Scharfe HelferWelches Messer für welchen Zweck?

Das Messer
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Mensch und Messer haben eine archaische Verbindung. In der Steinzeit benutzten wir scharfe Klingen nicht nur als Waffe, sondern um uns Lebensmittel zu erschließen, die wir mit den Zähnen nicht zerreißen konnten. Erst durch das Messer wurden wir vom Pflanzen- zum Fleischesser.
Egal ob Vegetarier oder Fleisch-esser: Küchenmesser benutzen wir alle jeden Tag. Die Qualität und die Beschaffenheit des Messers ist für den Kochgenuss nicht zu unterschätzen. Eine chinesische Weisheit besagt: „Ein guter Koch wechselt das Messer einmal im Jahr, weil er schneidet. Ein stümperhafter Koch muss das Messer jeden Monat wechseln, weil er hackt.“ Ein gutes Messer sollte das Schneidgut respektieren, es nicht zerfasern, sondern sauber und mühelos durchtrennen.
Rainer Schillings, Ansgar Pudenz: „Scharfe Schnitte. Das Messerbuch“, 108 S., Verlag 99pages, 26 Euro.
Teubner Messer (ab September 2014), 288 Seiten, Verlag Gräfe und Unzer, 129 Euro.
Aber welches Messer ist wirklich gut? Da es viele verschiedene Stahlarten gibt, hängt die Qualität des Messers entscheidend von der Legierung, also der Zusammensetzung, ab. Ein gutes Kochmesser ist nicht unbedingt eine Frage des Preises. Es muss vor allem dem Benutzer gefallen und ihm beim Arbeiten angenehm in der Hand liegen. Doch auch das edelste Messer muss regelmäßig geschärft werden. Als Faustregel gilt, dass man sein Messer vor jedem zweiten Kochen wetzen sollte. Mit einem hochwertigen Wetzstahl kann man so die Schärfe über mehrere Jahre erhalten. Ob das Messer noch scharf genug ist, können Sie zum Beispiel an einer straffen Tomatenhaut testen.
