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Hantavirus-VerdachtLondon entsendet Fallschirmjäger auf abgelegene Atlantikinsel

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Auf einem vom britischen Verteidigungsministerium (MOD) veröffentlichten Foto, das am 9. Mai 2026 aufgenommen wurde, werfen Angehörige der RAF medizinische Hilfsgüter auf die Atlantikinsel Tristan da Cunha ab.

Auf einem vom britischen Verteidigungsministerium (MOD) veröffentlichten Foto, das am 9. Mai 2026 aufgenommen wurde, werfen Angehörige der RAF medizinische Hilfsgüter auf die Atlantikinsel Tristan da Cunha ab.

Die Insel Tristan da Cunha gilt als einer der entlegensten Orte der Welt. Nun gibt es dort den Verdacht auf das Hantavirus.

Wegen eines Hantavirus-Verdachtsfalls hat die britische Regierung Helfer, die per Fallschirm von einem Flugzeug absprangen, auf eine Insel im Südatlantik gebracht. Zudem wurde medizinisches Material abgeworfen. Die Insel Tristan da Cunha ist das entlegenste britische Überseegebiet und kann gewöhnlich nur per Schiff erreicht werden. Sie hat nur 221 Einwohner.

Die britische Gesundheitsbehörde UKHSA hatte zuvor einen Verdachtsfall auf Tristan da Cunha gemeldet. Nach Angaben des Ministeriums handelt es sich um einen Passagier der „Hondius“, der auf der Insel lebt und dort von Bord gegangen sein soll.

Die Gruppe bestehe aus sechs Fallschirmjägern und zwei Militärmedizinern, teilte das Verteidigungsministerium in London mit. Beinahe zeitgleich sei medizinisches Material abgeworfen worden. Es handle sich um den ersten Einsatz dieser Art, so die Mitteilung.

Sauerstoffvorräte gingen zur Neige

Das eingesetzte Transportflugzeug vom Typ A400 habe dafür zunächst 6.788 Kilometer vom Militärflughafen RAF Brize Norton nahe Oxford bis zur Insel Ascension zurückgelegt, die mitten im Atlantik liegt und gemeinsam mit Tristan da Cunha und St. Helena ein britisches Überseegebiet bildet. Danach sei es mehr als 3000 Kilometer weiter gegangen nach Tristan da Cunha, das noch weiter südlich liegt. Ein Flugzeug vom Typ Voyager habe die Maschine für einen Tankvorgang in der Luft begleitet.

Die Wetterbedingungen auf Tristan da Cunha könnten außergewöhnlich herausfordernd sein mit durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten von mehr als 40 Kilometern pro Stunde, sagte Außenministerin Yvette Cooper der Mitteilung zufolge.

Bei zwei weiteren britischen Passagieren der „Hondius“ wurde eine Infektion mit dem Hantavirus bereits bestätigt, sie werden in Krankenhäusern in Südafrika und den Niederlanden behandelt. Die weiteren Briten an Bord seien bislang symptomfrei und würden mit Charterflügen nach Großbritannien gebracht, so die Mitteilung. Sie werden demnach nach ihrer Ankunft 45 Tage lang isoliert. Die „Hondius“ hatte am Sonntagmorgen auf Teneriffa angelegt. (dpa)