Die Boize Bar in der Friesenstraße schließt. Auf das Angebot von Betreiberin Payman Neziri muss die Community nicht verzichten. Was geplant ist.
Queere SzeneBoize Bar in Köln schließt am Rosenmontag – vorerst

Die Boize Bar befindet sich auf der Friesenstraße in der Kölner Innenstadt. Jetzt soll die queere Institution erst einmal schließen. (Archivbild)
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Die Boize Bar in der Friesenstraße hat sich binnen kürzester Zeit zu einer Institution der queeren Szene in Köln entwickelt. Eröffnet 2019, ist die Bar „einer der wenigen Orte in Deutschland, der sich dezidiert an queere FLINTA (Frauen, Lesben, intersexuelle, nichtbinäre, trans und agender Personen) richtet“, schrieb die taz vor zwei Jahren. Da hatte die Bar bereits eine drohende Pleite abgewendet – mit Hilfe eines Crowdfundings und der TV-Show „Princess Charming“ gelang es Betreiberin Payman Neziri, die Bar zu retten.
Knapp zwei Jahre später muss die Boize Bar nun doch schließen – wegen der Kernsanierung des Gebäudes. Das verkündete Neziri Mitte Januar via Instagram. Der letzte Tag steht auch schon fest: Nach der Rosenmontags-Party am 16. Februar wird vorerst Schluss sein – wie lange die Türen geschlossen bleiben, ist auch der Betreiberin noch nicht bekannt.
Trotzdem müssen die Bargängerinnen – die Boize richtet sich an queere Frauen; Männer, auch Homosexuelle, haben keinen Zutritt – nicht auf das Angebot von Neziri und Team verzichten. Denn „die gute Nachricht“, die die Bar-Chefin in der Ankündigung bekannt gibt, ist die Planung einer Pop-Up-Bar, also einer temporär bespielten Location. Wo genau das stattfinden soll, stünde allerdings noch nicht fest. Weitere Details sollen zeitnah über die Instagram-Seite veröffentlicht werden.

