Die Lenzrose (Helleborus x hybridus) ist seit einigen Jahren eine meiner Lieblings-Frühjahrspflanzen. In meinem neuen Garten wachsen glücklicherweise gleich mehrere: Eine große Gruppe dunkler sowie eine weiße, die seit Anfang März blühen. Man muss sich bücken, um ihre Schönheit zu erkennen, denn die Köpfe neigen sich zu Boden.
Unzählige Farben
Verwandt sind die Lenzrosen mit Christrosen (Helleborus niger), beide Hahnenfußgewächse gehören der Gattung Nieswurz an. Die Christrose stammt allerdings aus dem alpinen Raum und stellt daher Ansprüche an ihren Lebensraum, die sich in unseren Breiten und unserem Klima nur schwer erfüllen lassen. Die Lenzrose dagegen stammt von Pflanzen ab, die im südöstlichen Europa heimisch sind, und fühlt sich hierzulande sehr wohl. Längst gibt es unzählige Blütenformen und Farben. Staudengärtnereien bieten Zuchtlinien an – auf traditionellem Wege gezüchtete Pflanzen. Reine Sorten mit Namen wie „Pink Frost“ entstehen durch die Vermehrung im Labor.
Standort: Unter Laubgehölzen, feucht, aber keine Staunässe. Pflanzzeit: Im Frühjahr. Den Standort gut auswählen, auf Umzug reagiert die Helleborus empfindlich. Blütezeit: Je nach Sorte schon ab Dezember bis in den März hinein. Größe: Bis zu einem halben Meter hoch, eine ausgewachsene Staude kann bis zu 70 Zentimeter Durchmesser haben. Pflege: Im Frühjahr das alte Laub herausschneiden. Im Frühjahr oder Herbst düngen.
