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Brüsseler Platz „zermürbend“Kult-Café Miss Päpki nach Umzug mitten in Köln neu eröffnet

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Das Café Miss Päpki nach seinem Umzug zum Rudolfplatz von außen.

Das Café Miss Päpki ist vom Brüsseler Platz weggezogen. Die neue Lage ist super zentral. 

Nach fast 15 Jahren verabschiedet sich das „Miss Päpki“vom Brüsseler Platz. Warum das Café umgezogen ist und was sich geändert hat.

Fast 15 Jahre lang war das „Miss Päpki“ eine Institution am Brüsseler Platz im Belgischen Viertel, jetzt steht die Nummer 18 leer. In seinem charmanten Vintage-Puppenhaus-Stil – mit Spitzendeckchen, Landhausvitrinen und liebevoll ausgewählter Deko – zog das Café zahlreiche Stammgäste an und war ein beliebter Treffpunkt für Kaffee, Kuchen und Snacks im Belgischen Viertel. Im vergangenen Jahr räumte das „Miss Päpki“ einen Platz in der Liste „Die besten Cafés und Röstereien in Deutschland 2025“ des Gourmetmagazins „Der Feinschmecker“ ab.

So sehr das „Miss Päpki“ über Jahre hinweg das Viertel prägte – am 21. Dezember war hier der letzte Tag, kurz nach Karneval wurde dann Abschied vom Brüsseler Platz genommen: Am 22. Februar wurde am alten Standort ein Abschiedsflohmarkt veranstaltet, bei dem Omas Sammeltassen und viele weitere kleine Schätze aus über einem Jahrzehnt Miss Päpki neue Besitzer fanden.

Was ist mit „Miss Päpki“ passiert?

Doch Fans des Cafés müssen sich keine Sorgen machen, denn „Miss Päpki“ hat nicht für immer geschlossen. Es ist lediglich an einen neuen Standort gezogen. Dieser befindet in ganz zentraler Lage, mitten in der Stadt: Der Rudolfplatz darf sich über die beliebte Café-Bereicherung freuen. Seit dem 19. Februar 2026 hat das Café seine Türen an der neuen Location für Gäste geöffnet. 

Situation am Brüsseler Platz „zermürbend“

Die Betreiberin Claudia Papke erklärt, dass der Umzug nach fast 15 Jahren am Brüsseler Platz keine leichte Entscheidung gewesen sei. „Die zunehmenden Querelen rund um den Platz – insbesondere im vergangenen Jahr – waren sehr zermürbend. Die fehlende Planungssicherheit, etwa in Bezug auf die Terrassensituation, Sperrzeiten und weitere Rahmenbedingungen, haben uns schließlich dazu bewogen, den Brüsseler Platz zu verlassen“, so Papke.

Als sich die Möglichkeit ergab, in ein charmantes Ecklokal am Rudolfplatz zu ziehen, habe sie nicht lange gezögert: Die lebendige, urbane Lage in Kombination mit dem stilvollen, besonderen Charakter der Räumlichkeiten habe sie sofort begeistert.

Miss Päpki am neuen Standort

Der Stil des Cafés Miss Päpki bleibt gleich.

Der Stil des Cafés Miss Päpki bleibt gleich.

Atmosphärisch und konzeptionell bleibt das Café seinem Stil treu, doch durch die höhere Laufkundschaft soll das Angebot etwas urbaner ausgerichtet sein. Herzstück bleibe weiterhin der Kaffee von Schamong, ergänzt durch hausgemachte Kuchen und herzhafte Kleinigkeiten, erläutert Claudia Papke.

Plätze mit Blick auf den Rudolfplatz

Der Innenraum des neuen Café Miss Päpki am Rudolfplatz.

Von drinnen kann man den Rudolfplatz überblicken. Der Interieur-Stil bleibt ähnlich.

Im 1. Obergeschoss finden rund 25 Gäste Platz. Von hier oben hat man einen tollen Blick auf den Rudolfplatz, und ab März öffnet auch eine große Terrasse direkt neben dem Hahnentor. Bereits in den ersten Tagen nach der Eröffnung fanden viele Stammgäste sowie zahlreiche neue Gäste den Weg ins Café.

Was künftig am alten Standort am Brüsseler Platz passiert, ist noch offen, doch die Betreiberin ist überzeugt, dass sich dort bald erneut ein Café etablieren wird. Gleichzeitig zeigt sich die Freude über die neue Location am Rudolfplatz: „Wir sind sehr dankbar für die vielen Jahre am Brüsseler Platz und gleichzeitig überglücklich, nun in einem neuen Veedel Fuß fassen zu dürfen“, heißt es von Papke zum alten und neuen Kapitel des Cafés. 

Miss Päpki, Rudolfplatz 2, 50674 Köln (Ecke Friesenwall) | Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 10 bis 18 Uhr | Mehr Infos hier