In Nordrhein-Westfalen hat sich der Bestand an Feldhasen signifikant erhöht. Gleichzeitig gibt eine aufkommende Krankheit Anlass zur Besorgnis.
Gute Nachrichten für OsterhasenBestand in NRW wächst auf 34 Tiere pro Quadratkilometer

Den Feldhasen in NRW geht es gut. (Symbolbild)
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Erfreuliche Entwicklung für die Tierwelt in Nordrhein-Westfalen: Die Population der Feldhasen befindet sich in einem ausgezeichneten Zustand. Informationen des Landesjagdverbands zufolge, über die auch die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, beträgt die Dichte im Mittel 34 Tiere je Quadratkilometer auf den landwirtschaftlichen Flächen. Mit diesem Wert übertrifft das Bundesland den gesamtdeutschen Mittelwert von 19 Exemplaren pro Quadratkilometer erheblich. Eine Zunahme ist erkennbar, da im Vorjahr die Zählung in NRW bei knapp 29 Hasen je Quadratkilometer lag.
Für diesen Zuwachs macht der Landesjagdverband vor allem die Witterungsbedingungen des Jahres 2025 verantwortlich. Begünstigend wirkten sich der milde und trockene Winter sowie ein Frühling mit geringen Niederschlägen aus. Diese Umstände sind ideal für den Feldhasen, dessen Ursprung in Steppengebieten liegt.
Warum sich Feldhasen in der Kölner Bucht wohlfühlen
Als Hauptaufenthaltsorte der Tiere gelten laut einem Sprecher des Landesjagdverbands Bördelandschaften, insbesondere die Soester Börde und die Kölner Bucht. Der Feldhase profitiert davon, dass Nordrhein-Westfalen als Niederwildland mit ausgedehnten offenen Arealen und einer intensiven Agrarwirtschaft charakterisiert wird. Ein weiterer positiver Faktor ist das vom Atlantik beeinflusste Klima, das in NRW für gemäßigtere Jahreszeiten sorgt als in vielen anderen Teilen Deutschlands und somit die Lebensumstände für die Hasen verbessert.
Die Methodik der Hasenzählung
Zweimal pro Jahr, jeweils im Frühling und im Herbst, wird der Bestand der Feldhasen erfasst. Die Erhebung findet nachts statt, wobei definierte Strecken mit einem Auto befahren und die Tiere mittels Handscheinwerfern detektiert werden. Um die Resultate vergleichbar zu halten, wird laut dem Sprecher des Verbands stets die identische Route verwendet. Falls das Ergebnis einer zweiten Erfassung um über 25 Prozent vom ersten abweicht, ist eine dritte Runde erforderlich.
Myxomatose stellt eine neue Gefahr dar
Die Viruskrankheit Myxomatose wird als eine aktuelle Bedrohung für die Feldhasen angesehen. Erstmals nachgewiesen wurde der Erreger in Nordrhein-Westfalen den Informationen zufolge im Januar 2023, woraufhin 2024 die ersten größeren Krankheitswellen folgten. Laut dem Verband haben sich Populationen, die stark von der Krankheit betroffen waren, bisher nicht gänzlich regeneriert. Im Gegensatz dazu wird die Lage in Gebieten mit geringerer Ausbreitung als stabil beschrieben. (red)
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