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Live-Bilder an der „Tigerhöhle“Im Kölner Zoo geborene Löwenbabys entwickeln sich gut

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Zwei Monate sind die Löwenbabys mittlerweile alt.

Zwei Monate sind die Löwenbabys mittlerweile alt. 

Beim jüngsten Löwen-Zuwachs handelt es sich um einen Kater und zwei Katzen. Ab März sollen sie im Außengehege des Zoos zu sehen sein

Zwei Monate sind sie alt und entwickeln sich prächtig: Den drei Asiatischen Löwenbabys, die Ende November vergangenen Jahres im Kölner Zoo geboren wurden, geht es gut. Mutter Gina kümmere sich vorbildlich um den Nachwuchs, teilt der Zoo mit. Die kleinen Löwen seien wohlgenährt und gesund. Mittlerweile wurde auch ihr Geschlecht bestimmt.

Wie der Kölner Zoo mitteilt, handelt es sich bei den Jungtieren um einen Kater und zwei Katzen mit je sieben bis acht Kilogramm Gewicht. Die Geschlechtsbestimmung erfolgte vergangenen Montag im Rahmen einer Untersuchung: Dabei wurden die kleinen Löwen das erste Mal gewogen, geimpft und vorsorglich entwurmt.

Vergangenen Montag wurden die Löwenbabys das erste Mal untersucht.

Vergangenen Montag wurden die Löwenbabys das erste Mal untersucht.

Ursprünglich hatte Löwenmutter Gina vier Junge geboren, eins starb jedoch im November kurz nach der Geburt. Schon im Sommer hatte es traurige Szenen gegeben: Damals hatte Gina zwei Neugeborene nicht angenommen, sie mussten eingeschläfert werden. Umso erfreuter ist der Zoo darüber, dass die aktuelle Aufzucht gut gelinge. „Die Jungtiere entwickeln sich unseren Beobachtungen und Untersuchungen nach sehr gut“, sagt Alexander Sliwa, Kurator des Kölner Zoos.

Löwenbabys können per Kamera beobachtet werden

Momentan leben die drei Jungtiere noch in einem nicht einsehbaren Bereich des Löwengeheges, aber sie werden laut Zoo immer selbstständiger: Sie beginnen bereits damit, die Anlage zu erkunden und ihren Bewegungsradius auszuweiten. Dabei sind sie überwiegend ungestört – die Tierpflegerinnen und Tierpfleger suchen nur wenig Kontakt zum Nachwuchs. Und das ganz bewusst, erklärt der Kölner Zoo: Die Jungtiere sollen dadurch ungestört und in Ruhe den Umgang untereinander erlernen. 

Auch Vater Navin hat eingeschränkten Kontakt zu den Jungen. Er hält sich weiterhin – wie auch in der Wildnis üblich – getrennt von Mutter und Nachkommen auf, hat die Jungtiere aber schon am Gitter des Vorgeheges begrüßt. 

Die kleinen Löwen seien wohlgenährt und gesund.

Die kleinen Löwen seien wohlgenährt und gesund.

Besucherinnen und Besucher können die Jungtiere wahrscheinlich ab März im Außengehege zu Gesicht bekommen. Nach einer zweiten Impfung dürfen die kleinen Löwen die Anlage betreten. „Wann das im März genau sein wird, lässt sich jetzt noch nicht vorhersagen“, so Sliwa. Um die kleinen Löwen trotzdem schon zu sehen, hat der Kölner Zoo eine Kamera installiert, mit der die Gäste auf die Jungtiere in der Wurfbox blicken können. Die Live-Bilder werden an der „Tigerhöhle“ zwischen Löwen- und Tigeranlage gezeigt.

Noch haben die Löwenbabys keine Namen

Bei genauer Beobachtung lassen sich die Jungtiere an ihrer unterschiedlichen Größe und den Schnurrhaar-Punkten an den Gesichtsseiten unterscheiden. Noch sind sie namenlos – die Namensgebung folgt, wenn der Zoo die drei Jungtiere öffentlich vorstelle, heißt es in einer Mitteilung. Dabei wolle man sich an Namen aus dem indischen Sprachraum, dem Heimatgebiet der in Köln gehaltenen Löwen, orientieren.

Insgesamt 18 Asiatische Löwen wurden bereits im Kölner Zoo geboren. Die Tiere werden von der Weltnaturschutzunion (IUCN) auf der Roten Liste als „gefährdet“ eingestuft. Der Kölner Zoo hält seit gut 25 Jahren Asiatische Löwen.