Salzsäure ausgelaufenChemieunfall bei Coca-Cola

Bei Coca-Cola in Ossendorf sind bis zu 30 Liter Salzsäure ausgelaufen. 34 Feuerwehrleute waren im Einsatz, drei davon in Chemikalienschutzanzügen.
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Ossendorf – Bei Coca-Cola an der Mathias-Brüggen-Straße in Ossendorf ist es Montagnachmittag zu einem Chemieunfall gekommen. Nach einem Rohrbruch sind in einer Halle der Abfüllung 25 bis 30 Liter konzentrierter Salzsäure ausgelaufen.
Gegen 14 Uhr hatte ein Mitarbeiter das Leck bemerkt und sofort die Feuerwehr und Polizei alarmiert. Bis zum Eintreffen der Feuerwehr wurde die angrenzende Halle evakuiert und der Austritt gestoppt. In dem betroffenen Raum war zur Zeit des Unfalls kein Mitarbeiter anwesend. Die Feuerwehr rückte mit Spezialausrüstung an und sammelte die ausgelaufene Säure mit Bindemittel ein. Ein Trupp ist zur Erkundung unter Chemikalienschutzanzügen in den Betriebsraum vorgegangen. Dort wurde festgestellt, dass die Säure nicht mehr austrat, aber etwa fünf Quadratmeter Bodenfläche davon benetzt war.
Verletzt wurde nach Angaben des Coca-Cola-Betriebsleiters Heribert Karchers niemand. Die Umgebung sei laut Informationen der Feuerwehr nicht gefährdet Allerdings ist eine unbestimmte Menge der 31-prozentigen Säure vor die Halle gelaufen.
In der Anlage von Ossendorf füllt Coca-Cola jährlich 200 Millionen Flaschen aller Marken der Familie. Dabei wird Kölner Trinkwasser benutzt. Doch was sollen diese hohen Mengen an Salzsäure? Um das Wasser zu enthärten, kommen so genannte Ionenaustauscher zum Einsatz. Die hoch ätzende Salzsäure wird dabei zur Regeneration dieser Vorrichtungen benötigt. Warum das PVC-Rohr gebrochen ist, ist derzeit noch unklar. In Ossendorf beschäftigt der Konzern rund 140 Mitarbeiter. (bls, apa)
