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„Humba“ bringt seit 30 Jahren Vielfalt in den Fastelovend

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Humba Party im Gloria,
mit Kent Coda und Kamell Kapell, zusammen auf der Bühne.

Humba-Party im Gloria Theater (Archiv)

Initiator Jan Krauthäuser integrierte seit den 90ern internationale Musiker in den Kölner Karneval und förderte multikulturelle Vielfalt.

Kölsch und international – und das gepaart mit Karneval. Das ist seit mehr als 30 Jahren die Humba-Party, die auch in diesem Jahr wieder stattfindet: Am Freitag, 13. Februar, steht im Gloria Theater am Neumarkt Live-Musik auf dem Programm. Es gibt wieder eine Musikmischung aus karibischen, französischen, griechischen, orientalischen und kölschen Liedern. Mit dabei sind junge und alte Gesichter der lokalen Musikszene: das Musiker-Duo Toi et Moi mit Amouri, Amirul, Calypsonic Steel Orchestra mit Inti, Makeda, Ahl Säu Brass Band und viele andere.

Veranstalter ist der Verein Humba. Gründer Jan Krauthäuser war in den 90ern auf musikalischen Recherchen in Afrika und Brasilien unterwegs, erzählte er einmal in einem Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“: „Ich habe dabei gelernt, dass die regionale Musikkultur häufig eine Festkultur im Zentrum hat. Der elegante Bossa Nova ist von der brasilianischen Karnevalstrommelei nicht so weit entfernt.“

In Köln sei die Feierkultur zwar verrückt gewesen, die kölsche Musikszene in den 90er Jahren sei aus seiner Sicht aber nicht besonders interessant gewesen. Krauthäuser fand die internationalen Musiker in Köln dafür umso spannender, weswegen er sie aufforderte: „Bringt Eure Vielfalt in den Kölner Karneval ein!“ Das kam gut an. Die Tickets gibt es online, sie kosten 33,40 Euro, Einlass ab 19 Uhr. (gam)