Zusammen mit zivilgesellschaftlichen Initiativen veranstaltet die Stadt Köln Lesungen, Workshops, Ausstellungen und Filmvorführungen.
Black History MonthViele Veranstaltungen zum 100-jährigen Jubiläum in Köln

Die Eröffnungsfeier zum diesjährigen Black History Month findet in der Theodor-Wonja-Michael Bibliothek statt.
Copyright: Csaba Peter Rakoczy
Unter dem Motto „Past – Present – Future“ findet in Köln ab Sonntag, 1. Februar, der Black History Month statt. Gemeinsam mit Bildungseinrichtungen, Initiativen und Communities lädt die Stadt Köln dazu ein, sich mit Schwarzer Geschichte auseinander zu setzen. Zahlreiche Veranstaltungen sollen Raum für kulturellen Austausch, kritische Reflexion und Begegnungen bieten.
Der Aktionsmonat wurde 1926 von dem afroamerikanischen Historiker Carter G. Woodson etabliert und feiert dieses Jahr sein 100-jähriges Jubiläum. Er soll dazu dienen, Wissen über die gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Lebensrealitäten sowie die Geschichte Schwarzer Menschen zu fördern.
Black History Month feiert 100-jähriges Jubiläum
Der Begriff „Schwarz“ – bewusst großgeschrieben – bezieht sich dabei nicht auf die Beschreibung der Hautfarbe, sondern meint die politische Selbstbezeichnung einer Gruppe von Menschen, die innerhalb einer weißen Mehrheitsgesellschaft gemeinsame Erfahrungen gemacht haben und von Rassismus betroffen sind.
Oberbürgermeister Torsten Burmester betont mit Blick auf den Black History Month den kulturellen und gesellschaftlichen Beitrag der Schwarzen Communities und ergänzt: „Dieser besondere Anlass sollte uns zugleich ein Auftrag sein, Räume zu schaffen, in denen Schwarze Stimmen nicht nur gehört, sondern gestärkt werden, denn ohne sie wäre unsere Stadt nicht das, was sie heute ist.“
Das Programm umfasst Lesungen, Filme, Führungen und Workshops
Das Programm des Black History Month in Köln umfasst Lesungen, Filme, Führungen und Workshops und richtet sich an alle interessierten Kölnerinnen und Kölner. Die Eröffnungsfeier am 1. Februar findet in der Theodor-Wonja-Michael Bibliothek statt und blickt anlässlich des Jubiläums auf Errungenschaften von Menschen afrikanischer Herkunft in den letzten 100 Jahren zurück.
Darüber hinaus veranstaltet beispielsweise das Deutsche Sport und Olympia Museum am 3. Februar eine Podiumsdiskussion, die sich mit den Themen Identität, Zugehörigkeit und Repräsentation beschäftigt. Am 20. Februar folgt dort ein Empowerment-Workshop für Schwarze Kinder und Jugendlich im Sport.
Die Theodor Wonja Michael Bibliothek gibt am 21. Februar ebenfalls einen Workshop für junge Menschen, der Schwarze Vorbildfiguren aus der Literatur vorstellt. In den Büro-Räumlichkeiten des Africologne-Kulturfestivals wird am 7. und 8. Februar die Ausstellung des Fotografen und Filmemachers Benga Mavinga gezeigt.
Das Rex Kino zeigt am 6. Februar den Dokumentarfilm „Sorry for the Genocide“, der aufarbeitet, wie die Anerkennung des Genozids deutscher Kolonialtruppen im heutigen Namibia verlaufen ist. Zum Abschluss des Aktionsmonats bespricht Referentin Luvena Kopp von der Universität Bonn an der Kölner Volkshochschule die Rolle der Protestbewegung Black Lives Matter mit Blick auf Deutschland. Das Programm des Black History Month in Köln kann hier eingesehen werden.

