Ankunft im DunkelnKarnevalsgruppe spielt St.-Martins-Lieder nach Rosenmontagszug

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Dieses Jahr endete der Zug an der Severinstraße mit mehr als zweieinhalb Stunden Verspätung.

Dieses Jahr endete der Zug an der Severinstraße mit mehr als zweieinhalb Stunden Verspätung.

Ankunft von Prinz Boris I. um 20.39 Uhr – der Rosenmontagszug endete im Dunkeln. Die Zugteilnehmer machten sich einen Spaß daraus.

Eine Ankunft des Rosenmontagszugs in der Dämmerung, das hatte es auch in der Vergangenheit schon gegeben. So hatte im Jahr 1990 ein Sturm dazu geführt, dass hohe Wagen und große Figuren aus dem Zug genommen werden mussten. Der Prinz konnte erst spät losziehen und sah die Sonne untergehen. Um 20 Uhr war Prinz Hans-Jürgen I. an der Severinstorburg angekommen.

Berichterstattung zum späten Zug im Jahr 1990.

Berichterstattung zum späten Zug im Jahr 1990.

Am Rosenmontag 2023 dürfte also ein neuer Rekord aufgestellt worden sein. Erst um 20.39 Uhr endete der „Zoch“ mit der Fahrt von Prinz Boris I. durch die Severinstorburg – Sonnenuntergang war um 17.57 Uhr.

Stattgarde: „Wir müssen gucken, wo wir hintreten“

Viele Gruppen mussten im Dunkeln besonders vorsichtig sein, wie zwei Zugteilnehmer der Stattgarde berichteten. Sie waren als Gruppe 68 von 78 auf den Weg gegangen. „Wir müssen gucken, wo wir hintreten. Es ist stockdunkel“, berichteten sie.

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Nach der Ankunft spielte die „Bordkapelle“ des Karnevalsvereins „Ich geh' mit meiner Laterne“, schließlich sei der Rosenmontagszug zum „Rosenmontags-Martinszooch“ geworden.

Der diesjährige Rosenmontagszug dürfte der Zug mit der spätesten Zielankunft mindestens dem Jahr 1900 gewesen sein. Denn als der Zug im Jahr 1990 wegen Sturms zunächst auszufallen drohte und dann um 20 Uhr an der Severinstorburg ankam, berichtete der „Kölner Stadt-Anzeiger“, dass es eine solche wetterbedingte Verzögerung „in diesem [20.] Jahrhundert“ noch nicht gegeben habe.

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