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FestaktKleine Spenden, große Wirkung

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Im Einsatz für den Vingster Treff: Britta Hollmann (v.l.), Dieter Sanden, Beate Mages.

Vingst – „Der Vingster Treff ist ein Gewinn für Köln und vor allem für die Menschen im Veedel“, sagte Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes. „Da ist das OVB-Hilfswerk ein verlässlicher und kompetenter Partner. Das ist beeindruckend, beispielhaft und nachahmenswert.“ Seit drei Jahrzehnten engagiert sich das OVB-Hilfswerk Menschen in Not in den Kölner Stadtteilen Kalk, Höhenberg und Vingst – und unterstützt dort jährlich mit 25 000 Euro vier Initiativen. Darunter die Jobbörse im Vingster Treff, die türkischen Jugendgruppen von Franziskanerpater Jürgen Neitzert, das Kalker Jugendbüro und Hövi-Online.

Zum doppelten Jubiläum – der Vingster Treff als Zweigstelle des Bürgerzentrums und das Hilfswerk wurden dieser Tage jeweils 30 Jahre alt – legte die OVB noch einmal nach: Der Vorsitzender Michael Rentmeister brachte zur Feierstunde in der Kirche St. Theodor neben der 25 000-Euro-Standardspende noch weitere 30 000 Euro mit. Die kommen dem Vingster Treff – dort sind Britta Hollmann und Beate Mages seit 30 Jahren aktiv – vorrangig in die Arbeit mit alleinerziehenden Frauen zugute. Geplant sind Näh- und Fahrradkurse (Pastor Franz Meurer am Rande der Feier: „Nähmaschinen und Fahrräder sammeln wir im Veedel“), eine Stadtteilzeitung sowie ein Sprachförderprogramm für Mütter mit Übungsheften auf deutsch und türkisch.

„Mit dem Geld werden Projekte und ehrenamtliches Engagement gefördert. All das wäre ansonsten nicht zu finanzieren und würde wohl kaum stattfinden“, sagte Pastor Franz Meurer. „Das schöne ist: Wir können das Geld schnell und unbürokratisch einsetzen. Dort, wo es gebraucht wird.“

Die Unterstützung sei besonders wirkungsvoll, darin bestand Einigkeit beim Fest, weil sie vorhandene Netzwerke im Veedel aufgreift und zielgerichtet fördert. Eine junge Frau geht etwa vor der Bewerbung zum Friseur, eine andere kauft sich den Pulli, in dem sie sich beim Bewerbungsgespräch sicher fühlt. „Hier wird für die Zukunft gearbeitet“, sagt Scho-Antwerpes. „Jedes Engagement, das wir in die Qualifizierung von Alleinerziehenden stecken, lohnt sich.“