Nach tödlichem UnfallTempo 30 soll in Rath-Heumar die Gefahr verringern

Kalks Bezirksvertreter sorgen sich um den Verkehr auf der Rösrather Straße sowie dem links im Bild einmündenden Röttgensweg.
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Rath-Heumar – Ein tödlicher Unfall hat die Kalker Bezirksvertreter aufgeschreckt. Jetzt wollen sie sich für eine Verbesserung der Verkehrssicherheit entlang der Rösrather Straße in Rath-Heumar einsetzen. Im Dezember 2014 war eine 91-jährige Fußgängerin auf einem Zebrastreifen in Höhe des Kellereiwegs von einem Fahrzeug erfasst worden – wenig später erlag sie ihren schweren Verletzungen. Das Ergebnis der Untersuchung einer Unfall-Kommission mit Vertretern von Verwaltung und Polizei, die zu gleichen Bedingungen (Dunkelheit und Nässe) den Unfallort aufgesucht hatten, steht noch aus.
„Die Rösrather Straße ist an vielen Stellen eng bebaut und unübersichtlich. Außerdem ist sie durch eine hohe Verkehrsbelastung geprägt“, sagte Marco Pagano, der Vorsitzende der SPD-Fraktion. Zudem komme es dort immer wieder zu gefährlichen Situationen, da die durchfahrenden Autos die Geschwindigkeitsbegrenzung oder die Zebrastreifen missachten würden. Weiter habe er beobachtet, so Pagano, dass Zebrastreifen häufig verkehrswidrig zugeparkt seien, oder Fahrzeuge direkt davor abgestellt würden, was die Sicht behindere. Die CDU-Fraktion will laut Bezirksvertreter Clemens Stephan Müller „zunächst abwarten, was die polizeilichen Untersuchungen ergeben“. Trotzdem stimmten die Christdemokraten, wie alle anderen Parteien dem SPD-Antrag zu. Es soll nun geprüft werden, ob der Zebrastreifen auf der Rösrather Straße in Höhe des Kellereiweges „ausreichend erkennbar ausgeschildert“ ist.
In den Gesprächen zur Attraktivierung der Rösrather Straße, die Kommunalpolitiker mit Geschäftsleuten, Bürgern und Vertretern der IG Rath-Heumar führen wollen, sollen die Verkehrsprobleme an der Rösrather Straße ein Schwerpunktthema sein. Laut SPD könne einiges bereits vorab geregelt werden. (NR)
Auch das Zuparken der Zebrastreifen auf der Rösrather Straße insgesamt soll künftig verhindert werden. Dafür regen die Bezirksvertreter den Einbau von Pollern an. Einstimmig forderte das Gremium die Verwaltung zudem auf, die Höchstgeschwindigkeit auf der Rösrather Straße im Streckenabschnitt zwischen der Fußgängerampel am Röttgensweg und dem Rather Mauspfad auf Tempo 30 zu reduzieren. Und das, obwohl laut Müller bislang auf einer übergeordneten Straße kein Tempo 30 eingerichtet werden könne.
Für den dort in die Rösrather Straße einmündenden Röttgensweg liegt darüber hinaus die Auswertung von Verkehrszählungen und Geschwindigkeitsmessungen vor, die die Kalker Bezirksvertretung vor vier Jahren in Auftrag gegeben hatten. Dabei ging es darum, die Straße für den Umgehungsverkehr uninteressant zu gestalten und sicherzustellen, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung vor allem an der Kindertagesstätte am Moosweg eingehalten werde.
Das Fazit der Bezirksvertreter: Die Umgestaltung und Verkehrsberuhigung des Röttgenswegs habe sich ausgezahlt. Die Verkehrsdichte gilt als gering und unauffällig, das Durchschnittstempo auf der Straße rund um die Kita liege mit 33 bis 37 Kilometern pro Stunde in einem vertretbaren Rahmen.
