Köln – Rocker aus Köln brüsten sich im Internet damit, angeblich im syrischen Kriegsgebiet gegen den „Islamischen Staat“ (IS) zu kämpfen. „Während andere labern und labern und labern, sind unsere Jungs an der Front und kämpfen gegen die ISIS“, postet der Kölner Präsident des überwiegend aus Kurden zusammengesetzten Rockerclubs „Median Empire“ auf Facebook.
Weiter unten ist ein Foto veröffentlicht, das zwei muskelbepackte Männer in „Median Empire“-Lederkutten und mit umgehängten Gewehren vor einem Felsen zeigt. Angeblich wurde das Bild in Kobane aufgenommen, der hart umkämpften Stadt an der Grenze zur Türkei. Unter dem Foto steht: „Unsere Jungs haben mir berichtet, dass sie beschossen wurden. Ihnen ist nichts passiert, sie sind gesund.“
An anderer Stelle ruft der 33-Jährige dazu auf, den kurdischen Kämpfern im Kriegsgebiet Nachtsichtgeräte zu schicken. Die Staatsanwaltschaft Köln hat keine Erkenntnisse darüber, dass Rocker aus Köln derzeit in Syrien gegen den IS kämpfen.
Dem Präsidenten des „Median Empire“ gehörte die Bar Bubble Lounge im Friesenviertel, die 2012 geschossen worden war. Seitdem sind die kurdischen Rocker im Stadtgebiet laut Polizei nicht mehr aufgefallen. (ksta)
