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Umbau zu kompliziertExploradom scheiterte an Bauvorschriften und hohen Kosten

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In diesem ehemaligen Autohaus an der Mercedes-Allee in Ehrenfeld sollte das Exploradom entstehen.

In diesem ehemaligen Autohaus an der Mercedes-Allee in Ehrenfeld sollte das Exploradom entstehen. 

Das Projekt in Ehrenfeld wird nicht weiter  verfolgt. 

Das Projekt Exploradom in einem ehemaligen Autohaus in Ehrenfeld ist an baurechtlichen Hürden und den damit drohenden zu hohen Kosten gescheitert. Das teilte der Betreiber mit. Bis zum 31. März hätten nicht alle erforderlichen Genehmigungen vorgelegen. Das Projekt werde deshalb nicht weiterverfolgt. Das „Familien- und Erlebniszentrum“, das auf 30.000 Quadratmetern als kleiner Nachfolger des geschlossenen Odysseums in Kalk gedacht war, sollte eigentlich in diesem Frühjahr eröffnen, Eintrittsgutscheine waren bereits online verkauft worden. Am Mittwoch wurde überraschend das Aus bekannt.

Ausstellungen gehen in den MMC-Studios weiter

Andreas Waschk, Geschäftsführer der Explorado Group, lobte ausdrücklich die Zusammenarbeit mit der Stadt Köln. Aber: „Die Nachnutzung einer komplexen Bestandsimmobilie unter den aktuellen landesbaurechtlichen Rahmenbedingungen ist mit sehr hohen Anforderungen verbunden.“ Finanziell könne dies ein privates Unternehmen ohne öffentliche Förderung nicht schaffen.

Explorado hat im Odysseum zuletzt große interaktive Ausstellungen wie „Harry Potter“ und „Jurassic World“ veranstaltet, bevor das Haus 2024 aus wirtschaftlichen Gründen endgültig geschlossen wurde. Die Ausstellungen will der Betreiber nun in den MMC-Studios in Ossendorf fortsetzen. Am 9. Mai soll hier „Bubble Planet“ eröffnen, eine Schau unter anderem mit Riesen-Bällebädern. Gerade hat das Unternehmen außerdem eine Dino-Ausstellung im ehemaligen Sea-Life-Gebäude in Königswinter eröffnet.