Zu wenige SchülerWorringen bekommt keine weiterführende Schule

Ein Schüler der 5. Klasse meldet sich im Unterricht. (Symbolbild)
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Köln-Worringen – In Worringen wird es keine weiterführende Schule geben. Das bekräftige die Verwaltung erneut gegenüber den Chorweiler Bezirksvertretern.
Die vorhandenen Plätze an weiterführenden Schulen im Bezirk reichten aus, teilte die Stadt schriftlich mit. Erst wenn auf dem geplanten Bauareal Kreuzfeld nahe Blumenberg tatsächlich Häuser entstehen, müssten Plätze hinzukommen.
Hintergrund der Mitteilung ist die „Schulentwicklungsplanung 2016 – Maßnahme zur bedarfsgerechten Weiterentwicklung der Kölner Schulen bis 2025“. Seit längerem diskutiert das Stadtteilparlament über die Vorlage. In ihrer Sitzung im vergangenen Oktober, in der das Papier erneut auf der Tagesordnung stand, stellten die Politiker weitere Fragen und bekräftigten ihre Forderung, Worringen als Standort für eine weiterführende Schule in die Planung aufzunehmen.
868 Plätze müssen ausreichen, sagt die Stadt Köln
In ihrer jetzt erfolgten Antwort erteilte die Stadt der Bitte jedoch eine klare Absage. Derzeit gebe es 809 Plätze an sieben weiterführenden Schulen – einige wenige an Schulen in der Innenstadt mit einkalkuliert. Nimmt man unter anderem einen möglichen Ausbau des Pescher Gymnasiums hinzu, erreiche man sogar 868 Plätze. Das reicht aus, sagt die Stadt.
Sie argumentiert, dass die Anzahl an Kindern konstant bleibt, die bis 2025 die Grundschule verlassen und in die fünfte Klasse wechseln. Dafür beruft sie sich auf eine kleinräumige Einwohnerprognose. In Roggendorf/Thenhoven und Worringen – also im direkten Einzugsgebiet der erwünschten Schule – gebe es nicht genug Schüler, um den Bau einer neuen Einrichtung zu rechtfertigen. Für eine neue Schule gebe es gesetzliche Mindestgrößen. Zudem besuchen manche Jungen und Mädchen Schulen in Dormagen; die Nachbarkommune beziehe Kölner Schüler in ihre Platzkalkulation mit ein.
Der Christdemokrat Norbert Schott zweifelte an den Prognosen. „Es ist unklar, inwieweit die geplanten Wohnungsbauoffensiven mit eingeflossen sind“, sagte er. „Wir müssen anstehende Baumaßnahmen einbeziehen“, forderte auch Klaus Roth von der Linkspartei. Die Bezirksvertreter einigten sich auf ein interfraktionelles Gespräch mit der Verwaltung im kommenden Herbst. Dafür soll die Stadt aktuelle Statistiken mitbringen – unter anderem Schüler- und Klassenzahlen von 2016 und eine Aufstellung der Schulen.
