„At the B-Sites“Kopfhörer-Konzertreihe in Köln startet – Festival wird nicht stattfinden

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Die Sängerin Katharina Kollmann alias Nichtseattle eröffnet die Konzertreihe „At the B-Sites“.

Die Sängerin Katharina Kollmann alias Nichtseattle eröffnet die Konzertreihe „At the B-Sites“.

Die „At the B-Sites“-Konzertreihe startet mit der Sängerin Nichtseattle. Ein Festival wird es wegen des Ärgers um Genehmigungen nicht geben.

Die Kopfhörer-Konzertreihe „At the B-Sites“ startet diesen Sommer wieder: Am 7. Juni geht es mit der Berliner Sängerin Katharina Kollmann alias Nichtseattle los. Wie immer ist das Konzert kostenlos, die Bühne ist noch geheim. Bei den Silent Concerts wird erst 24 Stunden vorher bekannt gegeben, wo sie stattfinden.

Köln: „At the B-Sites“-Konzertreihe startet mit Sängerin Nichtseattle

Insgesamt wird es vier Konzerte geben, die weiteren sind am 9. Juli, 3. August und 17. August. Die Künstlerinnen oder Künstler für diese Termine sind aber noch nicht bekannt: „Wir wollen den Fokus immer nur auf den Musiker oder die Musikerin des kommenden Konzerts legen“, erklärt „At the B-Sites“-Veranstalter Jens Ponke, der auch im Vorstand der Klubkomm aktiv ist und die Bar „Die Wohngemeinschaft“ mitbetreibt. Er freue sich schon besonders auf die Konzerte, auch weil die Veranstaltung dieses Jahr den zehnten Geburtstag feiert. Dazu werde es Ende Juni auch eine Überraschung geben, verrät Ponke. Mehr Informationen dazu würden in Kürze auf der Internetseite atthebsites.com veröffentlicht.

An das erste Konzert könne er sich noch gut erinnern: Stefan Honig in der Nähe der Brücke am Herkulesberg. „Ich fand es total spannend, was das mit den Leuten gemacht hat. Das werde ich nie vergessen.“ Durch die Kopfhörer könnten sich die Konzertgäste ganz auf den Künstler einlassen, es liege ein „extremer Fokus auf der Musik“. Das sorge bei den Künstlern mitunter vorher auch für Nervosität, schließlich ist im Gegensatz zum herkömmlichen Konzert jedes Schmatzgeräusch hörbar. Die Nervosität verfliege aber schnell, an ihre Stelle trete die Erkenntnis, einen viel direkteren Draht zum Publikum zu haben.

Die Kopfhörer-Konzerte zu organisieren, sei für ihn sehr erfüllend: „Wir können damit etwas kulturell Hochwertiges mitten in die Stadt setzen.“ Die Konzertreihe würde ihre Gäste mit Künstlern konfrontieren, die sie wahrscheinlich noch nicht kennen und auch an Orte führen, die ihnen vielleicht noch neu sind. Für Kopfhörer-Konzerte gebe es in der Stadt auch immer mehr Anlässe. Veranstaltungsorte zu finden, die auch beschallt werden können, sei nicht einfach.

Und selbst ohne Lärm ist die Durchführung von Veranstaltungen – gerade Open-Air, wie es die Konzerte meist sind – nicht ohne. In diesem Jahr wird es deshalb auch kein „At the B-Sites“-Festival geben. Nachdem es 2020 wegen Corona ausgefallen war und es 2021 keine Genehmigung von der Stadt gab, konnte es 2022 im Jugendpark durchgeführt werden. Der Weg dahin war aber steinig. „Es war letztes Jahr sehr energieraubend mit den Genehmigungen“, erzählt Ponke. Diese Energie habe sich das „At the B-Sites“-Team dieses Jahr sparen wollen. Das solle aber kein generelles Ende des Festivals bedeuten: Im kommenden Jahr werde man sich nochmal überlegen, ob sich der Aufwand für das Festival lohnt.

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