Abo

NeueröffnungBei „Smörrebröd Köln” gibt es belegte Brötchen und kölsche Hausmannskost

Lesezeit 3 Minuten
Smörrebröd Köln1

Johnny Frederiksen stammt aus Kopenhagen, lebt aber schon lange in Köln.

Köln-Ehrenfeld – Der Wecker von Johnny Frederiksen klingelt um kurz nach vier in der Früh. Dann geht für den gebürtigen Dänen die Arbeit in seinem neuen Lokal „Smörrebröd Köln” auf der Alpener Straße los, das er Mitte Juni eröffnet hat. Hier bietet Frederiksen neben Kaffee und anderen Getränken auch belegte Brötchen mit Spießbraten, Frikadellen und Fleischkäse an, am Mittag serviert der 54-Jährige „rheinische und kölsche Hausmannskost”: „Wir bereiten immer alles frisch am Morgen zu”, erklärt Frederiksen, „und wir bereiten nur so viele Portionen zu, dass wir am Ende des Tages nichts wegschmeißen müssen.”

Gastronom geht gegen Lebensmittelverschwendung vor

Dass in der Gastro-Branche nämlich viele Lebensmittel im Abfall landen, findet Frederiksen schlimm, er selbst möchte das in seinem Laden anders machen - auch wenn das bedeutet, dass nicht immer alle Gerichte vorrätig sind: „Wenn nichts mehr da ist, dann ist nichts mehr da”, so der Däne.

Sein Lokal „Smörrebröd” ist nach einem klassischen, dänischen Mittagessen benannt, dass aus einer Scheibe Brot und einem reichhaltigen Aufschnitt besteht - auch wenn es dieses noch nicht zu bestellen gibt: „Smörrebröd ist mein Spitzname”, erklärt Frederiksen, „ich wurde häufig so genannt, weil ich Däne bin. Da fand ich den Namen für mein Lokal passend.”

Smörrebröd Köln

Einen Kaffee oder einen Espresso gibt es für 1,80 Euro, ein Milchkaffee kostet 2,60 Euro, die heiße Schokolade 2,40 Euro. Ein Brötchen mit Spießbraten bekommt man für 2,60 Euro, ein Brötchen mit Fleischkäse kostet 2,40 Euro. Freitags gibt es die Portion Reibekuchen für 5,90 Euro.

Nach Köln zog es den Kopenhagener im Jahr 2001. Zuvor lebte er für drei Jahre in Frankfurt, wo er ebenfalls in der Gastronomie arbeitete. Dabei lernte Frederiksen nicht nur Cocktails zu mixen, sondern auch die deutsche Sprache: „Das Kellnern hat mir viel dabei geholfen. Nach dem Feierabend habe ich dann deutsches Fernsehen geguckt, um die Sprache noch besser zu verstehen.”

Däne findet Heimat in Köln

In Köln arbeitete Frederiksen dann zunächst bei einer Versicherung, bevor er sich nun den Traum vom eigenen kleinen Lokal erfüllt hat: „Ich wollte etwas für die Rente haben und es gemütlich angehen”, sagt der 54-Jährige, den es in jüngeren Jahren rund um den Globus geführt hat. Frederiksen lebte unter anderem im Iran und in England, er musste, so sagt er es, die Welt sehen: „Das wünsche ich auch anderen jungen Menschen. Wenn man jung ist, sollte man raus und sich alles angucken.”

Das könnte Sie auch interessieren:

In Köln hat der Weltenbummler dann jedoch seine Heimat gefunden, er ist ein richtiges „kölsches Hätz”. Und das beweist Frederiksen jeden Freitag - dann nämlich ist Rievkooche-Tag im Smörrebröd und es gehen dutzende Reibekuchen über die Theke: „Das hat es hier in der Ecke früher einmal gegeben und wir wollten den Reibekuchentag wieder etablieren”, so Frederiksen, der nicht nur in Ehrenfeld arbeitet, sondern hier auch schon lange wohnt.

Kaffee von der Rösterei van Dyck

Zu den belegten Brötchen und den Mittagsgerichten gibt es in seinem Lokal Softdrinks oder Kaffee von der Rösterei van Dyck: „Mir war es wichtig, einen guten Kaffee zu einem anständigen Preis anzubieten”, so Frederiksen.

An den Wochentagen schließt der Däne sein Lokal um 15 Uhr, samstags ist bereits um 14 Uhr Feierabend. Schließlich warten dann seine beiden alten Hunde zuhause, um die sich Frederiksen kümmern muss: „Die beiden kann ich nicht so lange alleine lassen, sie vermissen mich sonst.”

Smörrebröd Köln, Alpener Straße 34, geöffnet montags bis freitags von 7 bis 15 Uhr sowie samstags von 9 bis 14 Uhr. Sonntag ist Ruhetag.

KStA abonnieren