlen lassen. Klammern abnehmen und kühl sowie dunkel lagern.

Steinobst wie Mirabellen werden gewaschen und entstielt. Die Früchte müssen nicht unbedingt entkernt werden, für eine spätere Weiterverarbeitung ist es aber meist sinnvoller. Dann in Gefrierbeutel füllen und soviel überschüssige Luft wie möglich ausdrücken, dann luftdicht verschließen.

Wir mögen es puristisch, deswegen ganz ohne Gewürze und Obstkombinationen: Mirabellen entkernen und im Topf unter gelegentlichem Rühren ca 20 bis 30 Minuten köcheln lassen. Bei sehr reifen Früchten benötigt man keine zusätzliche Flüssigkeit. Wenn die Früchte nicht genug Flüssigkeit abgeben, etwas Apfelsaft oder für die Süß-Liebhaber Zuckerwasser aufgießen. Das heiße Kompott in Gläser mit breiter Öffnung füllen und auf den Kopf drehen.

Das Gefäß zu einem Drittel mit Früchten füllen. Dann pro Liter Flüssigkeit 100 Gramm weißen Kandiszucker hinzufügen und mit neutral schmeckenden Spirituose wie Korn oder Wodka auffüllen. Der Alkoholgehalt sollte 40 Vol.-% nicht unterschreiten, je höher die Prozentzahl, desto länger die Haltbarkeit. Dann an einem warmen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung sechs bis acht Wochen reifen lassen. Danach filtern und in dekorative Flaschen umfüllen.

Früchte entkernen. Im einem großen Topf pürieren. Mit Gelierzucker (mit 2:1 wird’s süßer mit 3:1 etwas fruchtiger) und Zitronensäure (Menge siehe Päckchenanleitung) vermengen. Unter Rühren fünf Minuten sprudelig kochen lassen. Dann direkt bis zum Rand in die sehr gut gereinigten Marmeladengläser füllen, zudrehen und auf den Kopf drehen. Erkalten lassen.

Hefeteig:500 g Mehl100 g Butter75 g Zucker250 ml Milch1 Würfel Hefe oder 2 Trockenhefe-Tütchen1 Prise Salz

So geht's:

Butter im Topf erwärmen bis sie flüssig ist, Zucker einrühren, Milch dazugeben und Hefe mit der Gabel zerdrücken und einrühren. Zehn Minuten stehen lassen. Mehl auf der Arbeitsplatte oder in großer Schüssel anhäufen und in die Mitte eine Mulde drücken. Salz drüber streuen. Den Vorteig in die Mulde des Mehls geben und langsam Mehl von der Seite mit der Gabel einrühren und schließlich alles zusammen kneten. Im warmen Ofen (maximal 50 Grad) 30 Minuten gehen lassen.

Teig auf gefettetem Blech ausrollen, entkernte und aufgeklappte Mirabellen eng mit der Schale nach oben auf den Teig aneinanderreihen und andrücken. Bei 200 Grad Umluft 25 bis 35 Minuten backen. Je nach Reifegrad der Frucht kann viel Flüssigkeit austreten: Der Kuchen ist zwar dann schön saftig, aber der Backofen auch ganz schön dreckig – ein breiterer, höherer Teigrand kann helfen. Nach dem Abkühlen in großen Stücke schneiden, in Gefrierbeutel legen und ab ins Tiefkühlfach. Tipp: Nicht zu braun backen, wenn man plant, den Kuchen einzufrieren, weil man ihn nach dem Auftauen dann noch im Backofen kurz frisch aufbacken kann. Auf dem Foto ist ein gefrorenes Viertel abgebildet.