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Hohe SpendensummeKölner Köche zeigen, wie viel Gutes mit Spargel zu bewirken ist

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Mitglieder des Colonia Kochkunstvereins schälten Spargel für den guten Zweck.

Mitglieder des Colonia Kochkunstvereins schälten Spargel für den guten Zweck.

Das Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße hat vom Colonia Kochkunstverein einen Scheck in Höhe von mehr als 20.000 Euro erhalten. Dahinter steckt eine traditionelle Benefizaktion.

Dass man mit Spargel einiges bewirken kann, wissen Köche nur allzu gut: Das Gemüse entgiftet den Körper, regt die Nierentätigkeit an und gilt durch viel Folsäure sowie Vitamin C und E als regelrechte Nährstoffbombe. Die Mitglieder des Colonia-Kochkunstvereins erreichen darüber hinaus noch einen weiteren positiven Effekt: Alljährlich schälen sie im Frühjahr Spargel und spenden pro verkauftem Kilo einen Betrag für den guten Zweck.

In einem Vierteljahrhundert kam so schon rund eine Million Euro zusammen, berichtete Vorsitzender Ernst Vleer. Bei der traditionellen Spargel-Gala im Dorint-Hotel am Heumarkt mit zahlreichen Gästen aus Politik, Sport und Gesellschaft gab es daher viel Freude – allen voran bei Professor Michael Weiß vom Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße. Er nahm einen Scheck in Höhe von 20.235,20 Euro entgegen.

Diese Summe war nicht nur bei der diesjährigen Schäl-Aktion am 8. und 9. Mai vor dem Gürzenich zusammengekommen, als jeweils fünf Euro für jedes verkaufte Kilo Spargel an das Kinderkrankenhaus gingen.

Vertreter des Großhändlers Metro spendeten zusätzlich 5000 Euro, ebenso Dirk Iserlohe, Aufsichtsratsvorsitzender der Hotelkette Dorint. Weiteres Geld kam durch Losverkäufe bei einer Tombola zusammen, zudem versteigerte Sportstätten-Geschäftsführer Lutz Wingerath Tickets für anstehende Konzerte im Rhein-Energie-Stadion.

Von Polizeipräsident Johannes Hermanns gab es eine Führung durch das Polizeipräsidium Kalk zu gewinnen. Serap Güler (CDU), Staatsministerin im Auswärtigen Amt, blickte in ihrer Rede unter anderem auf die aktuellen außenpolitischen Herausforderungen. Überdies hob sie das Engagement der Kölner Köche hervor, das Güler ebenso seit Jahren – unter anderem als Schälerin – unterstützt.

Das gilt auch für Alt-Oberbürgermeister Fritz Schramma, der sich ebenso wie Stadtdechant Monsignore Robert Kleine und Dompropst Guido Assmann ein Drei-Gänge-Menü schmecken ließ. Zu essen gab es vor allem eine Zutat: Spargel.