Der Vietnamesische Fasan gilt in der Wildnis als ausgestorben. Nun kehren 20 Tiere aus Zoos in ihre Heimat zurück.
Ausgestorbener Fasan kehrt zurückZoos siedeln in Vietnam wohl ausgestorbene Art wieder an

Vietnamesische Fasane gehören zu den seltensten Vogelarten der Welt.
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Ein Projekt zur Wiederansiedlung einer Art, die in der freien Natur als global ausgestorben gilt, wird nun in Vietnam gestartet. Hierfür wurden etwa 20 Vietnamesische Fasane aus deutschen und anderen europäischen Zoos am Montag per Flugzeug in das Land gebracht, wie der Zoo Berlin bekannt gab. Die Vögel waren für den Transport in speziellen Behältern untergebracht und zuvor in Berlin gesammelt worden.
Laut dem Zoo gilt der Vietnamesische Fasan (Lophura edwardsi) als «in der Natur ausgestorben». In einer Erklärung hieß es: «Die Hauptursachen für sein Verschwinden sind die Jagd und insbesondere der Lebensraumverlust, der durch den Vietnamkrieg und seine langfristigen Folgen noch verschärft wurde». Die Verwendung des hochgiftigen Entlaubungsmittels «Agent Orange» hatte während des Krieges die weiträumige Vernichtung von Waldökosystemen zur Folge.
Der Ursprung der heutigen Zoopopulation liegt in 28 Tieren, die während der 1920er-Jahre aus Vietnam nach Europa gelangten. Aus dieser kleinen Gruppe wurde über die letzten Jahrzehnte durch ein europäisches Erhaltungszuchtprogramm ein größerer Bestand entwickelt.
Wie der Zoo weiter ausführte, werden die Vögel nach ihrer Ankunft in Vietnam vorerst in geschützten Arealen untergebracht. Das Vorhaben zielt auf den Aufbau stabiler Populationen und die Etablierung einer neuen Generation im Land ab. Eine Freilassung in die Wildnis soll erst im Anschluss daran stattfinden.
Die männlichen Exemplare zeichnen sich durch ein blau-schwarzes Federkleid, rote Haut im Gesicht und einen weißen Schopf aus, während die weiblichen Tiere braun sind. Ihre Körperlänge beträgt 58 bis 65 Zentimeter. Üblicherweise legen die Hennen einmal im Jahr vier bis sieben Eier. Ein besonderes Merkmal der Art ist laut Zoo, dass die Brut erst nach der vollständigen Eiablage beginnt. Dies führt dazu, dass alle Küken zeitgleich schlüpfen. (dpa/red)
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